16.12.2013

Helios highlight ver.di

Flashmob: Helios-Beschäftigte demonstrieren in den City-Arkaden

Knapp hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Barmer Helios-Klinikums haben sich am Samstagmittag nach Angaben der Gewerkschaft "ver.di" in den City Arkaden zu einem Flashmob versammelt.

 

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Sie trugen OP-Hauben, Mundschutz und T-Shirts mit der Aufschrift: "Wir sind am Boden!", " Wir können nicht mehr!", " Wir sind vor dem Burnout!".

Sie trugen OP-Hauben, Mundschutz und T-Shirts mit der Aufschrift: „Wir sind am Boden!“, “ Wir können nicht mehr!“, “ Wir sind vor dem Burnout!“.

Hintergrund ist die hohe Arbeitsbelastung der Beschäftigten in der Pflege und die Forderung nach mehr Fachpersonal. Die Beschäftigten leiden nach Gewerkschaftsangaben unter hohem und weiter wachsendem Arbeitsdruck. Patienten würden immer öfter unzureichend versorgt.

Die Burnout-Rate liege weit höher als im Durchschnitt der Erwerbstätigen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Arbeitsbedingungen seien abschreckend für den Nachwuchs. Der Kostensenkungsdruck und der Wettbewerb seien eine Gefahr für die Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser und ihre Fähigkeit, ausreichend Fachpersonal zu gewinnen.

ver.di und die Beschäftigten von Helios protestierten gegen Arbeits- und Kostensenkungsdruck.

ver.di und die Beschäftigten von Helios protestierten gegen Arbeits- und Kostensenkungsdruck.

„Es stimmt in diesem System grundsätzlich etwas nicht, wenn es im Gesundheitswesen anstelle einer besseren Patientenversorgung und menschenwürdigen Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten nur um Wettbewerb der Preise, Lohndumping. und Outsourcing geht.“, so Gewerkschaftssekretärin Silke Iffländer.

Es gibt für die Beschäftigten der Pflege in den Krankenhäusern keine gesetzliche Personalbemessung. Ver.di-Erhebungen zufolge fehlen in deutschen Krankenhäusern derzeit rund 162.000 Stellen, davon allein 70.000 in der Pflege. Erste Erfolge gibt es durch die getroffenen Absprachen zur Personalsituation in den Kliniken im Koalitionsvertrag, nicht finden wird man allerdings konkrete Regelungen zur Personalbemessung.

„Deshalb ist es wichtig, dass die Beschäftigten sich organisieren, gemeinsam wehren und Druck machen auf die Verantwortlichen im Gesundheitswesen“, so die Gewerkschafterin abschließend.

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Quelle: ver.di

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