06.03.2015

Gott auf der Trasse treffen

Die neue Wichernkapelle, die das Wichernhaus auf dem Bergischen Plateau baut, wird am Sonntag eingeweiht.

Die neue Wichernkapelle, die das Wichernhaus auf dem Bergischen Plateau gebaut hat, wird am Sonntag eingeweiht.

Im März erfolgte an der Nordbahntrasse der erste Spatenstich, seit Sommer sind die Bauarbeiten für die Wichernkapelle im Gange. Am Sonntag wird die Kapelle feierlich eingeweiht.

„Triff Gott auf der Trasse“
So., 08.03., 12.15 Uhr
Einweihung der Wichernkapelle
an der Nordbahntrasse
Bergisches Plateau / Breslauer Str. 46
Gottesdienst, Einweihung, Fest

Die Träger des Projekts, Wichernhaus e.V. und die Vereinte Evangelische Mission (VEM), werden zusammen mit den Ortspfarrern Johannes Schimanowski und Ulrich Lemke den Gottesdienst gestalten. Auch der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, der ehemalige Wuppertaler Superintendent Manfred Rekowski, wird an der Einweihung teilnehmen. Musikalisch wird der Gottesdienst gestaltet vom CVJM-Posaunenchor, einem afrikanischen Chor, Andre Enthöfer u.a.

Grußworte werden u.a. Thomas Lenz (Arge) und Carsten Gerhardt (Wuppertalbewegung) sprechen.

Die Kapelle wird pünktlich zur Einweihung fertiggestellt und wurde im Wesentlichen von Massnahmeteilnehmern (z.B. Langzeitarbeitslosen) und anderen Mitarbeitenden des Wichernhauses gebaut. Auch der Betonsockel für das sieben Meter hohe Kreuz, das der Künstler Hans-Werner Gassmann aus einem ehemalige Schwebebahnpfeiler geschaffen hat, ist schon gegossen. Das Kreuz wird allerdings zu einem späteren Zeitpunkt mit einem Großkran aufgestellt werden.

Die Kapelle soll am Bergischen Plateau in Wichlinghausen der Nachbarschaft ebenso zur Verfügung stehen wie Radfahrern und Wanderern. In die Kapelle -, sie soll allen Konfessionen offen sein – wurden über 75000 Euro aus Spenden investiert.

Während die Nutzer der Nordbahntrasse in der offenen Kapelle bei ihrer Rast einen Ort der „inneren Einkehr“ finden sollen, werden auch das Schulzentrum Ost, die Skatehalle Wicked Woods und der geplante Kindergarten neben der Trassenmeisterei – sie liegt gegenüber der Kapelle – in das Konzept einbezogen: Pausengebete sind ebenso vorgesehen wie Andachten, etwa vor Trassenläufen. Die Trassenmeisterei wird die offene Kapelle – sie wird nicht mit Türen, aber mit Sitzen auf umfunktionierten Bahnschwellen versehen – ebenfalls im Blick halten.

Zu finden ist die Kapelle auf dem Bergischen Plateau in Wuppertal-Wichlinghausen unterhalb der Breslauer Str. 46.

text: öffentlichkeitsreferat/wj

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Kommentare

  1. Manfred sagt:

    Ach Herr Brokop, sie armer geplagter Zeigenosse. Anscheinend geht das Leben an Sie vorüber, Unzufriedenheit mit allem was neu ist, ist die Stärke einiger Wuppertaler Nörgler. Sind Sie froh das es die Trasse überhaupt gibt, übrigens ist diese nicht nur für Sie gebaut und an der Kirche können Sie einen Umweg über andere öffeltliche Straßen nutzen. Wann Bänke aufgebaut werden, muss man doch den Bauherren überlassen, den Termin können auch Sie nicht erzwingen. An ihrer Stelle würde ich die Trasse nicht benutzen, somit wird man auch nicht mit der Religion belässtigt und dann kommen noch Toiletten dazu. Damit die Bauherren nichts falsch machen, würde ich an ihrer Stelle schon einmal die Standpunkte festlegen.

  2. Volker Brokop sagt:

    Was muß man da lesen: „Während die Nutzer der Nordbahntrasse in der offenen Kapelle bei ihrer Rast einen Ort der “inneren Einkehr” finden sollen, werden auch das Schulzentrum Ost, die Skatehalle Wicked Woods und der geplante Kindergarten neben der Trassenmeisterei – sie liegt gegenüber der Kapelle – in das Konzept einbezogen: Pausengebete sind ebenso vorgesehen…“

    Was bedeutet das konkret? Soll den schwindenden Mitgliederzahlen der Kirchen durch eine Art Neumissioniereung speziell Kinder und Jugendlicher entgegengewirkt werden?

    Gerade heute, wo wir sehen, dass das Aufeinanderprallen verschiedener religiöser Überzeugungen ein enormes Konfliktpotenzial in sich birgt, wäre es dringender denn je nötig, gerade jungen Menschen, die weder geistig noch intellektuell die Bedeutung der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion oder Konfession erfassen können, die Eingliederung in eine Religion zu ersparen.

    Schlimm genug, dass bei jeder öffentlichen Einweihungsfeier Kirchenvertreter ihre Auftritte haben; dass Strassen, Motorräder und groteskerweise sogar Tiere(!) gesegnet werden – muss die Kirche – welche auch immer es sei – gerade in der Nähe von Einrichtungen, in denen Kinder und Jugendliche sich aufhalten, Präsenz zeigen? Oder sollen jetzt auch noch Fahrräder gesegnet werden?

    Schön fände ich natürlich, wenn es auch entlang der Trasse an einigen Stellen offene Kinder- und Jugendtreffs gäbe, wo Religionsfreiheit, in doppeltem Sinne des Wortes verstanden, gewährleistet ist.

    Was hätte man mit den angegeben stolzen 75.000 Euro Sinnvolles schaffen können; und weshalb muß ich in der Wuppertaler Rundschau vom 7.03.2015 lesen, dass es z.B. zwar genügend Stifter für Sitzgelegenheiten entlang der Trasse gäbe, diese aber nicht aufgestellt werden können, weil es an nötigen Arbeitskräften mangelt? Wie denn auch anders, wenn die Arbeiter monatelang für den Bau der Kapelle abgezogen werden?

    Mindestens hätte man mit deren Bau warten können, bis alle wirklich wichtigen Arbeiten abgeschlossen sind.

    Ich persönlich jedenfalls habe keinerlei Interesse daran, ausgerechnet auf der Trasse mit religiösen Botschaften konfrontiert zu werden. Insofern wäre dringend zu wünschen, dass der sehr schöne neue Freizeitweg in keiner Form für religiöse oder kirchliche Interessen mißbraucht wird.

    Volker Brokop

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