WfW-Fraktion für Wiederherstellung des ‚Dreikaiserdenkmals’

Die WfW-Fraktion hält die aktuelle Erregung wegen der Annahme einer Schenkung aus russischen Händen zur Wiederherstellung des ‚Dreikaiserdenkmals’ für fehlgeleitet.

Der Fraktionsvize Dr. Günter Schiller stellt fest: „Wir halten es grundsätzlich für falsch, mit Zeugnissen der Vergangenheit nach aktuellen Umständen oder gegenwärtigen Wert­maß­stäben zu verfahren. Vielmehr geht es bei ihrem Erhalt und ihrer Pflege um die korrekte Darstellung von Geschichte, auch mit den aus heutiger Sicht begangenen Irrtümern und Fehlentwicklungen. Deshalb halten wir auch nichts von den heute gern vorgenommenen Umbenennungen aus Gründen politischer Korrektheit.“

Dass man beim gegenwärtigen Regime in Russland immer mit machtpolitischen und undemokratischen Ausfällen zu rechnen hatte, musste bei den politischen Entscheidungen im Kulturausschuss und im Rat bekannt sein. Und auch, dass hier auf ein Beispiel positiver politischer Beziehungen zwischen Russland und dem Vorläufer des Deutschen Reiches hingewiesen werden sollte. Dabei handelte es sich aus heutiger Sicht allerdings um einen zwiespältigen Prozess der Befreiung und zugleich der monarchischen Restauration.

Schließlich ist formal von Belang, dass das Geld nicht aus Putins Privatschatulle gezahlt wird, sondern von zwei russischen Großunternehmen, mit denen Deutschland bedeutende Geschäftsbeziehungen unterhält.

Deshalb sollte die Stadt, wenn nicht ganz schwerwiegende Störungen eintreten, das Vorhaben wie geplant weiterführen. Man sollte den politischen Konflikt nicht ohne Not auf andere entfernt liegende Ebenen verlagern.

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