23.01.2014

Arbeitsgestaltung Bergische Universität Wuppertal Fachkräftesicherung Psychische Arbeitsbelastungen Sicherheitswissenschaft Wirtschaftsregion Bergisches Städtedreieck Wuppertal

Kausalität zwischen psychischen Arbeitsbelastungen und Erkrankungen

Dieses Thema der Fach­kräfte­sicherung diskutierte Prof. Dr. Nico Dragano von der Hein­rich-Heine-Universität Düs­seldorf vorgestern beim 98. Si­cher­heits­wissen­schaf­tlichen Kol­lo­quium der Bergischen Universität Wuppertal.

Psychische Arbeitsbelastungen können aus der Arbeitsorganisation, der Gestaltung von Arbeitsinhalten, den Arbeitsverhältnissen oder der Arbeitszeitgestaltung resultieren. Prof. Dragano, Direktor des Instituts für Medizinische Soziologie am Universitätsklinikum Düsseldorf, stellte die Forschungsaufgabe dar, aus der Fülle der sich in diesen Bereichen ergebenden möglichen Gesundheitsrisiken diejenigen zu isolieren, von denen tatsächlich eine Gesundheitsgefahr für Beschäftigte ausgeht.

Prof. Dr. Ralf Pieper (Bergische Universität Wuppertal) und Prof. Dr. Nico Dragano von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (v.l.n.r.) vor dem Beginn des 98. Sicherheitswissenschaftlichen Kolloquiums in Wuppertal.Prof. Dr. Ralf Pieper (Bergische Universität Wuppertal) mit Prof. Dr. Nico Dragano von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (v.l.n.r.) vor dem Beginn des 98. Sicherheitswissenschaftlichen Kolloquiums in Wuppertal.

Hierzu gehören fehlende Kontrollmöglichkeiten über Arbeitsumstände und -organisation, fehlende Entwicklungsmöglichkeiten, fehlende Belohnung und Anerkennung, eine chronisch hohe Arbeitslast, fehlender sozialer Rückhalt von Arbeitskollegen oder Vorgesetzten, hohe Arbeitsplatzunsicherheit, eine gestörte Work-Life-Balance und emotional belastende Tätigkeiten.

Gleichwohl besteht weiterhin ein großer Forschungsbedarf, da bisher die Grundlagenforschung in diesem Bereich eher nur geringe Ressourcen hat und die Testung von Gesundheitsrisiken aufwändig und langwierig ist. An der Abendveranstaltung beteiligten sich über 50 Fachleute. Neben den Teilnehmern aus dem Bergischen Städtedreieck nahmen Organisationsvertreter aus Aachen, Dortmund, Dormagen, Düsseldorf, Hagen, Köln, Meerbusch, München, Leverkusen, Reken, Sankt Augustin, Schwelm und Sprockhövel am Kolloquium teil.

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