02.06.2017

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Erhalt der Förderschulen ist eine Chance für die Inklusion

Die Fraktion der Freien Demokraten im Rat der Stadt Wuppertal befürwortet ausdrücklich den Erhalt der Förderschulen als ein Ergebnis der Koalitionsverhandlungen zwischen FDP und CDU auf Landesebene.

„Das ist ein großartiges Signal für eine nachhaltig gute und individuelle Bildung unserer Kinder und eine echte Chance für die Inklusion“, so Karin van der Most, schul- und bildungspolitische Sprecherin der FDP-Ratsfraktion.

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Die aktuelle VBE-Umfrage unter den Lehrkräften zeigt offenkundig, in welch hohem Maß die Inklusion in NRW überstürzt und ohne qualitatives Fundament umgesetzt wurde. Das bisherige Vorgehen von Rot-Grün und die gegenwärtigen Rahmenbedingungen sind für eine individuelle Förderung aller Kinder und Jugendlichen völlig unzureichend.

Für Karin van der Most ist es jetzt wichtig, die Voraussetzungen für eine qualitätsvolle Umsetzung der Inklusion an den Regelschulen zu schaffen. Gleichzeitig muss den Eltern die Wahlmöglichkeit zwischen den Förderorten wieder zugesichert werden. „Viele Eltern merken, dass ihre Kinder in den Regelschulen nicht optimal gefördert werden und wünschen sich wieder die Möglichkeit einer alternativen Beschulung. Wir müssen deshalb die Förderschulen erhalten.“

Der zwischen CDU und FDP vereinbarte Stopp der Förderschulschließung ist daher eine erste wichtige Maßnahme. „Wir freuen uns sehr, dass die verbliebenen Förderschulen in Wuppertal nun gesichert sind und Diskussionen um Schulschließungen der Vergangenheit angehören. Wenn Inklusion gelingen soll, dann müssen erst die Rahmenbedingungen stimmen.“

 

In den nächsten Jahren muss es darum gehen, Schritt für Schritt die dringend notwendigen Verbesserungen umzusetzen, um dem Auftrag der Inklusion bestmöglich zu entsprechen.

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Kommentare

  1. Inklusion ist Menschenrecht und damit nicht verhandelbar. Die BRD ist verpflichtet, die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen und voranzutreiben.
    Das alles kostet Geld. Nimmt man Geld in die Hand, stimmen auch die Rahmenbedingungen- bei sprudelnden Steuereinnahmen wohl nicht das Problem.
    Eltern und Kinder können nicht Jahre warten, damit „Schritt für Schritt“ Verbesserungen umgesetzt werden. Man braucht diese sofort, das ist möglich, wenn man den Geld in die Hand nimmt (nehmen will)!

    1. Lukas sagt:

      Ansprüche gibt es genug: Inklusion von Behinderten, Integration von Flüchtlingen, Englisch ab der 3. Klasse und neuerdings die Einführung des Fachs Wirtschaft. Da werden ja haufenweise sozial kompetente Jungmanager die Regelschulen verlassen – oder haben wir da was vergessen? Deutschkenntnisse? Grundrechenarten? Damit gewinnt man keine Wahlen.

      Lehrer? Ach ja, Mist, das Ganze muss ja auch umgesetzt werden. Dummerweise kosten Lehrer 1.) Geld und 2.) gibt es kaum noch welche, die man einstellen könnte. Die Arbeitsbedingungen haben sich nämlich herumgesprochen. Wer sich mitfühlend, mutig und engagiert in der Schule einsetzt, steuert in Rekordzeit auf den Burnout zu. Dienst nach Vorschrift und das Verschieben von Zuständigkeiten helfen beim täglichen Überleben.

      Was jetzt gefragt ist, sind Politiker, die

      1.) sich Zeit nehmen, die tatsächliche Situation an den Schulen herauszufinden und keine Werbeagentur dafür beauftragen

      2.) erkennen, dass sich Achmed weder für Äquivalenzumformungen noch das Tracheensystem der Fruchtfliege interessiert, solange er die Lehrerin nicht versteht. Und, dass die lernbehinderte Amelie an einer Förderschule mehr mitbekommt, als auf einem Gymnasium, an dem der individuell zugeteilte Sonderpädagoge nur auf dem Papier existiert. Und, dass Kinder, die ihre Kriegstraumata in Aggressionen verarbeiten, nicht nur eine Gefahr für sich selber sind.

      3.) mit einfachen Maßnahmen die Mindestvoraussetzungen für einen funktionierenden Lehrbetrieb erhalten und so die vorhandenen Lehrer von fachfremden Aufgaben entlasten anstatt sie mit ideologischen Reformen zu entnerven.

      Inklusion mag Menschenrecht sein. Aber Rechtsansprüche generieren weder Kitaplätze noch gute Pädagogen. Papier ist geduldig. Kinder sind das nicht. Ehrlichkeit ist jetzt gefragt.

      1. @ Lukas

        Ich gebe Ihnen in allen Punkten Recht- bestätigt allerdings meine Aussage, dass alles eine Frage des (Steuer)Geldes ist -und davon ist genug da…

        1. Lukas sagt:

          Vieles – ja. Lehrer leider nicht. Der Arbeitsmarkt ist leer. Und nicht mal Seiteneinsteiger lassen sich noch gerne für EG 11 oder 13 verheizen.

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