24.03.2015

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Die Geburtsstunde des Wuppertaler Uhrenmuseums

Die Sternstunde des Wuppertaler Uhrenmuseums fand auf einer Auktion in Köln am 24. März 1955 statt, bei der das erste Objekt, eine alte englische Wanduhr "Lantern-Clock" von Georg Abeler, ersteigert wurde.

Wuppertaler Uhrenmuseum                  Lantern Clock

Eine Sternstunde der Familie: Die Gründung des Uhrenmuseums

Es geschah am 24. März 1955: In einem überfüllten Saal auf dem Hohenenzollernring in Köln
wird die Uhrensammlung des verstorbenen Rechtsanwaltes Dr. Antoine Feill versteigert. Es ist gegen 11.30 Uhr. Der Auktionator lässt einen zierlichen Hammer auf sein Pult fallen. „400 Mark zum Dritten“ ruft er in den Saal und schlägt damit die soeben ausgerufene Wanduhr – eine alte englische Lantern-Clock- (Bild anbei) einem Mann zu, der noch nie zuvor eine Auktion besucht hatte. Georg Abeler muss einen Zettel mit der Nr. 62 unterschreiben und nach der Mittagspause noch sieben weitere. Dann ist die Auktion vorbei. Weder der Auktionator, noch die Auktionsversammlung – und selbst der Steigerer – ahnen, dass dies die Geburtsstunde des Wuppertaler Uhrenmuseums ist.
Diese außergewöhnliche Uhr ist zur Zeit im Schaufenster bei Juwelier Abeler auf der Poststraße 11 in Wuppertal Elberfeld zu bewundern.

Als Georg Abeler abends mit seinen Schätzen nach Hause kam, sprang der Funke über.
In diesem Augenblick war die ganze Familie – vor allem sein Sohn Jürgen – zu begeisterten Uhrensammlern geworden. Mit rund 400 Exponaten wurde die Privatsammlung erstmalig am 08.10.1958 der Öffentlichkeit vorgestellt, zu der die gerade gekürte „Miss Welt“, Petra Schürmann anreiste. Mit der Verwirklichung des Uhrenmuseums war Georg Abeler der große Wurf gelungen. Sein Museum war nicht nur Bewahrungsort kostbaren Sammelgutes, wo es tickte, schlug und spielte, sondern es wurde zugleich ein bekannter Treff für viele prominenter Gäste.

Die Ausstellung gibt einen umfassenden Überblick über die 5000jährige Geschichte der Zeitmessung von den Sonnen- und Wasseruhren der alten Ägypter bis hin zur Atomuhr und den Armbanduhren mit Quarzsteuerung, Solarantrieb oder funkgesteuert.

Über eine Mio. Besucher haben sich bisher in die „Goldenen Bücher“ eingetragen. Uhrenfreunde aus aller Welt, Reisegesellschaften, Fachschulen, Schulklassen und Kindergärten erfreuen sich bis heute an einer der universellsten Sammlung zum Thema „Uhr und Zeitmessung“.
Das Museum ist samstags von 11.00 – 14.00 Uhr geöffnet; Gruppenführungen können auch zu anderen Zeiten abgesprochen werden.

Wohl dem, der seiner Väter gedenkt: Die Aufrechterhaltung des Wuppertaler Uhrenmuseums ist für Henrick Abeler, der in 6. Generation das Familienunternehmen führt, nicht nur eine Herzensangelegenheit, sondern auch eine Hommage an seinen Großvater Georg Abeler und seinen Vater Jürgen Abeler, die mit viel Liebe diese Sammlung auf- und ausgebaut haben.

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Kommentare

  1. Wohl dem, der richtig tickt!
    Und wenn´s auch nur eine Uhr wäre!
    Grusz RME STREUF

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