12.04.2017

Doppelkonzert: Horst Wegener und Stella Chiweshe am 13.04. um 20H im SWANE Cafe

La Grande Dame Zimbabwes meets Jugendkultur Hip Hop...

Der in Ecuador geborene, sich jedoch zu Wuppertal bekennende Rapper, kommt am 13.04. zu uns ins SWANE. Horst Wegener ist ein Kompromiss zwischen der Jugendkultur Hip Hop und der Vorliebe zur Livemusik. An diesem Abend wir er mit dem Klavier als Rhythmusinstrument einen Einblick in seine momentane Gedankenwelt geben. Mit dem Schreiben seiner Texte verarbeitet er seine Gedankengänge in Zeilen, diese sind mal kritisch, mal zuversichtlich mal naiv. Sein Programm ist zwar mit 40 Minuten recht kurz, aber das macht nichts, denn der Inhalt wirkt sicher noch Tage nach.

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Danach betritt Stella Chiweshe die Bühne. Sie hat ein beqwegtes Leben hinter sich und das spürt man ihren Liedern nach….
Von der Arbeit als Magd in einem kolonialen Haushalt zu einer der bedeutendsten und erfolgreichsten Frauen-Aktivistinnen derafrikanischen Musikszene. Stella Chiweshes Bühnenprogramm überzeugt mit einer Fülle von bezaubernder Musik.

Geboren im Mujumi-Dorf, Mhondoro, Simbabwe im Jahre 1946, begann Stella Rambisai Chiweshe Nekati ihre Karriere als Sängerin und spielte die Mbira Dzavadzimu (Stimme der Vorfahren), während sie als Dienstmädchen in einem kolonialen Haushalt lebte. Als sie Mitte der sechziger Jahre das klassische zimbabweische Daumen-Klavier spielte, war jenes eigentlich immer noch für männliche Spieler vorgesehen. Frauen an diesem beihahe heiligen Instrument waren nicht gern gesehen. Die Mbira ist ein Medium für die Wiedergabe von Songs, die seit Jahrhunderten von Generation zu Generation übergeben werden, Lieder der Befreiung, spirituelle Erfahrung und sozialer Kommentar, Lieder, die für die Kontaktaufnahme mit den Geistern der Shona-Leute verwendet werden.

Hintergrundwissen:
In der traditionellen Shona-Kultur bleiben die Menschen auch nach ihrem Tod ein Teil der Gemeinschaft. Bei besonderen Zeremonien werden sie von den Klängen der Mibira zurückgerufen und besitzen eine Person, durch die sie mit den Lebenden kommunizieren. Als Simbabwe noch die Rhodesien des weißen Siedlers war, fing Stella Chiweshe an, unterirdische Anerkennung als Musikerin und Medium bei diesen Zeremonien zu erhalten, die damals noch verboten waren.

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