03.12.2013

Inklusion Menschen mit Behinderungen Tag der Menschen mit Behinderungen

„Inklusion ist ein Menschenrecht!“

Zum internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen erklärt Josef Neumann, Inklusionsbeauftragter der SPD Landtagsfraktion: Wir in NRW nehmen die Verantwortung wahr, die sich aus der UN-Behindertenrechtskonvention ergibt und betreiben aktiv eine inklusionsorientierte Gleichstellungstellungspolitik für Menschen mit Behinderungen."

„Dazu haben wir einen eigenen Aktionsplan „Eine Gesellschaft für Alle – NRW inklusiv“ auf den Weg gebracht, der nun Schritt für Schritt umgesetzt wird. Allein in NRW leben 2,7 Millionen Menschen mit Behinderungen, davon 1,7 Millionen mit Schwerbehinderung
Inklusion ist eine Querschnittaufgabe, die sich nicht auf den Bereich der Schul- und Sozialpolitik beschränkt. Ausgehend von frühkindlicher Bildung, Schule, Hochschule, Ausbildung und Berufsleben bis ins Alter sind alle Politikfelder und Handlungsebenen betroffen. Inklusion in allen Lebensbereichen ist eine große Herausforderung und bedeutet zugleich einen Mehrwert für uns alle. Wer heute barrierefreie Wohnungen und Stadtquartiere schafft, der nimmt ebenso die demographische Entwicklung ernst und sorgt vorausschauend für seniorengerechte Kommunen und Wohnquartiere. Inklusive Infrastrukturen, barrierefrei und gleichzeitig familien- und seniorenfreundlich, sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit unseres Gemeinwesens. Inklusion erzeugt somit Synergien, die für die Gesellschaft insgesamt von nachhaltigem Nutzen sind.
Inklusion erfordert ein gänzlich anderes Bewusstsein hinsichtlich des Miteinanders in unserer Gesellschaft. Es muss normal werden, dass jeder – gleich ob mit oder ohne Behinderung – in der Mittel unserer Gesellschaft steht. Inklusion liegt ein Menschbild zugrunde, das Verschiedenheit in einer Gesellschaft als Normalität begreift und nicht als Hindernis betrachtet.

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Die gesellschaftlichen Strukturen müssen ausgestaltet werden für die gleichberechtige Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Dabei ist die faktische, nicht nur bloß theoretische Ermöglichung von Teilhabe, ein Menschenrecht in einem demokratischen Gemeinwesen. Es geht um den selbstverständlichen Einbezug der Betroffenen als „Experten in eigener Sache“ von Anfang an. Überall müssen Bedingungen geschaffen werden, damit Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Umso mehr begrüße ich es, dass im Berliner Koalitionsvertrag ausdrücklich als Ziel genannt wird, ein Bundesteilhabegesetz auf den Weg zu bringen, welches Menschen mit Behinderungen neue gesetzlich verbürgte Chancen und Perspektiven eröffnet.

Njuuz

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