25.08.2016

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WohnmobilOase lockt Touristen nach Wuppertal

Über ein Jahr ist es her, das Axel Blankennagel auf seinem Firmengelände von Rheingold-Reisen-Wuppertal einen Wohnmobilpark eröffnet hat. Die „WohnmobilOase“ hat sich als echter Erfolg erwiesen und lockt Touristen von nah und fern an.

Zehn Vollversorgerplätze für Wohnmobile sind auf dem Betriebsgelände, das unmittelbar an der Nordbahntrasse liegt, entstanden. Und dabei hat Axel Blankennagel, selbst Wohnmobilfan, an alle Details gedacht. Auf der Grünfläche am Eingang des Geländes laden überdachte Holzsitzbänke zum Verweilen ein, der Garten wurde von ihm und seiner Frau selbst angelegt undvon der Kräuterspirale dürfen sich die Gäste gerne bedienen.

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Hier verweilt man gerne: Grünfläche für die Gäste.

Hier verweilt man gerne: Grünfläche für die Gäste. ©Wifö W/Altmann

Für jedes ankommende Wohnmobil hält das Ehepaar zudem eine Begrüßungstüte bereit mit selbstgemachter Marmelade, Schnapsfläschchen sowie von Wuppertal Marketing bereitgestelltem Infomaterial.
Vor allem ist man professionell ausgestattet mit einer Wohnmobilwaschanlage und einer Ablassmöglichkeit an der Entsorgungsstation. „Rund 100.000 Euro habe ich hier allein für den Wohnmobilplatz investiert“, so Blankennagel nicht ohne Stolz. Dabei sind die Kosten für die Gäste überaus moderat: 15 Euro sind pro Nacht für einen Stellplatz fällig, Strom, Wasser und Müllentsorgung sind inklusive. Wer nur Ver- und Entsorgung bei einem Zwischenstopp nutzen möchte, zahlt lediglich fünf Euro. Zwar gibt es in der Stadt weitere Wohnmobilstellplätze, jedoch ohne die Möglichkeiten der Ver- und Entsorgung.
Vertrauen an seine Gäste wird hier groß geschrieben. So gibt es für nach Geschäftsschluss anreisende Wohnmobilisten einen Vertrauenstresor, in dem man das Geld für die Übernachtung deponieren kann. „Bislang“, sagt Blankennagel, „sind wir erst einmal enttäuscht worden“.

Die WohnmobilOase zieht Touristen an.

Die WohnmobilOase zieht Touristen an. ©Wifö W/Altmann

Lockstation für Touristen
Für den Tourismusstandort ist ein solcher Wohnmobilstellplatz von unschätzbarem Wert. Auf „Ronsdorf“ – die einzelnen Stellplätze sind nach Ortsteilen benannt – hat gerade das Ehepaar Schmittke aus Niedermarsberg im Sauerland für drei Nächte ihr Wohnmobil abgestellt. „Wir haben eine Radtour über die Nordbahntrasse gemacht, die Ausblicke sind sagenhaft“, ist Gerd Schnittke begeistert. Die Lage der Wohnmobiloase, dem „freundlichen WohnmobilPark im Bergischen Land“, sei ideal. „Man ist sofort auf der Trasse und kann von ihr weiterradeln über andere Trassen. Wenn das Wetter mal nicht so gut ist, hat man hier sehr gute ÖPNV-Verbindungen in die Stadt, es gibt ja eine Menge zu entdecken. Diese Möglichkeit hier müsste viel bekannter gemacht werden“, findet Ulrike Schmittke. Ursprünglich wollte man Freunde in Wuppertal nur kurz besuchen und war dann im Internet auf die WohnmobilOase gestoßen. Jetzt werden sie mit weiteren Wohnmobilfans wiederkommen.
Gleich nebenan hat eine schottische Großfamilie mit zwei Fahrzeugen für mehrere Tage Quartier genommen. Auch sie sind vom Service angetan. Man wäre sehr freundlich und nett aufgenommen worden und das man auch nachts anreisen könne, sei nicht selbstverständlich.
Mit der Auslastung ist Blankennagel zufrieden, bereits über 1.000 Übernachtungen konnten verbucht werden. Einzig die fehlenden Hinweisschilder in der Stadt werden auch von seinen Gästen bemängelt. „Diese ist nicht nur wichtig für Besucher, sondern auch für die Wuppertaler selbst, damit sie um dieses Angebot wissen und ihre Freunde mit Wohnmobil hierhin einladen können“, sagt Blankennagel. Auf jeden Fall hat er Spaß an seinem „Hobby“ und würde gerne eine weitere Möglichkeit dieser Art im Westen der Stadt schaffen. „Wir prüfen nun, ob wir ein städtisches Grundstück hierfür finden können“, so Wirtschaftsförderer Jürgen Altmann, der das Unternehmen auch schon beim Kauf und Bau des Firmenstandortes Linderhauser Straße begleitet hat.

Hintergrund:
Das mittelständische Busunternehmen Rheingold-Reisen-Wuppertal, in vierter Generation in Familienhand, konnte im vorletzten Jahr sein 85jähriges Jubiläum feiern. Lange Jahre als Mieter an der Wittener Straße beheimatet, hat man mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung 2014 das städtische Grundstück Linderhauser Straße 70 erworben und hier die verschiedenen Unternehmensfelder – Gruppen- und Eventreisen, Reisebüro, Linienverkehr und Fernlinienbusverkehr – zusammengeführt. Ebenso die Abstellplätze für die Busse sowie eine Waschanlage fanden hier Raum, darüber hinaus entstand die WohnmobilOase.

Quelle: PM Wifö W vom 25.08.16

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