31.05.2017

Mut zur gemeinsamen Verantwortung

Pfingstmontag feiern die Wuppertaler ein Fest mit evangelischer, katholischer, orthodoxer und freikirchlicher Beteiligung.

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Christusfest am Pfingstmontag auf dem Laurentiusplatz: „Mut machen zur gemeinsamen Verantwortung für unsere Welt“

Am Pfingstmontag feiern die Wuppertaler Kirchen ein ökumenisches Christusfest mit evangelischer, katholischer, orthodoxer und freikirchlicher Beteiligung auf dem Laurentiusplatz. 500 Jahre nach Beginn der Reformation geht es darum, den Glauben miteinander zu feiern und die ökumenische Gemeinschaft zu stärken. Dabei steht der gemeinsame Glauben an Jesus Christus als konfessionsverbindendes Element im Mittelpunkt.

Unter der Überschrift „Wir feiern gemeinsam Christus“ beginnt am Pfingstmontag (5. Juni) ab 12.30 Uhr ein Programm für die ganze Familie. Der Ökumenische Gottesdienst mit Taufgedächtnis und Musik findet um 12.30 Uhr statt. Bereits ab 12 Uhr gibt es ein musikalisches Bühnenprogramm. Ab 13.30 Uhr werden zahlreiche Mitmachaktionen angeboten. Für die Kinder kommt das Spielmobil, und es wird eine Hüpfburg aufgebaut. Vor allem aber gibt es Zeit für Gespräche, zum Kennenlernen und Austauschen. Mit dem Schluss-Segen um 15.30 Uhr endet die Open-Air-Veranstaltung.

„Vor der Gnade Gottes, die uns in Jesus Christus begegnet, hat keine Kirche der anderen etwas voraus, keine Gemeinde der anderen. Da sind wir gleich angewiesen und teilen denselben Zuspruch, dass wir Angenommene sind, aus Gottes freien Stücken“, betont Wuppertals Superintendentin Ilka Federschmidt vor dem Christusfest.  Voller Vorfreude auf die Veranstaltung am Pfingstmontag sagt sie: „Es wird uns ein Vergnügen sein und gut tun, unseren Glauben gegenseitig bestärken. Es wird uns Mut machen, gemeinsam Verantwortung für unsere Welt zu übernehmen.“

Herbert Gondolf, Vorsitzender der  AcKuG, betont, dass die Reformation alle Christen angeht, denn für alle christlichen Kirchen gelte der Wunsch Jesu, „Alle sollen eins sein (Jo 17,21)“. Gondolf möchte nicht länger primär auf die Ursachen der Spaltungen schauen, „sondern optimistisch und mit Blick auf die Zukunft den gemeinsamen Glauben in den Blick nehmen“. Stadtdechant Dr. Bruno Kurth freut sich, dass nicht mehr das Trennende und die gegenseitige Abgrenzung zwischen den christlichen Kirchen im Vordergrund stehen, sondern das Gemeinsame.  Im Tal gibt es aus seiner Sicht einen weiteren Grund zu Freunde:  „In Wuppertal gibt es enorm viele Früchte der ökumenischen Bewegung, die den Kirchen und Gemeinden und darüber hinaus sehr vielen Menschen in der Stadt nützen.“

Das Christusfest in Wuppertal ist eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen und Gemeinden in Wuppertal (ACKuG ). Die ACKuG gibt es in Wuppertal seit 1970. Das Verlangen vieler Christen nach kontinuierlicher Zusammenarbeit führte damals dazu, dass die beiden evangelischen Kirchenkreise Barmen und Elberfeld, das katholische Stadtdekanat und einige Freikirchen die ACKuG gründeten und ihre Delegierten offiziell in dieses Gremium entsandten. Zur Zeit gehören der ACKuG zwölf Mitglieder und Gastmitglieder an.

Zum Hintergrund: Die EKD und die Bischofskonferenz hatten angestoßen, im Rahmen des Reformationsjubiläumsjahrs am Pfingstmontag ein ökumenisches Christusfest zu begehen. Darum werden an vielen Orten in ganz Deutschland Christusfeste gefeiert.

text: nikola dünow/öffentlichkeitsreferat

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