07.11.2016

Förderung Investitionen Regionales Wirtschaftsförderungsprogramm RWP Wirtschaftsförderung Wuppertal

Geld für Unternehmensinvestitionen

Kleine und mittelständische Unternehmen haben dank des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms die Chance auf nicht rückzahlbare Zuschüsse des Landes. Die ersten Wuppertaler Unternehmen sind bereits in den Genuss gekommen.

Ziel der Förderung ist es, Investitionsanreize zur Schaffung und Sicherung von zusätzlichen Dauerarbeits- und Ausbildungsplätzen zu geben. Das Regionale Wirtschaftsförderungsprogramm – gewerblich (RWP.NRW) richtet sich insbesondere an kleine und mittelständische Unternehmen aus Industrie, Handwerk und Dienstleistung. „Meist werden durch Fördermittel nur die Großen unterstützt, für uns kleine, oft familiengeführte Unternehmen gab es bisher kaum Möglichkeiten“, weiß Angelika Koch von Koch Werkzeugbau. Das Unternehmen hat jedoch gerade die Bewilligung erhalten und bekommt für seine Gesamtinvestitionen von 800.000 Euro für die Erweiterung des Maschinenparks einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von 160.000 Euro.

Das Familienunternehmen Koch Werkzeugbau ist gut gerüstet für die Zukunft (v.lks.n.r.: Julia Sümnich, Benjamin Koch, Angelika Koch und Bernd Koch)Das Familienunternehmen Koch Werkzeugbau ist gut gerüstet für die Zukunft (v.lks.n.r.: Julia Sümnich, Benjamin Koch, Angelika Koch und Bernd Koch) ©Alexandra Dicks

Mit dieser Investition ist das Unternehmen gut auf einen neuen Großkundenauftrag vorbereitet. Der Zuschuss in Höhe von 20 Prozent war in diesem Fall an die Schaffung von vier neuen Arbeitsplätzen gebunden. Aufgrund der Erweiterung hat die Firma sogar sieben neue Mitarbeiter/innen eingestellt und es werden wohl noch mehr.
Nicht an die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen gebunden war die Förderung bei der Berger Gruppe. Hier hat man als arbeitsplatzerhaltende Maßnahme für den Neubau einer Halle nicht rückzahlbare Mittel in Höhe von 90.000 Euro, also 10 Prozent der Gesamtinvestition von 900.000 Euro erhalten. Wir sind auf das Programm aufmerksam geworden und haben uns dann mit der Wirtschaftsförderung in Verbindung gesetzt, berichtet Dr. Andreas Groß von der Berger Gruppe. Hier steht Necla Gündüz als Ansprechpartnerin parat. Grundsätzlich für Förderungen zuständig hat sie sich in das Thema RWP intensiv eingearbeitet und erläutert das Programm gerne vor Ort. „Der Antrag war nicht kompliziert. Ich kann nur jedem Unternehmen empfehlen, sich um diese Förderung zu bemühen“, ist Groß begeistert.

Förderung macht es (mit) möglich: Neue Halle der Berger Gruppe Förderung macht es (mit) möglich: Neue Halle der Berger Gruppe ©Berger Gruppe/Groß

Gut begleitet auf dem Weg zum Fördertopf
Wuppertal setzt alles daran, dass aus diesem Fördertopf möglichst viel Geld für die heimischen Unternehmen bereit gestellt wird, denn diese Mittel kommen unmittelbar den Firmen zugute und schaffen Arbeitsplätze vor Ort. Derzeit sind zehn konkrete Vorhaben in der Antragstellung. Einige stehen noch am Anfang, andere kurz vor der Entscheidung, drei wurden bereits bewilligt.
„Man bekommt solche Summen natürlich nicht einfach so, es ist schon ein hartes Stück Arbeit, aber die Unterstützung ist bombastisch“, kann Angelika Koch nun aus eigener Erfahrung sprechen. So fände man sowohl bei allen Partnern vor Ort, aber auch bei der NRW-Bank immer ein offenes Ohr für Zwischenfragen bei der Antragstellung.

Das klar strukturierte Förderprogramm eignet sich für eine Vielzahl von Firmen in unserer Stadt. Es kann von Gründern in der Wachstumsphase ebenso in Anspruch genommen werden wie von etablierten Unternehmen in Expansion. Darüber hinaus gibt es kaum Brancheneinschränkungen, sondern gerade die Branchen, die hier ohnehin stark vertreten sind, z.B. Textil oder Maschinenbau, stehen im Fokus. Lediglich das Transport- und Baugewerbe sowie der Einzelhandel sind ausgeschlossen.
Beim RWP werden unter anderem Errichtungs-, Erweiterungs- und Diversifizierungsmaßnahmen, aber auch Schulungen mit dem Effekt zusätzlicher dauerhafter Arbeits- und Ausbildungsplätze gefördert. Ob für neue Gebäude, Anlagen oder Maschinen, ab einer Investitionssumme von mindestens 150.000 Euro kann die Förderung beantragt werden. Dabei liegen die Quoten für den nicht zurückzuzahlenden Zuschuss bei arbeitsplatzschaffenden Maßnahmen je nach Unternehmensgröße und Vorhaben bei bis zu 20 Prozent. Ein großer Vorteil sei, dass Unternehmen direkt nach Antragseinreichung bei der NRW.BANK auf eigenes Risiko mit der Umsetzung ihres Vorhabens beginnen können, ohne die Bewilligung abwarten zu müssen.
„Wir sind richtig stolz und finden es eine tolle Sache, dass wir es geschafft haben, diese Mittel zu bekommen. Es hat sich gelohnt. Wo bekommt man sonst Geld für Maschinen und muss es nicht zurückzahlen“, ist Angelika Koch begeistert und auch sie sagt: „Ich kann nur jedem Unternehmen raten, sich zu informieren.“

Kontakt: Necla Gündüz, Tel. 24807-13
Weitere Informationen zu dem Förderprogramm finden Sie auch hier.

Quelle: PM Wifö W vom 7.11.16

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