18.07.2014

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KLANGART: Feinster Jazz im Skulpturenpark Waldfrieden

Mit Dave Holland, dem einstigen Miles-Davis-Bassist, und seinem Quartett Prism kommen am Samstag, 19.07., absolute Superstars des Modern Jazz nach Wuppertal. Nicht minder spannend dürfte der Auftritt von Adam Bałdych und seines Quartetts am darauffolgenden Abend, Sonntag, den 20.07., werden.

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Mit Dave Holland, dem einstigen Miles-Davis-Bassist, und seinem Quartett Prism kommen am Samstag, den 19. Juli 2014, absolute Superstars des Modern Jazz nach Wuppertal.
Nicht minder spannend dürfte der Auftritt von Adam Bałdych und seines Quartetts am darauffolgenden Abend, Sonntag, den 20.07., werden. Bałdych gehört zur eher seltenen Spezies der Jazzgeiger. Sein geradezu „teuflisches“, von Kaffeehausklischees gänzlich freies Spiel hat ihm den anerkennenden Spitznamen „Evil“ eingebracht.

Dave Holland Quartett >Prism<
Samstag, 19. Juli > 19 Uhr > Open Air
Dave Holland (Bass), Kevin Eubanks (Gitarre), Craig Taborn (Piano), Eric Harland (Schlagzeug)

„Prism“ ist ein Bandprojekt, hat Bassist und Komponist Dave Holland in Interviews immer wieder betont, und angesichts von hochkarätigen Namen wie Kevin Eubanks, Craig Taborn und Eric Harland hat dieser basisdemokratische Ansatz durch­aus Berechtigung. Doch auch wenn die Stücke in einem gemeinsamen kreativen Prozess entwickelt werden, scheint in der energetischen, metrisch-rhythmisch genial vertrackten Musik doch die Handschrift Hollands als Initiator und (nicht nur) nomineller Leader durch. Hollands Karriere nahm 1968 Fahrt auf, als Miles Davis den Briten nach New York in seine Band holte. Er war an den stilbil­denden Alben „In a Silent Way“ and „Bitches‘ Brew“ beteiligt und ist damit einer der Erfinder der Jazz-Fusion. Seit seinem eigenen 72er-Debüt „Conference Of The Birds“ hat er unzählige Alben als Leader, Co-Leader und Sideman aufgenommen. Die vier Prism-Musiker kennen sich zum Teil schon seit Jahr­zehnten. Ihr Zusammenspiel als feste Band haben sie zunächst live auf Tour entwickelt, bevor sie es auf CD festgehalten haben. Inzwischen dürfte die Band wieder einen Schritt weiter sein, denn Jazzmusiker wie Holland kennen eines nicht: Stillstand.

Adam Baldych Quartet (c) Joanna JoKo KowalczykAdam Baldych Quartet (c) Joanna JoKo Kowalczyk ©Joanna JoKo Kowalczyk

Adam Bałdych Quartett >Imaginary<
Sonntag, 20. Juli > 18 Uhr > Open Air
Adam Bałdych (Violine), Pawel Tomaszewski (Piano), Michal Baranski (Bass), Pawel Dobrowolski (Schlagzeug)

Geigenvirtuosen sind vergleichsweise rar im Jazz, und bemer­kenswert viele von ihnen stammen aus Polen: Michal Urbaniak und Zbigniew „Zbiggy“ Seifert etwa und nun auch Adam Bałdych. Von den polnischen „Elders“ hat er sich längst emanzi­piert. Sein atemberaubendes Spiel von geradezu „teuflischer“ Virtuosität, Expressivität und Variabilität hat ihm den anerken­nenden Spitznamen „Evil“ eingebracht. „Zweifellos der größte lebende Geigentechniker des Jazz“, schrieb die FAZ nach sei­nem Auftritt beim JazzFest Berlin 2011.
Klassisch ausgebildet und in Polen als „Wunderkind“ gefeiert, entschied sich der 1986 geborene Bałdych mit 13 für den Jazz: „Er gab mir die Freiheit, die ich suchte.“ Seine internationale Karriere begann mit 16. Nach einem Stipendium am Berklee College of Music in Boston wurde New York zur Wahlheimat. An der Seite von Größen wie Jim Beard und mit seiner Band Damage Control feierte er weltweite Erfolge.
Mit seinem von Nils Landgren und Siggi Loch produzierten ACT-Debüt hat er die Möglichkeiten der Jazzgeige neu definiert: Weit und breit ist kein Kaffeehaus-Schluchzen zu hören, seine Linien erinnern eher an die eines Bläsers und mehrstimmige Passagen an das Akkordspiel eines Pianisten.

Die Cragg Foundation veranstaltet 2014 zum sechsten Mal die Konzertreihe KlangArt und hat wieder Größen der internationalen Jazz- und Weltmusikszene in den Skulpturenpark Waldfrieden eingeladen. An diesem Ort finden in einzigartiger Weise Natur, Kunst und Musik zusammen: Der Veranstaltungsrahmen, im Ausstellungspavillon oder open air vor der Villa Waldfrieden, zählt zu den schönsten Konzertambiente weit und breit. Dies genießen Musiker wie auch Zuhörer gleichermaßen. In Musikerkreisen spricht man über die feine Konzertreihe mit Festivalcharakter, unter Zuhörern ist sie längst kein Geheimtipp mehr und zieht alljährlich ein großes Publikum an, das auch von weit außerhalb der Region den Weg nach Wuppertal findet.

Skulpturenpark Waldfrieden
Hirschstraße 12, 42285 Wuppertal
mail@skulpturenpark-waldfrieden.de
www.skulpturenpark-waldfrieden.de
Tel. +40.(0)202.4789812-0

Kartenvorverkauf über www.adticket.de, Hotline 0180 6050400 (20ct/Anruf aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk abweichend), an der Kasse des Skulpturenparks und allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Kombiticket: Die Tickets der Open-Air-Konzerte berechtigen zur kostenlosen Hin- und Rückfahrt am Tag der Veranstaltung mit allen VRR-Verkehrsmitteln im Verbundgebiet Rhein-Ruhr (VRR). Gültig in der 2. Klasse.

 (Anmerkung an die Redaktion: Klangart ist eine nichtkommerzielle Veranstaltung.)

 

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