19.01.2015

dossierdoeppersberg harnröhre

Nie wieder „Harnröhre“

Eine Brücke ersetzt den ungeliebten Tunnel zwischen Hauptbahnhof und Köbo-Haus.

Der Tunnel zwischen dem Bahnhof und der Elberfelder City ist geschlossen und wird im Zuge der Umbauarbeiten am Döppersberg abgerissen. Passanten können die Strecke über eine neue Fußgängerbrücke zurücklegen. Die „Harnröhre“ ist damit Geschichte. Am Montag hatten „Nostalgiker“ (O-Ton Stadtverwaltung) zum letzten Mal die Gelegenheit, sich von der Unterführung zu verabschieden.

Die "Harnröhre" hat ausgedient. © Archivfoto: njuuzDie „Harnröhre“ hat ausgedient.
© Archivfoto: njuuz

Die neue Fußgängerbrücke verläuft hinter dem Köbo-Haus und ist direkt an die frühere Bundesbahndirektion und den Hauptbahnhof angeschlossen. Die provisorische Konstruktion ist 34 Meter lang und fünf Meter breit. Ein Fahrstuhl befördert Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen vom Einstieg auf Wupperhöhe zur Brücke.

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Quelle: Stadtverwaltung

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Kommentare

  1. Jörg sagt:

    Zwei Tage habe ich mir den neuen Weg zum Bahnhof angetan, wobei der Rückweg am Abend fast noch schlimmer ist als der morgendliche Hinweg. Da hat man fast den Eindruck, wenn man die Behelfsbrücke passiert hat und auf das abgerissene Koch-am-Wall-Gebäude guckt, man sei in einem Bürgerkriegsszenario gelandet.
    Seit Mittwoch vermeide ich die deprimierende Situation zum Beginn des Arbeitstages und benutze das Rad und fahre die sieben Kilometer über die Trasse nach Vohwinkel, um dort in den Zug nach Düsseldorf zu steigen.
    Im Endeffekt heißt das für mich, ich muss nicht einmal fünf Minuten eher aus dem Haus gehen als vorher, als ich aus der Nordstadt zum Bahnhof gelaufen bin, und im Bahnhof Vohwinkel bekomme ich sogar noch einen Kaffee für die Zugfahrt.
    Meinen täglichen „kleinen“ Einkauf erledige ich jetzt aber statt in der Elberfelder City in Düsseldorf. Schade eigentlich, oder?

  2. E. v. Barnekow sagt:

    Der grösste Fehler seit dem die Strassenbahnen entfernt wurden……..

    Es ist immer wieder schön zu sehen wie es in Weltstädten gemacht wird und wie Wuppertal all diese tollen verkehrstechnischen Errungenschaften aus „Kostengründen“ entsorgt.

    Bin mal gespannt wie lange die Schwebebahn erhalten bleibt…… ist doch schon viel zu alt und kostet nur Strom, hat keine PV Anlage, also völliger ökologischer bullshit

    den Döpps hätte es für die ½ geben können wenn nicht die Stadt Wuppertal der Planer gewesen wäre, sondern vertrauensvolle Wuppertaler die die Probleme erkannten und beseitigt hätten……. dann wäre der Tunnel geblieben!!!

  3. Peter Gillissen sagt:

    Direkt an den Hauptbahnhof angeschlossen????? Hier fahren dann zumindest vorläufig die Rollstuhlfahrer und alle anderen auch die Treppe zum Resttunnel hinunter. Ich habe wenigstens keinen Wegweiser gesehen, der diese Möglichkeit ausschließt.

  4. Ulrike Mös sagt:

    wenn ich die Wahl habe zwischen einem Lichtdurchfluteten hellen und sauberen Tunnel, der dauerhaft Arbeitsplätze schafft (Wegebegleiter für Gehbehinderte oder Frauen mit Kleinkindern und vielen Einkaufstüten),
    wenn ich die Wahl habe zwischen Wiedereröffnung der B7 und Verkehrschaos voraussichtlich drei Jahren = sprich mindestens fünf Jahren (Erfahrungswerte mit öffentlichen Prognosen) mit Abwanderung der Besucher und Kunden,
    wenn ich die Wahl habe zwischen Geldern für Jugendhilfe, Bildung, Kultur , Stadtentwicklung etc. und einer Stadt, über der ständig der Pleitegeier kreist ,
    wenn ich die Wahl habe zwischen Bürgerbeteiligung und ratsherrlichem Prestigeobjekt,
    wenn ich die Wahl habe zwischen kurzen Wegen und langen Wegen,
    was würde ich wohl wählen?
    Selbst wenn der Tunnel abgerissen wäre ist der Neuaufbau des Fußgängertunnels billiger als eine Tieferlegung der B7.
    Das Bauministerium NRW hat seine Zusage der Fördergelder an Mobilität und Entwirrung des Verkehrsknotenpunktes gebunden. Den Fußgängertunnel berührt das nicht.
    Es gibt eine Alternativplanung: http://doepps105.net/alternative-entwuerfe/
    Den Busbahnhof einfach auf die andere Straßenseite der B7 verlegen = kürzer Weg zum Busbahnhof als die Stadt plant,
    Tunnel sanieren mit Oberlichtern und Lichtanlagen, Ausgänge öffnen = kürzere Wege zu den Zügen,
    und obendrüber (auf zweiter Ebene) ein schöner Bahnhofsvorplatzt mit Park und Spielbrunnen,
    Fußgängerbrücken Richtung Schwebebahn (schon da) und Alter Post (evtl.) für kurze Wege vom Bahnhof.
    Es ist viel mehr möglich als dagegenhalten wird. Wovor haben die Stadtverordneten Angst?
    Sie sind den Wuppertaler Bürgern verantwortlich, niemandem sonst!
    Zur Erinnerung GG Art. 20 (2)

    1. E. v. Barnekow sagt:

      Sie haben sowas von RECHT…… ich Danke Ohne dafür

      mfg

      Ev. B

  5. MM sagt:

    Als dieser Tunnel vor langer Zeit eröffnet wurde, waren alle stolz über dieses moderne Bauwerk.
    Das es zur Harnröhre verkommen ist, liegt wohl nicht an den Benutzern und der mangelnden Pflege durch seine Betreiber (Sarkasmus aus)
    Aber jetzt drüber lästern fällt den Herren der Stadt dann wieder leicht. Aber etwas neu eröffnen macht ja auch mehr Spaß

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