Stadt Wuppertal räumt Hochhaus an der Hilgershöhe

Statement der Stadt Wuppertal, zur Räumung des 11stöckigen Hochhauses an der Hilgershöhe im Wortlaut

     Evakuierung Hochhaus Hilgershöhe Wuppertal ©Holger Battefeld

 

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Das verheerende Feuer im Hochhaus Grenfell Tower im Londoner Bezirk Kensington hat auch Konsequenzen in Wuppertal:
Zur Stunde lässt die Stadt ein elfgeschossiges Hochhaus im Wuppertaler Quartier Hilgershöhe räumen. Grund ist eine brennbare Fassade an dem Haus in Kombination mit Rettungswegen, die über Außenbalkone führen und im Brandfall womöglich nicht mehr genutzt werden können.

In dem Hochhaus sind 72 Menschen gemeldet. Die Bewohner werden zurzeit von Mitarbeitern der Bauordnung, des Ordnungsdienstes, der Feuerwehr und der Polizei über die zu ihrer Sicherheit notwendige Räumung informiert und aus ihren Wohnungen begleitet.

Hochhaus-Evakuierung ©Holger Battefeld

Hilfebedürftige Bewohner bekommen Unterstützung vom Ordnungs- und vom Rettungsdienst der Feuerwehr. Die Bewohner, die nicht kurzfristig bei Verwandten oder Freunden unterkommen können, werden von der Stadt in komplett ausgestatteten Wohnungen untergebracht.  Sobald die brennbare Fassade – und damit die Gefahr – vom Eigentümer beseitigt worden ist, kann das Gebäude wieder genutzt werden.

Hochhaus-Evakuierung

„Es ist eine einschneidende Maßnahme für die Menschen, die dort wohnen“, erklärte Baudezernent Frank Meyer während der Räumungsaktion. „Das ist uns bewusst. Aber in Kenntnis von London wurde eine Neubewertung der Gefahrenlage notwendig. Wenn unmittelbare Gefahr für Leib und Leben besteht, müssen die Menschen in Sicherheit gebracht werden.“

Eine Betreuung der betroffenen Menschen wird auch über die Evakuierung hinaus von der Stadt sichergestellt.

Quelle: Stadt Wuppertal https://www.wuppertal.de/pressearchiv/meldungen-2017/juni/102370100000781042.php

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Kommentare

  1. Andreas sagt:

    „Es ist eine einschneidende Maßnahme für die Menschen, die dort wohnen“, räumt Wuppertals Baudezernent Frank Meyer ein. „Das ist uns bewusst.“

    Nein. Das ist Herrn Meyer nicht bewusst.

    Wenn die Brandschutzmängel schon so lange bestehen und seit 2010(!) bekannt sind, könnte die Behörde jetzt auch besonnen reagieren, indem sie den Bewohnern die notwendige Zeit zum Auszug einräumt und währenddessen Brandwachen (an Stelle von Sicherheitsdiensten) installiert. Die Fassadenerneuerung wird wohl keine Sache von ein paar Tagen sein. Nach 7 Jahren Untätigkeit eine Reaktion wie bei einem Bombenfund zu starten, ist vollkommen unangemessen.

    Die Evakuierungsaktion ist ähnlich wie in London eine Mischung aus Planlosigkeit und politischem Populismus auf dem Rücken der Hausbewohner.

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