10.04.2017

Kultur Schauspiel; Theater; Bühnen; Don Quijote; Windmühlen; Robert Sturm; Riedel Communications Veranstaltungen

Regionale Unternehmer fördern Don Quijote: Gemeinsam gegen Windmühlen

„Wer spürt nicht ab und zu den Wunsch, unserer Realität den Rücken zu kehren oder sie radikal zu verändern und in einer anderen, vielleicht besseren Wirklichkeit zu leben? Genau das tut Don Quijote.“ (Robert Sturm)

Anne-Catherine Studer (Dulcinea) und Marco Wohlwend (Don Quijote)

Seit kurzem probt das Team von „Don Quijote de la Mancha“ in den imposanten Riedel-Hallen, wo ab 11. Mai bis in den Juni auch die Aufführungen stattfinden. Nach dem großen Erfolg von „Romeo und Julia“ im Jahr 2015 realisiert der Wuppertaler Regisseur Robert Sturm hier zum zweiten Mal ein spartenübergreifendes Theaterprojekt. Während mehrerer Wochen entwickeln die beteiligten Künstlerinnen und Künstler das Stück in einem offenen Arbeitsprozess. Nicht nur Schauspiel und Tanz, auch Musik und Film sind wichtiger Teil der Inszenierung in der großen Fabrikhalle.

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Außer den Wuppertaler Bühnen ist die Firma Riedel Communications an der Uellendahler Straße eine wichtige Unterstützerin – sie stellt ihre Halle V für Proben und Aufführungen zur Verfügung. „Wir fördern gerne Veranstaltungen wie diese, denn Kultur ist ein wichtiger Standortfaktor“ so Markus Riedel und empfiehlt direkt: „Man sollte sich rechtzeitig Tickets sichern. Bei ‚Romeo und Julia‘ waren wir schon vor der Premiere ausverkauft.“ Solches unternehmerisches Denken tut der Kultur gut – und das hat in Wuppertal eine lange Tradition.

Fruchtbare Wechselbeziehung von Kultur und Kommerz

So wäre die aufwändige Umsetzung des neuen Don Quijote auch nicht möglich gewesen, ohne die weitere großzügige Unterstützung von Wuppertaler Firmen, Stiftungen und Privatleute (u.a. Jackstädt-Stiftung, Familienministerium NRW, Stadtsparkasse Wuppertal, Vorwerk, WSW u.v.a.). „Ohne Wuppertals Unternehmer und Kunstförderer können wir solche Projekte nicht realisieren!“ erklärt Robert Sturm.

„Die Wechselbeziehung zwischen Kunst und Kommerz ist fruchtbar“, sagt PR-Frau Dr. Alexandra Rosenbohm: „Sie erschöpft sich nicht im Abdruck des Sponsorenlogos auf Flyer oder Plakat oder im Sektempfang für die Förderer.“ Geplant sind nämlich Probenbesuche der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter. „’Probenluft schnuppern‘ heißt das bei uns und ist ein erfolgreiches Konzept“, so Antje Lieser von wuppertalaktiv!. Anfang Mai unternimmt sie mit etwa 40 Mitgliedern ihren Kulturausflug zu den Proben von Don Quijote – Motto: „Gemeinsam gegen Windmühlen“. Dabei gibt Regisseur Robert Sturm spannendes Hintergrundwissen zu diesem erneut mutigen kulturellen Unterfangen preis und steht zusammen mit einigen Schauspielern für Fragen zur Verfügung.

In Szene gesetzt wird die Geschichte von Don Quijote (Bühnenfassung von Hubert Schirneck und Robert Sturm) in Kooperation von Künstlern aus Wuppertal und der Region. Neben Robert Sturm sind dies weitere ehemalige Mitarbeiter von Pina Bausch, wie Jean Sasportes und Matthias Burkert. Der ist für die Musik verantwortlich – zusammen mit Komponistin Carolin Pook, Musiker Uwe Fischer-Rosier und der Klangkünstler Marcus Beuter. Es spielt das Schönberg-Ensemble der Musikhochschule in der Einstudierung von Werner Dickel. Einige der Darsteller werden viele der Wuppertaler Theaterbesucher aus den Ensembles der letzten Jahrzehnte kennen, es treten auf: Marco Wohlwend, Thomas Gimbel, Ingeborg Wolff, Jörg Reimers, Anne-Catherine Studer, Bernhard Glose, Jonas Eckert und Jean Laurent Sasportes.

Premiere ist am 11. Mai, 19.30 Uhr, in der Halle V der RIEDEL Communications, Uellendahler Str. 353, 42109 Wuppertal. Weitere Aufführungen finden statt am 14., 16., 17., 25., 26., 30. Mai und am 3., 4., 5., Juni jeweils um 19.30 Uhr. Karten (29€, ermäßigt 14€) gibt es bei der Ticket-Hotline (0202 5637666) und im Internet unter www.kulturkarte-wuppertal.de

Weitere Information: www.facebook.com/donquijotewuppertal

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