21.03.2014

Bell.Bialas.Neumann Hebammen Hebammenhaftpflicht Josef Neumann

Hebammen bei Josef Neumann: „Wir werden Sie nicht im Stich lassen!“

Seit Jahren steigen die Beiträge zur Berufshaftpflichtversicherung in Höhen, die kaum noch zu erwirtschaften sind.

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Für die deutschen Hebammen ist es mittlerweile existenzbedrohend: 2015 wird sich eine weitere Versicherung völlig aus der Hebammenhaftpflicht zurückziehen, so dass viele Kolleginnen auch in NRW ohne den vorgeschriebenen Versicherungsschutz ihre Arbeit nicht fortführen können. Grund genug für den Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales (AGS), die prekäre Lage der Hebammen in der gestrigen Sitzung in den Blick zu nehmen. Im Vorfeld traf Josef Neumann, stellvertretender Sprecher der SPD-Fraktion im Ausschuss AGS, gemeinsam mit seinen KollegInnen Gerda Kieninger und Michael Scheffler etwa 40 Hebammen, die seiner Einladung in den Landtag gefolgt waren, um im direkten Gespräch mit den Politikern noch einmal konkrete Probleme äußern zu können. „Uns war es wichtig, die Damen selbst hier zu Wort kommen zu lassen und ihnen so zu zeigen, dass wir ihre Sorgen sehr ernst nehmen“, betonte Neumann. Sichtbar froh über diese Chance legten die Hebammen Neumann und seinen Kollegen ihr Problem ausführlich dar: „Ich mache schon seit einigen Jahren keine Geburten mehr. Das war eine sehr schwere Entscheidung für mich, aber ich konnte es mir einfach nicht mehr leisten“, erzählte eine Hebamme. „Man muss auch noch einmal ganz klar sagen, dass es wirklich um alle Hebammen geht, nicht nur um die freiberuflich tätigen“, betonte eine andere.

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In der anschließenden Ausschusssitzung mahnte Neumanns Kollegin Gerda Kieninger, Sprecherin der SPD im Ausschuss für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation die Parteien, in dieser Sache an einem Strang zu ziehen. „Wir wollen ein klares Signal nach Berlin senden, dass wir hinter den Hebammen stehen. Es sollte allen Fraktionen ein Anliegen sein, eine langfristige Lösung zu finden, denn es geht hier um den Start ins Leben.“ Deutliche Worte, für die es von den Hebammen Applaus gab. Josef Neumann versprach den Hebammen, sich auch in Zukunft für ihre Belange einzusetzen und den Druck auf den Bund, der in der Angelegenheit die Kompetenz hat, zu erhöhen. „Die Entwicklungen in der Haftpflicht bedeuten faktisch ein Berufsverbot für die Hebammen. Das werden wir nicht zulassen und auch auf Landesebene unser Möglichstes tun, um eine schnelle Lösung voranzutreiben.“

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Kommentare

  1. V. Fahrney sagt:

    Betr: Versicherungen für Hebammen

    Versicherungen und Krankenhäuser bilden zur Gewinnmaximierung eine unheilige Allianz. Eine (Risiko) Geburt bringt Umsätze im sechsstelligen Bereich. Logisch, dass sich die Geburtsstationen die lästige Konkurrenz mit Hilfe des Finanzpartners (Versicherung) vom Hals schaffen.
    Für die Hebammen gibt es nur eineLösung! Die Solidargemeinschaft, eine vergessene Kultur. Wie in den Anfängen der Feuerversicherung die einzige Möglichkeit der Übermacht der Konzerne zu widerstehen.
    Volker Fahrney

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