25.09.2017

Wach werden mit fairem Kaffee

Kaffee ist mehr als nur ein morgendlicher Wachmacher: 162 Liter trank jeder Deutsche im Jahr 2016. Das einstige Luxusprodukt ist inzwischen Alltagsgetränk. „Allerdings werden nur vier von 100 Tassen mit fairem Kaffee gefüllt

Kaffee ist mehr als nur ein morgendlicher Wachmacher: 162 Liter trank jeder Deutsche im Jahr 2016. Das einstige Luxusprodukt ist inzwischen Alltagsgetränk. „Allerdings werden nur vier von 100 Tassen mit fairem Kaffee gefüllt“, so Anne Wormland -Ciechanowicz, Umweltberaterin der Verbraucherzentrale in Wuppertal, und möchte zur Fairen Woche vom 15. bis 29. September für Kaffeebohnen aus fairem Handel werben.
Bohnen und Pulver mit fairem Label, das Produzenten gerechte Entlohnung und langfristige Abnahmen sichert, sind inzwischen fast überall im Angebot. „Weil der Begriff ‚fair‘ jedoch gesetzlich nicht geschützt ist und immer mehr Produkte mit solchen Labeln auf dem Markt sind, wird der faire Genuss oft zum Lesen im Kaffeesatz“, hat sie folgende Tipps, damit es beim fairen Wachmacher kein böses Erwachen gibt:

Aktuelle Stellenangebote:

• Welchen Siegeln vertrauen?: Bei Lebensmitteln können sich Käufer gut am hellgrün-blauen Fairtrade-Siegel auf schwarzem Grund orientieren. Auch die Zeichen und Schriftzüge der traditionellen Fair-Handelshäuser wie Gepa, El Puente, dwp sowie die Produkte aus den Weltläden sind vertrauenswürdige Hinweise für fair gehandelte Waren.
• Vorteil für Kaffeebauern: Der Kaffeepreis unterliegt auf dem Weltmarkt starken Schwankungen. Grund sind zum einen Spekulationsgeschäfte, aber auch die angesichts des Klimawandels erschwerten Anbaubedingungen, mit denen die Kleinbauern in den Ländern des Südens zu kämpfen haben. Der faire Handel gibt ihnen Planungssicherheit durch garantierte Mindestpreise und langfristige Handelsbeziehungen. Da 80 Prozent der Kaffeebohnen auf den Feldern von Kleinbauern wachsen, sind diese besonders auf die Unterstützung angewiesen, um im Wettbewerb mit Großplantagen zu
bestehen.
• Fairer Kaffee ist oft auch Bio: 75 Prozent des fair gehandelten Kaffees ist Bio-zertifiziert. So genießen faire Kaffeetrinker häufig auch die Vorteile des ökologischen Anbaus, bei dem zum Beispiel auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet wird. Zum Coffee-Fair-Day, am Freitag, 29.09.2017, lädt das Team an der Schloßbleiche zu einer Kostprobe fairen Kaffees ein. Interessierte können fairen Kaffee probieren und weitere Faire Produkte kennenlernen.
Weitere Informationen unter: www.verbraucherzentrale.nrw/label-faire-lebensmittel

Anmelden

Kommentare

Neuen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.