23.02.2015

Ausstellung Fotografie Kultur kunst Pina Bausch Tanztheater Pina Bausch

KH.W. Steckelings „Pina Bausch backstage“ im K1 Art-Café noch bis zum 7. März

In Zusammenarbeit mit dem Verlag Nimbus. Kunst und Bücher startete die Ausstellung „Pina Bausch backstage“ des Wuppertaler Fotografen KH.W. Steckelings im Café im Dorf in Haan-Gruiten und ist aktuell bis zum 7. März 2015 im K1 Art-Café zu sehen.

Das K1 Art-Café zeigt eine Auswahl von Arbeiten des Fotografen KH.W. Steckelings aus den Proben des Tanztheaters der Jahre 1974 und 1975 noch bis zum 7. März 2015.

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KH.W. Steckelings ist vielseitig begabt, er realisierte zahlreiche Kurz- und Dokumentarfilme, die mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet wurden. 1974 widmete er sich vermehrt der Fotografie und wurde 1987 in die “Deutsche Gesellschaft für Photographie” (DGPh) berufen. Er präsentierte zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

Mit seiner Sammlung zur Vor- und Frühgeschichte der Fotografie und des Films wurde er der Mitbegründer des Museums “Camera obscura” zur Vorgeschichte des Films im Wasserturm Mühlheim an der Ruhr, das seit 2006 seine Sammlung zeigt. Kürzlich herausgekommen ist sein umfassendes Standardwerk „Leuchtender Stein“ zur Geschichte der Lithophanie vom 18. bis 20. Jahrhundert in Zusammenarbeit mit dem Hetjens-Museum in Düsseldorf.

Herr Stecklings war in den Jahren 1974/75 Beobachter und Zeitzeuge während der Proben in der Anfangszeit des weltberühmten Tanztheaters, entstanden sind handwerkliche Meisterwerke in schwarz-weiss. Die analogen Bilder sind im Vollformat und unverfälscht – einfach ein Genuss.

Pina Bausch lud ihn ein, ihre Compagnie bei den Proben und in den Pausen mit der Kamera zu begleiten. Steckelings tat dies mit größter Unauffälligkeit und intimer Empathie: Die Tänzer nahmen seine Anwesenheit augenscheinlich kaum wahr; nichts an seinen Aufnahmen wirkt irgendwie gestellt oder gekünstelt. Der Betrachter fühlt sich direkt hineinversetzt in den künstlerischen Prozeß jener Anfangsjahre, als Pina Bausch und ihre Gruppe neue tänzerische Ausdrucksformen entwickelten. Mehr noch: Steckelings hatte seinerseits den Blick des Choreografen, der in den zufälligen Konstellationen der Übungsarbeit das Bild zu sehen vermochte. So sind seine Fotos mehr als nur Dokumente aus der Anfangszeit von Pina Bausch, sondern Werke von eigenem künstlerischem Rang – eine Entdeckung!

Vor 40 Jahren zur Spielzeit 1973/74 übernahm Pina Bausch (1940- 2009) die Tanzabteilung der Wuppertaler Bühnen und löste mit ihren Produktionen bald heftige Kontroversen aus. Wer klassisches Ballet erwartete, sah sich plötzlich mit einem theatralen Spiel konfrontiert, wobei die Tänzer auch sprachen, sangen, lachten und weinten. Das Publikum war gespalten: Die einen verließen Türe knallend die Vorstellung, die anderen waren hingerissen; in der Presse brach ein Sturm los. Mit ihrer Gruppe emanzipierte Pina Bausch den Tanz und machte aus ihm eine eigene, neue Form des Theaters. Dies war eine Revolution, die bald ein weltweites Echo hervorrief und den Tanz international neu definierte.

Unter www.steckelings.info gibt es weitere Informationen zu KH. W. Steckelings und seinen Arbeiten.

Lokal kaufen: Im Wuppertaler Buchhandel oder während der Ausstellung im K1 Art Café können Sie den einzigartigen Bildband „Pina Bausch backstage“ vom Verlag Nimbus. Kunst und Bücher erwerben.

KH.W. Steckelings

KH.W. Steckelings ©Clemens Hölter

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