28.08.2015

„Neue Gesundheitskarte für Flüchtlinge stärkt die Selbstbestimmung“

Flüchtlinge sollen in Nordrhein-Westfalen künftig eine Gesundheitskarte erhalten. Dafür haben heute die Krankenkassen und das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet.

„Damit können Flüchtlinge endlich ohne Krankenschein von der zuständigen Behörde einen Arzt aufsuchen. Die Autonomie Geflüchteter wird damit gestärkt und zugleich eine kommunalfreundliche, effizientere Gesundheitsversorgung ermöglicht“, erklären die Wuppertaler Landtagsabgeordneten Dietmar Bell, Andreas Bialas und Josef Neumann.

„Nordrhein-Westfalen ist mit der Einführung als erstes Flächenbundesland und zudem als das bevölkerungsreichste bundesweiter Vorreiter unter den Ländern. Flüchtlinge sind häufig bei der medizinischen Versorgung zunächst auf eine behördliche Beurteilung angewiesen. Bisher muss das zuständige Amt ihnen nahezu für jeden Arztbesuch einen Schein ausstellen, welches schlimmstenfalls die notwendige Behandlung verzögert. Dieses bisherige Verfahren ist mit erheblichen Belastungen für die Betroffenen und hohem Aufwand für die Verwaltungsmitarbeiter verbunden.

Die Rahmenvereinbarung verfolgt eine dreifache Zielsetzung: Vereinfachung des Zugangs zum Gesundheitssystem, Steigerung der Wirtschaftlichkeit der Gesundheitsversorgung und eine dauerhafte Entlastung von Verwaltungsaufgaben für Städte wie Wuppertal.

Mit der neuen Gesundheitskarte erleichtern wir den Menschen in NRW den Arztbesuch. Sie haben somit freie Arztwahl ohne den Umweg über die Behörde. Außerdem senkt das Land mit der Vereinbarung den großen bürokratischen Aufwand der Kommunen. Gesellschaftliche Integration von geflüchteten Menschen, bessere Zugänge zum Gesundheitswesen und Verwaltungsvereinfachung greifen ineinander.“

Njuuz

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Kommentare

  1. Dr. Frank Schnaack sagt:

    Na, dann hoffen wir mal, dass das nicht zu Lasten der übrigen Beitragszahler der AOK geht! Ich freue mich jetzt schon auf die Beitragserhöhung nächstes Jahr. :-((

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