04.09.2014

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Bell.Bialas.Neumann: Verhalten von Johnson Controls unverantwortlich

Landtagsabgeordnete erklären volle Solidarität mit Beschäftigten

Die Empörung ist groß: An diesem Mittwoch hat der Aufsichtsrat des Automobilzulieferers Johnson Controls die Schließung des Wuppertaler Werks für den 30. Juni 2016 angekündigt. Dass dabei eine Verlagerung der Produktion in die Slowakei beabsichtigt sei, verdeutliche schlicht das reine Profitstreben von Johnson Controls ohne die dazugehörige gesellschaftliche Verantwortung, kommentieren Bell.Bialas.Neumann und prangern den Vertragsbruch des Unternehmens an; zugleich erklären sie ihre volle Solidarität mit den Beschäftigten.

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Besonders ärgerlich aus Sicht der Landtagsabgeordneten: An dieser Einstellung des Automobilzulieferers konnte offensichtlich auch das Entgegenkommen der Belegschaft, wöchentlich jeweils 2,75 Stunden unbezahlte Mehrarbeit zu leisten, nichts ändern. Ein solches Verhalten von Arbeitgeberseite widerspreche fundamental den Grundsätzen der sozialen Marktwirtschaft, stellen Bell.Bialas.Neumann klar: Letztendlich werde durch ein solches Verhalten nicht nur die Belegschaft des Standorts Wuppertal in Existenznot gebracht, sondern auch ganz allgemein das Vertrauensverhältnis von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zueinander in Mitleidenschaft gezogen.

Njuuz

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Kommentare

  1. Schneider sagt:

    Ja , aber was nützt es den betroffenen Beschäftigten und deren Familien wenn man solch global operierende Konzerne vor die Wahl stellt, in Deutschland Steuer zu Zahlen die dann durch komplizierte aber wohl immer noch als legal definierten Trixereien auf ein Minimum bis hin zu 0€ herabzurechnen.die andere Variante ist eben in den Osten in die s.g. Wirtschaftssonderzonen mit Jahrelangen Steuerbefreiungen und Arbeitern die durch Zeitarbeitsfirmen gestellt werden zu verlagern. Da dies alles von der EU noch unterstützt und gefördert wird, lassen sich diese Unternehmen wie z.B. JC da wiederum feiern. Soll dies ein gesunder und Förderungsfähiger Wettbewerb sein ? Soll etwa auf dies Weise Eurpa zusammenwachsen ? Ist das der Wettbewerb den wir in Deutschland gewinnen können ? Das ist leider die Wahrheit die letztendlich von der Politik voll getragen und akzeptiert. Sportlich betrachtet wäre das ein Wettbewerb zweier Manschaften, von denen bei einer ist Doping grundsätzlich erlaubt. Finanziert muss es aber auch noch vom Verlierer.
    Trotzdem danke für die Solidarität ! Leider ist es jetzt schon zu spät.

    1. Wolf Girdes sagt:

      Hallo Herr Schneider,

      es ist nie zu spät, für seine Interessen zu kämpfen.
      Ansonsten stimme ich Ihnen zu.
      Ergänzen möchte ich noch:
      Der Neoliberalismus/die Neoklassik, die Theoriegebäude dieser Politik, werden leider nahezu uneingeschränkt von CDU, CSU, Grüne und SPD vertreten (von der AfD und FDP sowieso), für eine alternative Ökonomie auf Grundlage der Thgeorien von J. M. Keynes ist nichts übrig geblieben, obwohl dieser uneingeschränkt den Kapitalismus bejaht, aber arbeitsmarktpolitische und finanzpolitische Staatseingriffe zur Stabilisierung des gesellschaftlichen Konsens favourisiert.
      Mit einem Freihandelsabkommen wird es noch schlimmer und „alternativloser“ werden, da der Investorenschutz oberste Priorität genießt und dafür eine eigene privat-organisierte, von den Staaten geduldete Gerichtsbarkeit hinter verschlossenen Türen etabliert wird.
      Warum nur machen die Politiker in nahezu allen Ländern diese Dokrin mit?

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