25.04.2018

Bahn Berlin DB Deutsche Bahn Helge Lindh Wuppertal

Lindh und Röspel fordern von DB Beibehaltung der Stunden-Taktung

SPD-Bundestagsabgeordnete Lindh und Röspel fordern von Deutscher Bahn Beibehaltung der Stunden-Taktung auf der ICE Strecke Köln – Berlin

Im Rahmen eines Gesprächs der NRW-SPD-Bundestagsabgeordneten mit dem Vorstand der Deutschen Bahn (DB), vertreten durch Ronald Pofalla und Werner Lübberink, am 23. April 2018, forderten die Bundestagsabgeordneten Helge Lindh (Wuppertal) und René Röspel (Hagen/südlicher EN-Kreis) klare Aussagen von der DB zur Planung für den ICE-Verkehr auf der Strecke Köln-Berlin.

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Dabei forderten die Bundestagsabgeordneten ausdrücklich, von einer Verschlechterung der Anbindung abzusehen und die Stunden-Taktung beizubehalten. „Eine Verschlechterung der Anbindung Südwestfalens und des Bergischen Lands an den Fernverkehr hätte massive Auswirkungen für die Menschen aber auch für den heimischen Wirtschaftsraum“ betont René Röspel. Mit Blick auf erste Überlegungen, auf der Strecke Köln-Berlin ab dem Jahr 2021 einen ICE-Sprinter nur mit einem Halt in Hannover einzusetzen, ergänzt Helge Lindh: „Eine halbe Stunde weniger Fahrzeit für einige Rheinländer auf der Strecke von Köln nach Berlin darf auf keinen Fall dazu führen, dass der ICE nur noch alle zwei Stunden in Wuppertal und Hagen hält und halb Westfalen abhängt“. „Dies wäre eine massive Verschlechterung des Bahnangebots und für die Fahrgäste nicht nachzuvollziehen“ sind sich Lindh und Röspel einig.

Der Vorstand der Deutschen Bahn nahm während des Gespräches mit den NRW-SPD-Bundestagsabgeordneten zu den Berichten über die Änderung der ICE-Taktung Stellung. Eine Entscheidung hinsichtlich der Stunden-Taktung sei noch nicht getroffen worden. Die Bahn suche derzeit nach akzeptablen Alternativen. Grundsätzlich beabsichtige man für die Strecke Köln-Berlin eine Erweiterung – und keine Einschränkung – des ICE-Bahnverkehrs. Pofalla und Lübberink bestätigten in diesem Zusammenhang Planungen eines ICE-Sprinters auf der Strecke Köln-Berlin. Ein entsprechender Zielfahrplan werde allerdings erst im Sommer präsentiert. Die Entscheidungsfindung soll dabei von einem breiten gesellschaftlichen Dialogprozess begleitet werden. Handlungsbedarf sieht der Bahn-Vorstand aufgrund der hohen Auslastung auch auf der Linie 10 via Wuppertal/Hagen/Hamm. Kritisch beobachtet wird hier insbesondere der mit der Zugteilung („Flügelung“) in Hamm einhergehende Zeitaufwand.

Zu der Stellungnahme des Bahn-Vorstandes äußern sich die Abgeordneten Lindh und Röspel wie folgt: „Die Aussagen des Bahn-Vorstands lassen zumindest darauf hindeuten, dass ein Problembewusstsein bei der Deutschen Bahn vorhanden ist. Die Ankündigung, an adäquaten Lösungen zu arbeiten, genügt uns aber nicht. Wir haben dem Bahnvorstand deutlich gemacht, dass wir eine zwei Stunden-Taktung ablehnen und uns einer Verschlechterung der Anbindung entschieden entgegenstellen werden. Zudem fordern wir Transparenz in der Entscheidungsfindung und eine Einbindung in den Planungs- und Dialogprozess der Deutschen Bahn.“

 

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Kommentare

  1. Miriam Denecke sagt:

    Das ist ja auch im Interesse der Bahn. Für Spontanfahrer ist es doch viel attraktiver zu wissen, dass einfach jede Stunde ein ICE nach Berlin fährt.

    Den Vorteil für Eilige, jeweils die gerade oder ungerade Stunde abpassen zu müssen um eine halbe Stunde Fahrzeit zu sparen, sehe ich dagegen nicht. Und als Demoversion, um interessierten Investoren zu zeigen, wie schnell ein ICE fährt, wenn er unterwegs keine Fahrgäste mitnehmen muss, ist die Strecke irgendwie zu schade.

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