OB zur Döppersberg-Diskussion: „Vertrauen schaffen, Kommunikation stärken“

In seiner Internet-Kolumne befasst sich Oberbürgermeister Peter Jung mit dem Für und Wider einer vollständigen, dreijährigen B7-Sperrung. Die Maßnahme wird zur Zeit erwogen, um den Döppersbergumbau zu beschleunigen. Das Vorhaben ist unter Einzelhändlern und Bevölkerung heftig umstritten.

Döppersberg bei Nacht mit - noch - fließendem VerkehrArchivfoto des Döppersbergs bei Nacht. Kommt der Verkehr bald zum Erliegen?

Die Diskussionen um die Sperrung der Talachse im jüngsten Bürgerforum haben den Stadtchef in der Erkenntnis bestärkt, dass nun neues Vertrauen geschaffen und die Kommunikation gestärkt werden müsse.

„Mir ist sehr bewusst, dass wir die verschiedenen Interessengruppen noch aktiver einbeziehen müssen, wenn wir eine breite Akzeptanz für die zu treffenden Maßnahmen erreichen wollen“, erklärt der Rathaus-Chef mit Blick auf die Beeinträchtigungen, die eine Großbaustelle mit sich bringt. In Bezug auf die Stilllegung der Bundesalle ist laut Oberbürgermeister noch alles in der Schwebe. Er schreibt von einer „einer möglichen temporären Sperrung“, einem „ergebnisoffenen Prozess“ und sogar einer „völlig ergebnisoffenen“ Diskussion.

Die Verwaltung prüfe noch, welche Auswirkungen die beiden Alternativen – vollständige Sperrung oder teilweise Befahrbarkeit der Talachse – für den innerstädtischen Verkehrsfluss haben würden, teilt Jung mit. Er dankt ausdrücklich der IHK, die ein eigenes Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben hat, um „die Ergebnisse der städtischen Verkehrsberechnungen noch einmal kritisch zu beleuchten und auf Plausibilität zu untersuchen“.

Schließlich zeigt sich Jung auch erfreut darüber, dass so viele Bürger über Investorenobjekt, B7-Sperrung und die Umbaukosten diskutieren, gehe es doch um das „herausragende Stadtentwicklungsprojekt für Wuppertal, mit dem einige Emotionen verbunden sind“. Er plädierte dafür, die Chancen des Projektes nicht kleinzureden und zeigt sich zuversichtlich, dass der Umbau des Stadteingangs „in seiner jetzt geplanten und begonnenen“ Form starke und positive Impulse für Wuppertal haben werde.

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Archivfoto: njuuz

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Kommentare

  1. Wolf Girdes sagt:

    Lieber OB Peter Jung,

    was nutzt alle Plausibilität, wenn es um den Döppersberg geht, so wie Sie ihn vorantreiben? Schade, dass Ihnen die Deckelung auf 105 Millionen Euro aus dem Gedächtnis oder Plan oder was auch immer, vielleicht Ruder? gelaufen ist.

    Böse Zungen behaupten, Sie hätten diese Deckelung selbst öffentlich erwähnt und angeboten, eine Deckung von Mehrausgaben für einzelne Teilprojekte durch Umschichtung innerhalb des Gesamtprojektes aufzufangen, um im Plan zu bleiben.

    Sie sind doch ein Ehrenmann, Sie werden doch nicht in 2010 anderes als 2011 oder 2013 gesagt haben, oder? Nee, ne, oder?

    Ach ja, jetzt bin ich aber vom Thema abgekommen. Ich wollte nur kostengünstig vorschlagen, in der 2. Dezemberwoche die B 7 in beide Richtungen voll zu sperren.
    Als Testphase für die geplante Vollsperrung, dann können wir alle schon mal erste Erfahrungen sammeln und merken dann, es gibt noch andere Straßen im Tal.

    Wir Wuppertaler werden es Ihnen wohlwollend danken, wenn wir real an Ihren Ideen patizipieren dürfen, ehrlich.

    Herzlichst
    Ihr
    Wolf Girdes

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