Mit Sicherheit ein großes Projekt

Der Weg zur Umsetzung der geplanten Investitionen von Signature Capital am Döppersberg – Wuppertals derzeit größtem Stadtentwicklungsprojekt – ist bereitet. Stadt und Investor wollen sich mit einer gemeinsamen Rahmenvereinbarung weitere Planungssicherheit geben.

Vor zwei Monaten hatte Signature Capital ihre Planungen zur Gestaltung und Bebauung des Wuppertaler Bahnhofsumfeldes vorgestellt.
Die verbindende Funktion zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt, die der Investor mit mehreren Bausteinen erreichen möchte, erfreute sich sehr positiver Resonanz. Der Entwurf für ein modernes Geschäftshaus mit amorphen Formen und glänzenden Fassaden auf der Fläche, die vormals als „Investorenkubus“ gekennzeichnet war, entstammt der Feder des international tätigen Architekturbüros Chapman Taylor. Die geschwungene Form und Gewebestruktur der Fassade soll auch eine Reminiszenz an die Textilgeschichte der Stadt sein. Auf vier Etagen werden hier ca. 7.000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche entstehen. „Mit einem Ankermieter stehen wir bereits in intensiven Gesprächen“, berichtet Timo Herzberg, Geschäftsführer der Signature Capital GmbH. Darüber hinaus sollen auch auf der neu zu errichtenden Geschäftsbrücke über die B7 und als Randbebauung des Bahnhofsvorplatzes weitere 3.000 Quadratmetern Verkaufsfläche entstehen und die Fußgängerzone der Wuppertaler City in Richtung Bahnhofsareal erweitert werden. „Auch für diese Flächen gibt es schon zahlreiche Anfragen von Anbietern, die derzeit noch nicht auf dem Wuppertaler Markt vertreten sind“, berichtet Projektleiter Nicolas Spengler.
Herzberg: „Wir freuen uns, dass wir bei diesem öffentlichen Großprojekt mit unseren ergänzenden Planungen positiv zur Stadtentwicklung beitragen können.“ Zweifelsohne wird diese Cityerweiterung zu einer Attraktivitätssteigerung des Einkaufsstandortes Wuppertal beitragen und das neue, moderne Eingangstor Wuppertals werden.

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Entwurf: Chapman Taylor DeutschlandEntwurf: Chapman Taylor Deutschland


Road Map zur Umsetzung

Ziel der Stadt Wuppertal und Signature Capital ist ein Baubeginn des Investorenprojekts im Januar 2015. In den vergangenen Monaten wurde daher in gemeinsamen Verhandlungen intensiv an den Planungen und den Bauabläufen gearbeitet. Verschiedene Varianten – mit und ohne Sperrung der B7 – sind in enger Abstimmung entwickelt worden, um unabhängig vom Ausgang dieser Entscheidung handlungsfähig zu sein.
Wichtige Eckpunkte sind nun verhandelt, so dass dem Stadtrat die „Road Map“ für die angestrebte Unterzeichnung des Kaufvertrages vorgelegt werden kann. Dieses Eckpunktepapier beinhaltet eine Zusammenfassung des derzeitigen Verhandlungsstandes sowie einen Fahrplan für die zu schaffenden Voraussetzungen im Vorfeld der Kaufvertragsunterzeichnung. Auch die noch offenen Fragen sowie die Risiken für Bauablauf und Finanzierung werden dargestellt.
Um Planungssicherheit für Signature Capital zu schaffen, soll dem Stadtrat vorgeschlagen werden, dass mit dem Investor ein Vorkaufsrecht für die Schlüsselgrundstücke bis zum 31.03.2015 vereinbart wird. Auch die notwendigen Anpassungen des Bebauungsplans werden in der Sitzung des Stadtrates am 24.02.2014 auf den Weg gebracht. „Weitere entscheidende Schritte für die Realisierung dieses herausragenden Projektes und ein wichtiges Signal für potentielle Mietinteressenten an diesem attraktiven Standort“, ist Oberbürgermeister Peter Jung überzeugt. Die intensiven Gespräche, um die öffentlichen und privaten Bauabläufe so aufeinander abzustimmen, dass die neuen Handelsflächen und damit der neue Döppersberg möglichst frühzeitig auf den Markt kommen, waren von dem beidseitigen Wunsch geprägt, das Projekt umzusetzen. „Die Verhandlungen sind mit der gegenseitigen Absichtserklärung auf einem sehr guten Weg. Das schafft auf beiden Seiten Sicherheit und Verbindlichkeit zum frühestmöglichen Zeitpunkt“, sagt Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig.
Signature Capital rechnet für die Errichtung des Hauptbaukörpers mit einer Bauzeit von ca. zwei Jahren. „Die Eröffnung des mehrgeschossigen Geschäftshauses ist für  2017 vorgesehen. Auch die Brücke soll dann bereits teilweise begehbar sein“, so Spengler. Die Sicherung der Zeitabläufe sei entscheidend, denn große Einzelhandelsmieter unterschrieben heute nicht mehr ohne festen Eröffnungstermin. Mit der kompletten Fertigstellung des privaten Projektes sei dann 2018 zu rechnen.

Über Signature Capital:
Signature Capital ist eine Immobilieninvestmentgesellschaft mit Sitz in Irland und Deutschland. Inzwischen werden ein Großteil ihrer Investitionen in Deutschland getätigt. So wurde z.B. 2011 die Neumarkt-Galerie in der Kölner Innenstadt erworben und aufwändig saniert.

Quelle: PM Wifö W/Signature vom 14.02.14

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Kommentare

  1. Bea sagt:

    Schon seit geraumer Zeit frage ich mich,
    WER eigentlich diesen zweiten Konsumtempel dort vor dem Bahnhof braucht
    und WIE der sich in das bestehende historische Ensemble von Wuppertal-Institut, Bahnhofsgebäude und Bahnhofsdirektion einfügen könnte?
    Schlimm genug, dass das alte Hotel Kaiserhof noch nach dem Krieg zerstört/abgerissen wurde.

    Weitere Aspekte sind
    a. Noch haben wir doch eine hinreichend große Innenstadt oder fehlt es dort an Fläche?

    b. Warum wird nicht die Bundesbahn-Direktion als Bahnhofs-Mall-Verkaufsfläche mit genutzt???
    Platz böte sie doch hinreichend! Es wäre mehr als nur schade, wenn sie – wie es die aktuellen Pläne implizieren, nun hinsichtlich Barrierefreiheit etc. nicht eingebunden würde und gar verfallen müsste…

    Weitsichtige Stadtentwicklung wäre für mich,
    wenn der neue Investor mit seinem Textilkaufhaus einen der in der Innenstadt bereits vorhandenen Leerstände nutzen und beleben würde anstatt weitere zu schaffen!

  2. Leider dürfen die Mitglieder des Gestaltungsbeirates nicht berichten, da in Wuppertal,
    wie in anderen Städten durchaus üblich, nicht öffentlich beraten wird.
    Da die Stadtspitze aber bei den Protokollen hilft, kennt der Herr OB vermutlich die Äußerungen speziell zum neuen Kubus, der nun durch verschiedene Rundungen die Bewegung von Textilien darstellen soll, aber auf den eigentlichen „Platz“ vorgerückt
    ist.

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