19.12.2017

COOKIN’ HOPE — das Lernrestaurant. Flüchtlingsprojekt weiter auf Erfolgskurs.

Nachdem die Startphase des berufsorientierten Förderprojektes erfolgreich durch die Crowdfunding-Finanzierung ging, absolvieren nun sechs Kandidaten aus Guinea, Mali und Syrien ein ganz spezielles Förderprogramm zur konkreten beruflichen Zukunft in der Gastronomie. Der erste Kandidat bekam nun einen Arbeitsvertrag.

Viele haben es sicher schon gehört, gelesen oder ihnen wurde davon erzählt:
Das Cookin’ Hope Lernrestaurant öffnete am 15.11. 
in 
Wuppertal — im SWANE Café auf der Luisenstraße 102a. Es ist ein temporäres Projekt, ein Projekt voller Hoffnung für alle Beteiligten. Und wenn es gut läuft, gibt es vielleicht ein Weiter. 

COOKIN’ HOPE — das Lernrestaurant
soll geflüchtete Menschen in den Beruf begleiten.
Ziel ist die anerkannte Ausbildung, der Job und auch die berufliche Selbstständigkeit.


Eine Crowdfunding Kampagne über die bekannte Plattform Startnext machte den Projektstart überhaupt erst möglich. Ein überwältigendes Engagement aus der Bevölkerung sorgte für das Erreichen der Startfinanzierung und für Motivation der Projektschaffenden.

Nachdem 5000 € zugesichert waren, duften endlich sechs „Azubis“ in den ersten Teil der Cookin’ Hope Ausbildung starten.

In den ersten zwei Monaten, noch bis 15. Januar, profitieren die Teilnehmer nun, im laufenden Betrieb des SWANE Lernrestaurants in der Luisenstraße 102a, von der Grundlagenvermittlung nebst Praxiserfahrung.
Es geht da zum einen um ganz theoretische Dinge, wie zum Beispiel das Wissen um Sicherheitsvorkehrungen, Einsatzplanung, berufsbezogene Sprachlichkeit, Hygieneschulung, Warenbeschaffung und -lagerung.
Zum anderen machen die Teilnehmer direkt den Kaltstart in der Praxis. Das heißt Küchenarbeit mit allem Drum und dran. Parallel absolvieren die Geflüchteten teils tagsüber ihre offiziellen Deutschkurse zur Eingliederung.

Danke für das Foto an ©Andreas Fischer ©Andreas Fischer

Unter Aufsicht der Küchenleitung, stehen die Projektteilnehmer nun jeden Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag am Herd. Es wird gelernt, geschnippelt und gekocht. Die Besucher des Restaurants können sich direkt von der Qualität der unterschiedlichsten Speisen überzeugen.

Teils besitzen die Kandidaten schon umfangreiche gastronomische Erfahrung, führten sogar eigene Restaurants in ihrer Heimat – teils haben sie aber auch nur wenig oder gar keine Erfahrung in diesem Bereich, sehen hier dafür ihre Chance auf eine berufliche Zukunft in Deutschland.

Im zweiten Modul, ab Mitte Januar, kommt dann im Lernrestaurant auch der Servicebereich und der direkte Kontakt mit den Restaurantbesuchern hinzu.

Staatliche anerkannte Förderung:
Im Dritten Modul, von März bis Mai werden die Schützlinge in staatlich anerkannten Workshops und Seminaren von professionellen Ausbildern und Coaches für den „Ernstfall“ gewappnet. Hier geht es dann um Bewerbungsstrategie, Bewerbungsgespräch, und – Unterlagen. Aber auch sogar um Existenzgründung, Wissen um die Behördensysteme, Anträge und Gesetze.

Die Zukunft hat bereits begonnen: Ein Arbeitsvertrag für Mohammed!
Durch die breite Wahrnehmung des Projektes in der Öffentlichkeit konnte bereits einer der Kandidaten, Mohammed Haji, im Lernrestaurant von seinen Fähigkeiten überzeugen. Er erhielt bereits einen offiziellen Arbeitsvertrag und begann in dieser Woche seinen Job im Restaurant L’Osteria in der Erholungsstraße in Wuppertal-Elberfeld.

Und es gibt weitere gute Gründe, an den Erfolg des Projektes zu glauben:
Im Vergleich zu anderen Branchen in Deutschland, hat das Hotel- und Gaststättengewerbe eine hohe Personalintensität, die immer schwerer zu decken ist. Trotz stetig steigender Beschäftigungszahlen ist hier ist der Fachkräftemangel besonders spürbar.
„Die Besetzung der Stellen ist nicht immer einfach. Daher müssen alle Wege genutzt werden. Dazu gehört es auch, Schutzsuchenden eine Einstiegschance über Praktika, die Einstiegsqualifizierung und eine anschließende Ausbildung zu geben.“ (Quelle: www.svz.de/16526051 ©2017)

Nach Silvester die erste Großveranstaltung am 7. Januar von 10 bis 14 Uhr:
Cookin’ HOPE Musikalischer Brunch

Hier wird man sich von am reichhaltigen Buffet von den Fortschritten der „Lehrlinge“ und der Qualität der Speisen überzeugen können. Die Einnahmen des Brunches fließen zum Teil wieder direkt dem Projekt zu, um das dann ab März folgende dritte Modul des Förderprogramms mitzufinanzieren.


Weitere Termine:

COOKIN’ HOPE MUSIKALISCHER BRUNCH
4.2., 4.3., 1.4., 6.5., immer von 10 Uhr bis 14 Uhr.
Lecker brunchen und dazu Live-Musik genießen – eine tolle Verbindung.
Mit verschiedensten Musikern/Bands auf der SWANE-Bühne.

 

Viele weitere nützliche und bewegende Infos gibt es auf dem BLOG zum Projekt:
https://cookinhope.de/#blogposts 

 

Über STARTNEXT werden bis zum Mai 2018 noch weitere Gelder gesammelt. Mehr Geld, bedeutet in diesem falle höhere Ausbildungsqualität, noch bessere Zukunftschancen und vor allem, ein Fortlaufen des Pilot-Projektes.
Wer spenden möchte, kann dies gegen Spendenquittung und auch gegen Einlösen in wunderbare Dankeschöns tun.
Spenden hier! 

Die Flüchtlingshilfe Nordstadt verwaltet alle Spendengelder über den Förderverein Elberfelder Nordstadt e.V.. Sowohl jene, die über die Crowdfundingplattform Startnext eingehen, wie auch die, die direkt dem Projekt Cookin’ Hope zugeführt werden.

 

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