26.11.2014

Landesregierung Landtag Schulsozialarbeit Wuppertal

1,9 Millionen Euro für Schulsozialarbeit in Wuppertal

Wie heute Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Sozialminister Guntram Schneider auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf mitteilten, wird die Schulsozialarbeit vorerst befristet für die nächsten drei Jahre mit jeweils 67,5 Millionen Euro abgesichert.

Dazu legt das Land ein neues Förderprogramm auf, welches vorsieht, dass das Land durchschnittlich 70 % der Fördersumme, also insgesamt ca. 48 Millionen, trägt. Die Kommunen können sich freiwillig am Programm beteiligen und müssen dann durch einen variierenden Eigenanteil, nach den Grundsätzen der Stadtbauförderung, die Kofinanzierung leisten. Das bedeutet im Falle Wuppertals, dass 80 % vom Land übernommen werden. Dies entspricht in absoluten Zahlen rund 1,9 Millionen. In NRW können infolgedessen rund 1.500 Stellen  im Bereich der Schulsozialarbeit weiterfinanziert werden.

„Wir haben auf Landesebene hart gerungen und immer wieder auf die Erfolgsgeschichte der Schulsozialarbeit in Städten wie Wuppertal hingewiesen!  Ihre Unverzichtbarkeit insbesondere für Schüler und Familien in sozial benachteiligen Stadtquartieren ist vollkommen unbestritten. Uns freut es daher sehr, dass die Landesregierung heute verkündet, dass sie trotz schwieriger Haushaltssituation Verantwortung für die flächendeckende Absicherung der Schulsozialarbeit in NRW übernimmt. Das Programm fügt sich in die Strategie vorsorgender Politik, der sich die Landesregierung seit 2010 verschrieben hat Insbesondere die  Ministerpräsidentin bleibt damit ihrem Grundsatz ‚Kein Kind zurücklassen‘ treu“, so die Wuppertaler Landtagsabgeordneten Dietmar Bell, Andreas Bialas und Josef Neumann in einer gemeinsamen Erklärung heute in Düsseldorf.

Das Förderprogramm Schulsozialarbeit sei zusammen mit der gezielten Förderung von  Kindertagesstätten Ausdruck einer Politik aus einem Guss, so die Abgeordneten weiter. Nicht zuletzt danken sie dem Wuppertaler Stadtrat sowie der SPD-Ratsfraktion für die Bereitschaft, eine kommunale Finanzierung sicherzustellen. Damit haben Land und Kommunen gemeinsam die Gefahr abgewendet, dass ein Angebot innerhalb des modernen schulischen Alltags, dem eine zentrale Bedeutung zukommt, nicht weiter fortbesteht.

Die Schulsozialarbeit im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes ist ursprünglich vom Bund zeitlich befristet finanziert worden. Diese Förderung ist zwischenzeitlich ausgelaufen. Der Erhalt der aufgebauten Strukturen stand auf dem Spiel. Das nun vom Land aufgelegte Förderprogramm schafft Planungs- und Handlungssicherheit vor Ort.

„Damit entlässt NRW den Bund nicht aus seiner finanziellen Verantwortung. Wir gehen davon aus, dass in Berlin künftig Wege gesucht und gefunden werden, im Schulterschluss mit den Ländern und Kommunen diese wichtige Form der sozialen Betreuung und Begleitung von Schülerinnen und Schülern dauerhaft zu unterstützen. Die gute Botschaft des Tages aber lautet, dass das Land die Kommunen bei der Finanzierung dieser bedeutsamen Aufgabe nicht im Regen stehen lässt“, so Josef Neumann, stv. sozialpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.

Njuuz

Anmelden

Aktuelle Stellenangebote:

Kommentare

Neuen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.