27.11.2017

Reparieren statt Wegwerfen – Ein zweites Leben für Föhn, Handy und Co.

„Wer beim Kauf auch auf die Reparierbarkeit von Föhn, Handy und Co achtet, schont den eigenen Geldbeutel, Umwelt und Klima“

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Der Föhn streikt, das Smartphone-Display hat ‘nen Sprung oder der Reißverschluss am Rucksack klemmt: Die meisten Gebrauchsgegenstände sind früher oder später kaputt. Oft heißt es: eine Reparatur lohne sich nicht, sei im Vergleich zum Neukauf zu teuer oder werde durch verklebte Gehäuse bei Elektrogeräten und Spielzeug verhindert. Mit vielen ausgedienten Geräten landen jedoch auch wertvolle Rohstoffe im Müll.

„Wer beim Kauf auch auf die Reparierbarkeit von Föhn, Handy und Co achtet, schont den eigenen Geldbeutel, Umwelt und Klima“, so Anne Wormland-Ciechanowicz, Umweltberaterin der Verbraucherzentrale in Wuppertal. Anlässlich der Europäischen Woche der Abfallvermeidung (18. bis 26. November) gibt die Verbraucherzentrale in Wuppertal gemeinsam mit dem Projekt MehrWert der Verbraucherzentrale NRW praktische Tipps rund ums Reparieren von Haushaltsgeräten und Alltagsgegenständen:

  • Auf Reparaturfreundlichkeit beim Kauf achten: Elektrogeräte etwa sollten mit herausdrehbaren Schrauben verschlossen und Akkus oder Bauteile in Geräten leicht austauschbar sein. Die Testberichte der Stiftung Warentest und Produkte, die das Umweltzeichen „Blauer Engel“ tragen, geben auch oft Hinweise, wie lange Geräte halten und ob sie gut zu reparieren sind.
  • Mängel rasch reklamieren: Entpuppt sich Neuware aus Laden oder Internet als fehlerhaft, haben Kunden innerhalb der ersten zwei Jahre nach dem Kauf einen gesetzlichen Anspruch auf kostenlose Reparatur oder Ersatz. Um dieses Recht nicht zu schmälern, sollten Kunden innerhalb der zweijährigen Gewährleistungsfrist auf eigene Reparaturversuche verzichten.
  • Teure Überraschungen bei Profi-Reparaturen vermeiden: Vor Reparatur durch Kundendienst, Fachbetrieb oder Handwerker ist das Einholen von Kostenvoranschlägen mehrerer Anbieter ratsam. Aber: In begründeten Fällen kann ein Kostenvoranschlag um 15 bis 20 Prozent überschritten werden. Für Kostensicherheit kann vorher ein Festpreis vereinbart werden.
  • Einfache Reparaturen und Wartungsarbeiten auch für Laien möglich: Hierbei helfen Kurse bei Bildungsanbietern sowie Anleitungen in Fachliteratur oder Internet. Für viele defekte Alltagsgegenstände oder deren Teile – etwa fürs kaputte Smartphone-Displays – sind spezielle Reparatur-Sets im Handel erhältlich. Bei Elektrogeräten gibt oft die Bedienungsanleitung Auskunft, z.B. beim Dichtungstausch in der Kaffeemaschine.
  • Reparatur-Initiativen um Rat und Tat fragen: Wer sich eine Reparatur in Eigenregie nicht zutraut, kann sich auch hilfesuchend an ein Reparatur-Café wenden. Begabte Bastler und Fachleute aus verschiedenen handwerklichen Richtungen vermitteln in den Reparatur-Initiativen kostenlos und ehrenamtlich Anleitungen zur Selbsthilfe. Auskunft über Wuppertaler Repair-Cafés gibt es bei der Umweltberatung unter 0202-693 758-05.

Weitere Informationen unter www.mehrwert.nrw/NRWreparieren

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