14.10.2017

„… dass wir diese Freiheit recht verstehen“

Der NRW-Festakt im Plenarsaal des Landtags wird mit vereinten Kräften aus Wuppertal gestaltet.

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Mit einem Festakt würdigen der nordrhein-westfälische Landtag und die evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen 500 Jahre Reformation. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 17. Oktober, im Plenarsaal des Landtags in Düsseldorf statt. Landtagspräsident André Kuper und die westfälische Präses Anette Kurschus werden Grußworte sprechen; im Anschluss spricht Ministerpräsident Armin Laschet. Die Festrede hält der Journalist und Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages 2019 in Dortmund Hans Leyendecker. Anschließend folgt eine inszenierte Lesung mit Musik unter dem Titel „… dass wir diese Freiheit recht verstehen“. Sprecher sind gut bekannte Schauspieler aus Wuppertal: Bernd Kuschmann und Olaf Reitz.

Die künstlerische Ausgestaltung des Festaktes wurde den Wuppertalern Andy Dino Iussa und Erhard Ufermann (iussa+ufermann kultur wirkt.) übertragen. Musikalisch gestalten die Jazzformation Ufermann und die Elberfelder Mädchenkurrende unter Leitung von Angelika Küpper den Festakt. Wolfgang Kläsener begleitet die Mächenkurrende am Klavier. Andy Dino Iussa hat als Theaterregisseur die Collage angefertigt.

„… dass wir diese Freiheit recht verstehen“

Die Reformation war eine Störung in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Auf der Schwelle zur Neuzeit stellten Menschen vor 500 Jahren ein europaweit bestehendes System religiöser und politischer Weltsicht in Frage. Sie entdeckten Begriffe wie Freiheit, Macht und Verantwortung neu. Die Reformation muss als Ergebnis und zugleich als Beweggrund dieser kulturgeschichtlichen Veränderungen verstanden werden.

Ein allein historisierendes Gedenken wird diesem Geschehen als Grundlegung der Existenz der Protestantischen Kirchen wie auch den zahlreichen gesellschaftlichen, kulturellen und soziopolitischen Impulsen der Reformation nicht gerecht. Das Erinnern „am Ende der Neuzeit“ muss vielmehr neue Fragen im Geist reformatorischen Denkens stellen.

Die Inszenierung „… dass wir diese Freiheit recht verstehen“ der Künstler Andy Dino Iussa und Erhard Ufermann forscht in einer Collage aus Zitaten von über dreißig Autoren nach grundlegenden gesellschaftlichen Verhältnissen, die uns erstarren lassen oder zur Tat bewegen. Sie geht auf die Suche nach Möglichkeiten des Menschseins und der Veränderung im Jahr 2017.

foto:bildarchiv des landtags nordrhein-westfalen/bernd schälte
text:ör-martin göbler mit material von epd und iussa+ufermann

 

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