04.05.2017

7. Gesamtschule Gunhild Böth Ratsfraktion DIE LINKE

LINKE-Ratsfraktion sieht sich durch neue Schulanmeldezahlen bestätigt:

7. Gesamtschule dringend nötig – Kinder im Wuppertaler Osten sind doppelt benachteiligt!

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In der Schulausschusssitzung am 3.5. lagen die Zahlen auf dem Tisch: 350 Kinder konnten – entgegen dem Wunsch ihrer Eltern – keinen Platz an einer Gesamtschule erhalten. Das ist für Wuppertal nicht neu. Neu ist aber, dass nun Zahlen vorliegen, die die doppelte Benachteiligung der Kinder im Wuppertaler Osten aufzeigen.

Dass es Kinder aus armen Familien schwer in ihrem Bildungsweg haben, weiß spätestens seit den PISA-Untersuchungen jedes Kind. „Dass aber Kinder im Wuppertaler Osten nicht nur oft aus armen Familien kommen, sondern auch noch doppelt benachteiligt werden, ist doch unglaublich“, empört sich Gunhild Böth, schulpolitische Sprecherin und Fraktionsvorsitzende der LINKEN.

Wieso „doppelt benachteiligt“?

Dass die Chancen, einen besseren Bildungsabschluss zu erreichen und damit bessere Startchancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben, an Gesamtschulen höher sind, weiß man, seit vor Jahren bekannt wurde, dass über 70% der Abiturient*innen an Gesamtschulen überhaupt keine Gymnasialempfehlung hatten. Die IGLU-Untersuchungen führen das darauf zurück, dass die Grundschulempfehlungen wenig valide sind; die PISA-Studien zeigen, dass die soziale Herkunft die stärkste Barriere für die Aufnahme in ein Gymnasium ist.

Im gegliederten Schulsystem hätten also viele Jugendliche nie ihren „höheren“ Schulabschluss erreicht – das ist die große Leistung der Gesamtschule, jede und jeden zu fördern.

Das wissen nun viele Eltern und wünschen sich einen Platz an einer Gesamtschule in Wuppertal, zu Recht, wie DIE LINKE findet. Dem stehen aber zu wenig Plätze gegenüber.

„Wenn Eltern im Wuppertaler Osten einen Gesamtschulplatz wünschen, haben sie schlechte Chancen, falls ihr Kind nicht mindestens eine Realschulempfehlung hat“, konstatiert Gunhild Böth und weiter: „Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: In Elberfeld haben alle Kinder eine Chance, in Barmen und Langerfeld nur die sogenannten besseren. Das darf auf keinen Fall sein, denn die Bildungschancen der Kinder dürfen auf keinen Fall vom Stadtteil abhängen, in dem sie wohnen. Daher brauchen wir dringend eine weitere Gesamtschule in Barmen/Oberbarmen und eine gerechtere Aufnahme!“

DIE LINKE fordert bereits seit langem eine weitere Gesamtschule, da jedes Jahr über 300 Kinder, im nächsten Schuljahr sogar 350 keinen Platz erhalten.

 

 

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Kommentare

  1. Fastfoot sagt:

    Die Linke fordert mal wieder. Ist ja ganz was Neues.
    Erläutern Sie bitte die Finanzierung der weiteren Gesamtschule. Etwa durch Steuer-, Abgaben- und Gebühren-Erhöhungen?

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