25.02.2010

Kooperation Kultur- und Kreativwirtschaft Kulturdezernenten

Kooperation im Bereich Kultur- und Kreativwirtschaft: Gemeinsam für ein Cluster

Einigkeit herrschte am Montag beim Kick-Off der regionalen Zusammenarbeit im Bereich Kultur- und Kreativwirtschaft. Denn dass in dieser Querschnittsbranche durchaus Chancen für den Strukturwandel der Region stecken könnten, darin sind sich die Kulturdezernenten der drei Städte einig.

Am Montag trafen Oberbürgermeister Norbert Feith in seiner Aufgabe als Kulturdezernent der Stadt Solingen, Matthias Nocke, Geschäftsbereichsleiter Kultur, Bildung und Sport der Stadt Wuppertal und Dr. Christian Henkelmann, Beigeordneter für Bauen, Landschaftspflege und Kultur der Stadt Remscheid im Elisenturm im Botanischen Garten der Stadt Wuppertal zu einem informellen Gespräch.

Bergische Kooperation jetzt auch auf der Ebene der Kultur- und KreativwirtschaftBergische Kooperation jetzt auch auf der Ebene der Kultur- und Kreativwirtschaft

Bodo Middeldorf, Geschäftsführer der Bergischen Entwicklungsagentur und Dr. Stefan Gärtner, Leiter des Forschungsbereichs Raumkapital des Institutes Arbeit und Technik informierten über das Vorgehen für die Erarbeitung des „Kreativ- und Kulturwirtschaftsbericht im Bergischen Städtedreieck“.  Schon einige Städte und Regionen haben einen solchen Bericht für sich erarbeiten lassen, um daraufhin gezielt handeln zu können.
„Auch wir wollen genau wissen, welche Rolle dieses Thema bei uns spielt“, so Oberbürgermeister Norbert Feith. Schließlich könne aus einem zarten Pflänzchen ein breiter Strom werden, der neue Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft in die Region bringt. Henkelmann betonte die Konkurrenz in der Nachbarschaft und verwies auf die Dienstleistungszentren Köln und Düsseldorf, aber auch das Ruhrgebiet, dass mit Bemühungen um die Kreativbranche den Strukturwandel schaffen will. Der Bericht soll zum Beispiel die Frage beantworten, wie man sich gegenüber dieser Konkurrenz positionieren kann, wie man attraktiver wird für diese breite Branche und natürlich eine Bestandsaufnahme beinhalten. Dass es ein beachtliches Potential in der Region gebe, dessen ist sich auch Nocke sicher. Belastbare Daten fehlten derzeit aber noch, so habe auch die IHK Bedarf an steuerungsrelevanten Informationen.
Als gutes Beispiel für ein jetzt schon aktives Projekt kann Middeldorf auf den „Bergischen ThinkTank“ verweisen, in dem erstmals die Kreativwirtschaft mit der traditionellen Industrie verknüpft wird. Derzeit läuft in diesem Rahmen der „Bergische Ideenpreis“ unter dem Motto „Mobiles Leben“ an dessen Ende ein Prototyp für ein neues bergisches Produkt stehen soll.
Dr. Stefan Gärtner vom Institut Arbeit und Technik (IAT) – mit der Erarbeitung des Berichtes beauftragt, verwies darauf, dass auch das Land großes Interesse an der Analyse hätte. Schließlich soll dieses Cluster auch von Landesseite gestärkt werden, ein Cluster, das in jeder Region anders aussieht und auch unterscheidbar sein soll.
Ende Juli werden die Ergebnisse präsentiert
Das Projekt soll bis Ende Juli abgeschlossen sein, bis dahin wird man den Bericht erarbeitet haben. An Anfang wird die quantitative Analyse stehen, dazu werden Adressdaten, Umsatzsteuerstatistiken und weitere Daten ausgewertet. Dann wird die qualitative Auswertung folgen, so eine Untersuchung der Wertschöpfungsketten, inwieweit z.B. die Branche in andere Cluster der Region hineinreicht. Gärtner kündigt in diesem Modul auch Werkstattgespräche mit Akteuren der Region an. Im dritten Schritt werden dann Handlungsvarianten mit Politik und Verwaltung zurückgekoppelt, sprich hier soll herausgestellt, was das Spezifische der Region ist und in Zukunft sein kann.
Vorrangiges Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort zu stärken und Arbeitsplätze zu schaffen. Henkelmann: „Wir müssen erreichen, dass große Unternehmen ihre Geschäftsberichte nicht mehr an Agenturen in Köln vergeben.“
Dass durch den Bericht ganz unterschiedliche Handlungsansätze offengelegt werden können, machte Middeldorf deutlich: „Eine Handlungsoption könnte zum Beispiel eine Vernetzung der Kreativen mit der Immobilienwirtschaft sein, schließlich brauchen Kreative ein anderes Umfeld als eine ganz normale Büroetage.“
Auf die Ergebnisse ist man jedenfalls in der gesamten Region gespannt – und bereit, dann auch die notwendigen Handlungen einzuleiten.

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