03.12.2014

Inklusion Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

„Inklusion ist ein Menschenrecht!“

Zum internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen erklärt Josef Neumann, Inklusionsbeauftragter der SPD Landtagsfraktion: In NRW nehmen wir die Verantwortung wahr, die sich aus der UN-Behindertenrechtskonvention ergibt! Wir bringen aktiv eine inklusionsorientierte Gleichstellungstellungspolitik für Menschen mit Behinderungen voran.

Dazu haben wir einen eigenen Aktionsplan „Eine Gesellschaft für Alle – NRW inklusiv“ auf den Weg gebracht, der nun Schritt für Schritt umgesetzt wird. Allein in NRW leben 2,7 Millionen Menschen mit Behinderungen, davon 1,7 Millionen mit Schwerbehinderung.

Das Inklusionsstärkungsgesetz, welches sich gerade in der Verbändeanhörung befindet, ist ein nächster Meilenstein in der Umsetzung des NRW-Aktionsplans. Das Gesetz soll den Weg zu besseren, personenzentrierten Verfahren und Regelungen für Menschen mit Behinderung ebnen. Der Entwurf umfasst unter anderem die Anpassungen des Rechtsbestandes an die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention sowie die gesetzliche Festschreibung der Zuständigkeit der Landschaftsverbände für die Frage des Wohnens. Mit dem ersten NRW-Inklusionsstärkungsgesetz werden wir die Rechte der Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen also nachhaltig stärken. Das Prinzip  “ Nichts ohne uns über uns“ bleibt unser Leitmotiv bei der Beteiligung der Menschen mit Behinderungen und ihrer Organisationen.

Inklusion ist nur als  Querschnittaufgabe zu denken, die sich nicht ausschließlich auf den Bereich der Schul- und Sozialpolitik beschränkt. Ausgehend von frühkindlicher Bildung, Schule, Hochschule, Ausbildung und Berufsleben bis ins Alter sind alle Politikfelder und Handlungsebenen betroffen. Inklusion erstreckt sich über alle Lebensbereiche. Sie ist  eine große Herausforderung und bedeutet einen Mehrwert für uns alle. Wer heute barrierefreie Wohnungen und Stadtquartiere schafft, der nimmt ebenso die demographische Entwicklung in den Blick und sorgt vorausschauend für seniorengerechte Kommunen und  Wohnquartiere. Inklusive Infrastrukturen, barrierefrei und gleichzeitig familien- und seniorenfreundlich, sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit unseres Gemeinwesens. Inklusion erzeugt somit Synergien, die für die Gesellschaft insgesamt von nachhaltigem Nutzen sind.
Die erfolgreiche Umsetzung der Inklusion erfordert ein gänzlich anderes Bewusstsein hinsichtlich des Miteinanders in unserer Gesellschaft. Es muss normal werden, dass jeder – gleich ob mit oder ohne Behinderung – in der Mittel unserer Gesellschaft steht. Inklusion liegt ein Menschenbild zugrunde, das Verschiedenheit in einer Gesellschaft als Normalität begreift und nicht als Hindernis betrachtet.

Die gesellschaftlichen Strukturen müssen ausgestaltet werden für die gleichberechtige Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ausgestaltet werden. Dabei ist die faktische, nicht nur bloß theoretische Ermöglichung von Teilhabe ein Menschenrecht in einem demokratischen Gemeinwesen. Es geht um den selbstverständlichen Einbezug der Betroffenen als „Experten in eigener Sache“ von Anfang an. Überall müssen Bedingungen geschaffen werden, damit Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung 2

Anmelden

Aktuelle Stellenangebote:

Kommentare

Neuen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.