16.04.2014

3-Kaiser-Denkmal Gerd-Peter Zielezinski Hardt Ratsfraktion DIE LINKE

„3-Kaiser-Denkmal“

Die Wertung das Denkmals darf nicht von tagespolitischen Ereignissen abhängen.

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„Die Wertung des Denkmals darf nicht von tagespolitischen Ereignissen abhängen.“ So kommentiert Gerd-Peter Zielezinski, Fraktionsvorsitzender der Ratsfraktion DIE LINKE, die aktuelle Diskussion um die russischen Gelder zur Restaurierung des 3-Kaiser-Denkmals. „Nun wird das Denkmal als Ausdruck russischen Nationalismus gewertet. Wir sind nach wie vor der Auffassung dass sowohl die Teilrestaurierung als auch die geplante Vollrestaurierung nicht angemessen sind. Wir unterstützen weder die Glorifizierung von König Friedrich Wilhelm IV, noch die von Zar Alexander I und die von Kaiser Franz I. Die vorgenannten Herrscher waren allesamt Antidemokraten.“

Die Befreiung von der napoleonischen Besetzung mündete nicht in eine wirkliche politische Befreiung  – und für die Polen mündete sie in die Auslöschung ihrer Nation. „DIE LINKE hätte es unterstützt, wenn das Denkmal in nichtrestauriertem Zustand geblieben wäre – mit allen Spuren seiner Denkmalsgeschichte“, ergänzt Zielezinski.

 

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Kommentare

  1. Wolf Girdes sagt:

    Die Marmorskulptur des verstorbenen Wiener Bildhauers Prof. Alfred Hrdlicka im Engels Garten ist eine hervorragende Würdigung des Lebenswerkes von Friedrich Engels und seiner Verbundenheit mit den Unterdrückten.
    Als dieses Denkmal für Wuppertal gefertigt wurde, besetzten im Rat der Stadt die Sozialdemokraten die „linke Fraktionsbank“. Das jetzige Geschenk wurde von OB Jung angenommen. Optik, Material und Bearbeitung des Denkmals entsprechen eher konservativen OB-Visionen und chinesischen Tranditionsvorstellungen, denn entwicklungs- und kulturgeschichtlicher Darstellung. Diesbezüglich werden sich Linke sicherlich eher mit Hrdlicka „Kunst muss Zeuge ihrer Zeit sein“ identifizieren.

    Eine völlig andere Situation stellt das 3-Kaiser-Denkmal dar. Alle drei waren volksverachtende Antidemokraten. Hier wäre ein Mahnmal richtungsweisender als die Restauration.

    Noch eine Bemerkung am Rande: Wer Herrn Zielezinski kennt, weiß, dass er niemals antidemokratische Politik in China oder USA oder sonstwo unterstützt hat.
    Er war in der Friedensbewegung und als Antifaschist aktiv und hat sich darüber hinaus sozial- und arbeitspolitisch für mehr Demokratie engagiert.

    1. Martin Lindemann sagt:

      Hallo Herr Girdes,

      es geht nicht um das bestehende Engels-Denkmal von Alfred Hrdlicka, sondern um das künftige, welches der Rat der Stadt Wuppertal 2013 fraktionsübergreifend beschlossen hat. Zum Thema: „Verbundenheit Friedrich Engels mit den Unterdrückten“: ja, Engels mag zur Zeiten der Industrialisierung einen Weg eingeschlagen haben, der damalige Zustände verbessern sollte. Leider aber wurde aus der Idee von Marx und Engels später eine Menschen unterdrückende Ideologie. Ein paar Stichpunkte: Lenin, Stalin, Ceaușescu, Gulag, Stasi, Hoheneck, Hohenschönhausen, Honecker…. etc. So einfach ist Politik eben dann doch nicht!

      Und meine persönliche Meinung ist, dass man die Kaiser aus ihrer Zeit her sehen muß. Zur Zeit um 1813 / 1815 gab es noch gar keine nennenswerte demokratische Bewegung in Deutschland, die trat erst um 1848 auf. Und hier wurde nicht der Monarchie ein Denkmal gesetzt, sondern der Befreiung unserers Volkes durch die napleonische Besatzung. Natürlich hatten die Kaiser hatten daran auch erheblichen Anteil!

      Mag ja sein, dass Herr Zielezinski in der Friedensbewegung aktiv war, aber warum freut er sich dann auf ein von China finanziertes Denkmal (siehe oben)? Gleichzeitig moniert er aber, dass russische Gelder für das Drei-Kaiser-Denkmal fließen werden. Ich finde das sind rein ideologische Gründe, unter Ausblendung von geschichtlichen Tatsachen. Bei Engels lässt die Linkspartei die negativen Nebenwirkungen untern Tisch fallen, bei den Monarchen jedoch werden positive Aspekte verschwiegen. Wenn alle Parteien so handeln würden, gäbe es auch nicht noch ein weiteres Friedrich-Engels-Denkmal in Wuppertal.

      Vielleicht täte der Linkspartei in Wuppertal einmal weniger Ideologie gut!

      1. Wolf Girdes sagt:

        Lieber Herr Lindemann,

        offensichtlich scheinen Sie immer noch vom Antikommunismus des kalten Krieges geprägt zu sein, weniger bürgerliche Ideologie täte Ihnen sicherlich gut. Schade, dass ich nicht Mitglied der Linken bin, dann könnten Sie mich in eine Schublade der Vorurteile stecken.

        Inhaltlich lavieren Sie immer knapp am Thema vorbei, auch eine Reihung populistischer Namen oder Pseudo-Orte sind der Diskussion nicht hilfreich.
        Sie behaupten für 1813/15 „Befreiung unseres Volkes durch die napoletanische Besatzung. Natürlich hatten die Kaiser … daran auch erheblichen Anteil!“

        Wer ist unser Volk? Befreiung durch (uneigenennützige?) Besatzer?
        Ich bleibe dabei: Der Adel war brutal, egoistisch und zutiefst antidemokratisch.
        Deshalb favourisiere ich keine Restaurierung der Optik und Gedanken dieser 3-Kaiser-Politik.

  2. Martin Lindemann sagt:

    Lieber Herr Zielezinski, können Sie mir bitte erklären, wie man dann im Gegenzug, von einer antidemokratischen Nation wie China, jubelnd ein Friedrich-Engels-Denkmal für Unterbarmen genehmigen kann?

    Ich glaube im Übrigen nicht, dass der sonstige Rat hier Kaiser oder Könige glorifizieren möchte, sondern statt dessen an ein geschichtliches Ereignis erinnern möchte.

  3. Fast Foot sagt:

    Knapp und präzise. Eine gute und angemessene historische Einschätzung und eine deutliche Positionierung. So einfach kann Politik sein.

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