02.04.2014

Essen & Trinken in Wuppertal: Im roberts

Eine Restaurantkritik vom Arrenberg.

xxxDonnerstag, 18.30 Uhr . ich betrete das Roberts in der Gutenbergstraße 14 in Elberfeld.

Im Roberts wird Slow Food – nur mit frischen Zutaten möglichst aus der Region – gekocht. Ein wenig Fusion, ein wenig mediterran, ein wenig asiatisch – immer kreativ.

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Der erste Eindruck: was für ein wunderschöner Raum! Später erfahre ich vom Besitzer Robert Marx, dass er über ein halbes Jahr die verschiedenen geschmackvollen Einrichtungsgegenstände zusammen gesucht hatte. Dunkler Holzfußboden, weiße Tischgestelle mit dunklen, polierten Tischplatten (keine steifen Tischdecken – aber Stoffservietten!), cremefarbene Wände – der Raum von Kronleuchtern, passenden Wandleuchten und Kerzen, die zum Teil in zwei großen Spiegeln reflektieren, angenehm erleuchtet. Musik im Stil von Café del Mar schwingt in der Luft. Schon jetzt sind bereits einige Tische besetzt.

Die Karte verspricht einige Gaumenfreuden. Und ich werde nicht enttäuscht. Die Kartoffelsuppe mit Scampi hat einen wundervoll feinen Geschmack – ein wenig frischer Majoran verhilft dem Erdapfel zu unaufdringlicher Eleganz. Der leicht fruchtige Grauburgunder aus der Pfalz, den es hier als offenen Wein gibt, passt hervorragend – und soll auch den Hauptgang begleiten: Seeteufel in einer mediterranen Weißweinsauce mit Kapern und Oliven. Ebenfalls sehr lecker! Seeteufel kann ja ruhig ein wenig kräftiges Beiwerk vertragen … Alle Ingredienzien sind harmonisch aufeinander abgestimmt. Nichts drängt in den Vordergrund und es ist einmal mehr bewiesen, dass eine Gesamtheit mehr ist, als die Summe seiner Einzelteile. Jetzt bin ich richtig glücklich, heute einmal alleine unterwegs zu sein. Denn so kann ich mich ausschließlich auf diesen Genuss konzentrieren.

Um mich herum füllen sich langsam die Tische – alle anderen wollen anscheinend essen UND reden. Die schöne Musik vermischt sich mit gedämpften Gesprächen, Gelächter … Na gut – hier muss man natürlich nicht alleine hinkommen.

Das Dessert ist dann ein Abschluss-Knaller: Spekulatius-Pannacotta mit Beerenjus – die Spekulatiusaromen ganz unaufdringlich, in den Beeren ein wenig Chili – ein Gitter aus weißer Schokolade als Crispie-Deko.

Robert Marx hat hier wirklich einen besonderen Ort geschaffen – das Ambiente ist wundervoll, das Essen ist wundervoll … Und im Sommer soll das Roberts sogar ein wenig Prenzlauer Berg nach Wuppertal bringen: dann kann man auch im Hinterhof speisen, von roten Ziegelmauern und Rosenranken umgeben.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis war völlig in Ordnung: für die Suppe, den Fisch, die Pannacotta, eine Flasche Wasser und ein großes Glas Wein habe ich 39 Euro bezahlt – und natürlich sehr gerne Trinkgeld für die ausnehmend freundliche und aufmerksame Bedienung gegeben.

Übrigens: Robert Marx kocht auch mal woanders – zum Beispiel in den USA für die Filmcrew von Roland Emmerich. Meiner Meinung nach sollte er das aber auch nicht zu häufig machen – das ist schon ganz gut, dass es das Roberts mit ihm nun schon über 2 ½ Jahre in Wuppertal gibt.

>> Homepage des Roberts

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Kommentare

  1. Theresa sagt:

    Ich kann in allen Dingen zustimmen, wenn da nicht die langen Wartezeiten auf das Essen wären! Ich habe leider schon mehrmals schlechte Erfahrungen im Roberts mit dem Service bzw. der Wartezeit (+45min und mehr) gemacht. Sonst genauso schön wie in dem Beitrag beschrieben!

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