12.05.2017

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Premiere des Dokumentarfilms »Gemeinsam allein sein« am 15.05. um 19:00 Uhr

Am 15.05.2017 findet um 19:00 Uhr im Rex Filmtheater Wuppertal (Kipdorf 29) die Filmpremiere der Dokumentation »Gemeinsam allein sein« über ein ungewöhnliches Beziehungs- und Wohnmodell fürs Alter statt.

 

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Über das Porträt dieses ungewöhnlichen und provokanten Wohn- und Beziehungsmodells lässt die Dokumentation die ZuschauerInnen ihre eigenen Vorstellungen vom Leben und Lieben im Alter reflektieren.

Der Eintritt in die Veranstaltung kostet 5,– €.

Im Anschluss an die Film­aufführung gibt es eine Publikums­­diskussion. Kartenreservierungen beim Medienprojekt Wuppertal über www.medienprojekt-wuppertal.de.
Vorbestellte Karten müssen bis 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung im Foyer des Kinos abgeholt werden.

Gemeinsam allein sein
Porträt eines ungewöhnlichen Wohn- und Beziehungsmodells

„Wenn man älter wird, wird manches schwieriger.“ Sabine und Bert beschließen beim Eintritt ins Rentenalter, ihr hübsches Reihenhaus im Dorf vor Darmstadt zu verlassen, in dem sie ihre drei Kinder großgezogen haben. Als Vorbereitung aufs Altwerden kaufen sie sich in einem Darmstädter Neubaugebiet zwei Eigentumswohnungen, Tür an Tür. Zwischen den Wohnungen lassen sie eine Verbindungstür einbauen, die man mal auflassen, mal schließen kann.

Der Film begleitet das Paar bei seinem Umzug ins neue Leben. „Die meisten Menschen denken zu spät über das Altern nach“, sagt Sabine. Früh genug wollten sie ihre Zukunft so klären, dass alles kommen kann, denn „zuhause sterben geht nicht im Reihenhaus!“ Zu viele Treppen im Haus verhindern dort das Altwerden. „Wenn jemand Pflege braucht, geht das getrennt besser“, sagen sie und denken weit voraus. „Einer wird als erster sterben, dann kann man die Wohnungen separieren und der andere bleibt in seiner Umgebung.“ Auch ihren Kindern hoffen sie, damit Arbeit und Verantwortung abzunehmen.

Daneben suchten sie ein Beziehungsmodell fürs Alter, das zugleich die Autonomie des Einzelnen und die Liebe als Paar erhält. Nachdem ihre Kinder ausgezogen waren, sahen sie sich in einer Krise und fragten sich: „Wollen wir gemeinsam alt werden?“ Vor allem Sabine suchte Raum und Freiheit nach der fremdbestimmten Kindererziehung. „Ich brauche Ruhe und Stille für mich allein und will nicht mehr alles teilen mit Mann und Kindern.“ Im Dorf war Sabine alles zu nah, sie sehnte sich nach Anonymität. Und auch Bert hatte sich der Ordnung seiner Frau untergeordnet, als er gearbeitet hat. Jetzt will er so leben, „wie er Bock hat.“

Die doppelte Wohnung ist nun eine Hilfe und ein Schutzraum im Alter. Jeder hat seinen eigenen Bereich. Sie wollen nicht getrennt, sondern zusammenleben – aber mit mehr Freiraum, jeder mit seiner persönlichen Ordnung und Sauberkeitsvorstellung, jeder mit seinem unterschiedlichen Lebensrhythmus. „Zu viel Nähe tötet die Liebe“, ist ihre Einsicht nach langen Ehejahren. Sie wollen sich weiter auf den anderen freuen, neugierig aufeinander bleiben. So ist die Beziehung entspannter und im Streit wird auch schon mal die Verbindungstür zugeknallt und bleibt dann tagelang zu.

Der Film wird ab der Premiere deutschlandweit als Bildungs- und Aufklärungsmittel auf DVD vertrieben. Bestellung über www.medienprojekt-wuppertal.de.

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