16.03.2015

Wuppertaler geeint für Demokratie und Toleranz

– Breites Bündnis zeigt extremistischen Kundgebungen die Rote Karte. Anlässlich der Demonstrationen am vergangenen Samstag in Wuppertal erklären die Wuppertaler SPD-Landtagsabgeordneten Bell.Bialas.Neumann:

„Die Wuppertalerinnen und Wuppertaler haben am vergangenen Samstag gemeinsam eindrucksvoll demonstriert, dass sie weder der Islam- und Fremdenfeindlichkeit von PEGIDA noch fundamentalistischem Salafismus eines Sven Lau gestatten werden, das Klima des weltoffenen, toleranten Miteinanders in der Stadt zu vergiften.
Die Gegenkundgebung, getragen von einem breiten Bündnis der Gewerkschaften, der politischen Lager von links über liberal bis konservativ, der Kirchen, verschiedenster Vereine, antifaschistischer Gruppierungen und nicht zuletzt der Migrantenselbstorganisationen und Moscheevereine, dokumentierte unübersehbar und unüberhörbar die lebendige Kultur der Vielfalt in Wuppertal.
Zudem sind wir froh, feststellen zu dürfen, dass die Gegendemonstration der Wuppertaler Bürgerschaft die eindeutig größte aller Demonstrationen war. Dieses Zeichen ist unmissverständlich.
Menschenfeindlicher Extremismus ist hier nicht willkommen, sehr wohl aber ist das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Glaubenszugehörigkeit hier zuhause.

Wir sind glücklich, dass der Samstag ohne Gewaltexzesse und größere Schäden zu Ende gegangen ist.
Wir danken zugleich den Polizistinnen und Polizisten aus dem gesamten Landesgebiet für ihren wirkungsvollen, besonnenen Einsatz unter besonders schwierigen Bedingungen. Die Entscheidung, angesichts aufkeimender Ausschreitungen aus dem rechtsextremen Lager den sogenannten ‚Stadtspaziergang‘ der Pegida-Demonstranten aufgrund der Sicherheitslage und des Gefahrenpotentials zu untersagen, können wir nur begrüßen.

Umso irritierter nehmen wir Äußerungen des Bundesvorsitzenden der DPolG, Rainer Wendt, zur Kenntnis, welcher massive Kritik an den Wuppertaler Gegendemonstranten sowie dem Wuppertaler Oberbürgermeister ob seines Aufrufes zur Teilnahme an der Gegendemonstration geübt hat.

Die bunte Wuppertaler Zivilgesellschaft verdient stattdessen vielmehr eine Würdigung ihrer aufrechten Haltung und ihres friedlichen Bekenntnisses zur Demokratie, zur freiheitlichen Grundordnung und zur Offenheit gegenüber schutzbedürftigen Flüchtlingen und Immigranten.
Gemeinsam haben die Wuppertalerinnen und Wuppertaler jeglichen Versuchen der Spaltung die Rote Karte gezeigt.
Danke.“

 

Njuuz

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Kommentare

  1. W. Pohlmann sagt:

    Als Teilnehmer an der Pegida-Demo habe ich erlebt, wie durch polizeiliche Strategie das Recht auf Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit ausgehebelt wird. Jeder Besucher wurde in einem Zelt kontrolliert und hunderte wurden erkennungsdienstlich fotografiert und mussten ihren Personalausweis dabei vor die Brust halten. Die Demo-Teilnehmer wurden eingepfercht wie eine Schafherde. Nach Schluss der Veranstaltung ließ die Polizei die Menschen nicht abziehen, sondern kesselte sie ca. eine Stunde lang ein. Besonders perfide ist, dass sogar im Polizeibericht Ursache und Wirkung verdreht werden. Obwohl bei den Demonstranten aus der Fußballszene erst nach dem skandalösen polizeilichen Verbot des Umzuges die Emotionen hoch kochten, wurde in der Berichterstattung so getan, als sei dies der Grund für das Verbot gewesen. Was für eine fiese Art, die Wahrheit auf den Kopf zu stellen. Der Bundesvorsitzenden der DPolG, Rainer Wendt, hat recht!

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