23.01.2018

Film Kino kunst Schlingensief Skulpturenpark Waldfrieden

Auftakt der „Filme zur Kunst“

Zum Auftakt der Reihe „Filme zur Kunst“ wird am Freitag, 26. Januar 2018 „Chance 2000 – Abschied von Deutschland“ von Christoph Schlingensief gezeigt; mit einem anschließenden Filmgespräch mit Thomas Braus.


1998 stand Deutschland vor der Wahl zwischen Helmut Kohl und Gerhard Schröder, hatte 6 Millionen Arbeitslose und eine Volksbühne, an der ein noch nicht allzu bekannter Christoph Schlingensief das Theater umkrempelte. Mit seinem Mammutprojekt CHANCE 2000 inszenierte Schlingensief vor der Wahl nichts weniger als „das größte Theaterstück der Bundesrepublik Deutschland“. Dazu gründete er eine Protestpartei und stellte im Berliner Prater ein Zirkuszelt auf. Welche Ausmaße CHANCE 2000 letztlich annehmen würde, war zu Beginn noch niemandem klar. Manege frei für den Abschied von Deutschland!

Freitag, 26.1.2018, 20 Uhr, Café Podest
CHANCE  2000 – ABSCHIED VON DEUTSCHLAND
DE 2017, 125 Min.
Regie: Kathrin Krottenthaler, Frieder Schlaich
Im Anschluss: Filmgespräch mit Thomas Braus, Intendant der Wuppertaler Bühnen

Die Kartenreservierung ist möglich über Telefon 0202 47898120 oder kino@skulpturenpark-waldfrieden.de Café Podest im Skulpturenpark Waldfrieden Hirschstraße 12 42285 Wuppertal

Filme zur Kunst | Skulpturenpark Waldfrieden in Kooperation mit Movie in Motion
Wie die jüngsten Wahlausgänge in den USA, Frankreich, Österreich und Deutschland gezeigt haben, ist der Erfolg rechtspopulistischer Parteien ein Phänomen, von dem fast alle westlichen Demokratien betroffen sind. Hier wie dort wird diese Entwicklung mit der wachsenden Unzufriedenheit einer Wählerschicht erklärt, die trotz des gesamtwirtschaftlichen Erfolges von prekären Arbeitsverhältnissen und zunehmender Verarmung betroffen ist und die sich durch keine der etablierten Parteien mehr repräsentiert fühlt. Angesichts dessen ist es nicht übertrieben, von einer grundlegenden Krise der parlamentarischen Demokratie zu sprechen. Die Kuratoren der Reihe, Michael Mader und Mark Tykwer, veranlasst dieser beunruhigende Trend dazu, in diesem Jahr eine Auswahl von Filmen zu Künstlern zu zeigen, deren Werk konkrete politische Aktionen umfasst: Dabei interessieren sie sich einerseits für Künstler wie Christoph Schlingensief und Joseph Beuys, die die politische Aktion für ihr künstlerisches Werk nutzbar gemacht haben. Sie stellen aber mit Neo Rauch und Bruno Schulz auch zwei Maler vor, deren Biografien von den Umwälzungen der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts geprägt sind. Julian Rosefeldt schließlich hinterfragt in „Manifesto“ den Totalitarismus der Kunst.

Alle Termine: http://skulpturenpark-waldfrieden.de/filme/vorschau.html

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