DER BLAUE REITER IST GEFALLEN. ODER: EUROPA AM ABGRUND

Ein Stück über die Dichterin Else Lasker Schüler und den expressionistischen Maler Franz Marc: über die Macht von Poesie und Kunst, die größer sein kann als die des Todes. Aufführung am 10. Februar um 19:30h im Wuppertaler Opernhaus.

LéaThomenLéaThomen ©KlausMitteldorf

Ein multimediales Stück von Heiner Bontrup – eine Produktion des Theaters Anderwelten

Auf magische Weise nimmt das Multimedia-Stück über die bewegende Freundschaft zwischen der exzentrischen Dichterin Else Lasker-Schüler und dem expressionistischen Maler Franz Marc die Zuschauer mit auf eine Zeitreise an den Beginn des vergangenen Jahrhunderts, die „Belle Epoque“. Kultur und Technik schwingen sich zu ungeahnten Höhen auf; doch am Horizont der Zeit ziehen düstere Wolken auf: apokalyptische Visionen, die den Weltenbrand des I. Weltkrieges vorwegahnen. Das Stück zeigt die Träume und Hoffnungen, aber auch über die Irrtümer der expressionistischen Generation. 1912 treffen sich die Dichterin und der Maler sich zum ersten Mal in einem Berliner Café. Es ist der Beginn einer großen Freundschaft und zugleich eines einzigartigen Dialogs aus Wort und Bild. Als Franz Marc 1916 an der Westfront fällt, schreibt Else Lasker-Schüler in ihrem Nachruf auf den großen Maler und Freund: „Der Blaue Reiter ist gefallen.“ Ihre Worte sind eine Hommage an einen der wichtigsten Protagonisten der expressionistischen Bewegung und zugleich ein Menetekel für den „Wildkrieg“, wie sie diese Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts genannt hat.

Perfektes Zusammenspiel von Bild, Text, Ton und Tanz

Die Rolle der Else Lasker-Schüler/des Prinzen Yussuf spielt die französische Tänzerin Léa Thomen, die vor drei Jahren ihr Tanzstudium an der Folkwang-Hochschule in Essen absolviert hat und von Prof. Malou Airaudo, Leiterin des dortigen Instituts für Zeitgenössischen Tanz, empfohlen wurde. Die surrealen Videobühnenbilder des Filmemachers Frank N erinnern an die rasanten Veränderungen – Zeppeline, Flugzeuge, Ozeanriesen – und entführen den Zuschauer auf eine nostalgische Reise in die Vergangenheit. In einem eigens für die Eingangssequenz geschaffenen Film wird die Vision der Dichterin Else Lasker-Schüler bildhaft gemacht, für die die Stadt Theben ein Sinnbild für das Reich der Poesie war. Innerhalb des Videobühnenbildes sind auch die gemalten Postkarten, die die beiden Künstler einander sandten, zu sehen. Der Pianist Jan Marc Reichow sowie der Wuppertaler Musiker, DJ und Soundtüftler Charles Petersohn spannen einen weiten musikalischen Bogen von Maurice Ravels La Valse über den Blues und der orientalischen Musik der nordafrikanischen Nomaden bis hin zu John Cage und präsentieren so eine Live-Bühnenmusik, zu der die Bilder, Worte und Léa Thomen tanzen.

Mitwirkende

Tanz: Léa Thomen (Urenkelin Else Lasker-Schülers)
Schauspiel: Olaf Reitz (Franz Marc) und Claudia Gahrke (Else Lasker-Schüler)
Musik: Jan Marc Reichow (Piano), Charles Petersohn (Keyboard, Gesang)
Video-Bühnenbild: Frank N
Text & Konzeption: Heiner Bontrup
Regie: Heiner Bontrup und Andreas Schäfer

Weitere Informationen, Trailer und Fotos finden Sie hier:
www.theateranderwelten.de
www.facebook.com/Theateranderwelten

Tickets (15,-/ermäßigt 10,-/ Schüler 6,-):
www.wuppertaler-buehnen.de/karten/kartenverkauf-kulturkarte/

 

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Kommentare

  1. k.p.kornblum sagt:

    BLAUE REITER f a l l e n NIE …

    “Dragoner“ reiten […] !

    Kornblum, Wörthsee(BY)
    PS: Töten müssen SIE deswegen noch lange N I C H T !

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