25.08.2015

Gunhild Böth Hartmut Kissing Ratsfraktion DIE LINKE Seilbahn

DIE LINKE-Fraktion traf sich mit Seilbahn-Gegner*innen

Gunhild Böth, Fraktionsvorsitzende im Rat, und Hartmut Kissing, Bezirksvertreter in Cronenberg, trafen sich mit Seilbahn-Anwohnenden, die sich in einer Bürgerinitiative gegen das Seilbahnprojekt zusammengeschlossen haben.

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Auch wenn Böth eine Seilbahn umweltpolitisch durchaus gegenüber dem Bus- oder Individualverkehr als sinnvolle Alternative sieht, legte sie den BI-Vertreter*innen ihre erheblichen Zweifel am Wuppertaler Projekt dar: Für die WSW geht es um die Einsparung von Busfahrerstunden, also um Ausdünnung der Linien. „Wären damit Zwangsumstiege verbunden für ÖPNV-Nutzende, die aus Cronenberg oder Remscheid kommen? Was passiert mit den Bussen in der Südstadt?“ fragt Böth.

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Hartmut Kissing legt nach: „Wenn Autos aus der Innenstadt herausgehalten werden sollen, müsste doch viel Parkraum in Hahnerberg geschaffen werden. Ich sehe den Platz dafür nicht.“ Und Böth weiter: „In der Kalkulation der Nutzer*innen sind die Schüler*innen des Schulzenrums eingerechnet. Die kommen aber mehrheitlich gar nicht aus der Elberfelder Innenstadt, sondern aus Cronenberg, Ronsdorf, der Südstadt – also sind die Zahlen hier schon falsch.“ Und dass die Seilbahn tatsächlich barrierefrei sein wird, also auch für Sehbehinderte und Elektrorollstuhlfahrende, die bisher nicht von Bussen mitgenommen werden, erscheint nicht gesichert.

Dass die Überflugrechte sicherlich vor Gericht geklärt werden müssen, steht für Böth außer Frage. „Falls das Projekt jemals in den Rat kommen sollte, wird DIE LINKE einen Ratsbürgerentscheid beantragen, denn es geht um viel Geld und eine wichtige Entscheidung für die Infrastruktur in Wuppertal. Darüber müssen dann alle Wuppertaler*innen mitstimmen. Dabei erwarte ich, dass alle Parteien, die jetzt immer über Bürgerbeteiligung reden, einem Ratsbürgerentscheid zustimmen – nicht wie beim Döppersberg, wo wir allein mit der Bürgerbeteiligung standen.“

Die Vertreter*innen der Bürgerinitiative hörten sich LINKE-Argumente interessiert an und vereinbarten, im Gespräch zu bleiben.

 

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