Ganz Ohr für alle Wuppertaler

Oberbürgermeister Andreas Mucke besucht die Telefonseelsorge Wuppertal - und ist sichtlich beeindruckt.

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Intensiver Erfahrungsaustausch…

Die Zahlen beeindrucken: 17.000 Anrufe führt die Telefonseelsorge Wuppertal in einem Jahr. Und das sind nur die, die tatsächlich durchkommen. Ganz Ohr sind die 74 ehenamtlich Mitarbeitenden zwischen 32 und 81 Jahren rund um die Uhr. „Gerade Nachts steht das Telefon nicht still“, sagt eine Mitarbeiterin und berichtet Oberbürgermeister Andreas Mucke über ihre Erfahrungen mit ihrem Ehrenamt. „Einsamkeit, psychische Krankheiten und Depressionen sind häufige Themen der Gespräche.“ Aber genau dafür seien sie ja auch so hervorragend ausgebildet: Über ein halbes Jahr und 120 Ausbildungsstunden zieht sich die Vorbereitung, bevor ein Telefonseelsorger das Telefon in die Hand bekommt, erläutert Pfarrer Joachim Hall, vertretungsweise Leiter der Wuppertaler Telefonseelsorge, die Grundlagen der Ausbildung.

… mit Oberbürgermeister Andreas Mucke.

Der Oberbürgermeister ist sichtlich beeindruckt: „Ich wusste bisher nicht, dass diese wichtige Einrichtung so umfassende Aufgaben wahrnimmt; und dass sie von den beiden Kirchen getragen wird. Das ist ein toller und verantwortungsvoller Dienst, den sie hier für die Menschen in unserer Stadt, und damit für uns alle, tun. Sie schlagen sich die Nächte um die Ohren, damit es anderen besser geht. Das ist wirklich bewundernswert.“

Auf seine Frage, wie den Anrufern denn geholfen werden kann, ist die Antwort schlicht: „Durch Zuhören und Verständnis. Mit Ratschlägen halten wir uns zurück, denn Ratschläge sind auch Schläge. Wir geben Hilfe zur Selbsthilfe.“ Aber, so eine andere Telefonseelsorgerin, man nehme auch persönlich viel mit: Die Dankbarkeit der Anrufenden, die Gemeinschaft der Mitarbeitenden untereinander seien nicht zu bezahlen.

Gruppenbild mit OB

Seit 52 Jahren gibt es die Ökumenische Telefonseelsorge in Wuppertal. Eine Arbeit, die weitgehend im Verborgenen geschieht, denn die Mitarbeitenden bleiben anonym und sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Wen wundert es, dass bei der Zahl der Anrufe dringend neue Mitarbeitende gesucht werden. „Wir suchen Menschen, die mitten im Leben stehen, die neugierig sind und die Menschen mögen“, sagt Joachim Hall zum Profil. „Und in einem ersten Gespräch klären wir die Eignung der Person grundsätzlich ab.“ Im Frühjahr beginnt der nächste Ausbildunskurs. Anmeldungen sind möglich. Andreas Mucke versprach, nach Kräften die Suche nach Mitarbeitenden zu unterstützen: „Denn diese Arbeit ist wichtig. Für die Menschen und für unsere Stadt. Und ich bin froh, Sie und Ihre Arbeit heute kennengelernt zu haben“

text/foto: werner jacken/ör

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