08.11.2013

schwebebahn WSW

WSW: Schwebebahn bleibt bis auf weiteres außer Betrieb

Schlechte Nachrichten: Wuppertals Wahrzeichen bleibt stillgelegt. Lesen Sie hier die Pressemitteilung der Stadtwerke.

2013-10-22 Schwebebahnunfall (3)

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Die Untersuchungen der Gutachter deuten auf den Stromabnehmer als möglichen Verursacher für das Ablösen der Stromschiene der Schwebebahn hin. Dieser soll in der Linkskurve an der Kluse von der Stromschiene abgerutscht sein und im weiteren Verlauf der Fahrt die Aufhängungen der Stromschiene zerstört haben.Eigentlich ist für einen solchen Fall eine Sollbruchstelle am Stromabnhemer vorgesehen, die für ein Abreißen des Bauteils sorgt, auch diese versagte den Dienst. Die Unfallursache soll nun durch weitere Untersuchungen erhärtet werden. Darum kann die Schwebebahn bis auf weiteres nicht fahren.

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Foto: njuuz

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Kommentare

  1. Es kann doch wohl nicht wahr sein, dass eine Bahn wochenlang außer Betrieb bleibt, nur weil ein paar Stromschienenteile heruntergefallen sind. Warum dieses völlig übersteigerte Sicherheitsbedürfnis gegenüber einer Bahn, während das tägliche Massensterben durch den Autowahn klaglos akzeptiert wird?

  2. Ingenieur sagt:

    Die alte Schwebebahn hielt 90 Jahre, selbst im Krieg blieb die Stromschiene mit Porzellan und Stahlhalter dran. Die neue Konstruktion mit Kunststoffhalter (dünn) und Stromabnehmer (dick) bricht im Zweifelsfall halt, wie man sich denken kann, an der dünnsten Stelle…. – anstatt wie die Aufsichtsbehörde zutreffend fordert, am Stromabnehmer. (Szenario : Stromabnehmer bricht, bleibt an Kabel hängen, nächste Bahn kommt von hinten, schiebt vorwärts …))

    Was in den Medien fehlt, ist die Frage nach der Fahrschiene. Könnte es ein Problem mit der Spurgenaugkeit der Fahrschiene geben oder dem Aufbau des Gerüstes geben ? Warum hört man nichts über die Hersteller des Systems ? Die Mitteilung es brach in der Kurve ist besonders toll, als wären Kurven etwas besonderes im Tal. O welch Neueigkeit, die Wupper hat Kurven.

    Nachdenken über Thyssen. Steinbrück war im Aufsichtsrat, Kraft macht in Brüssel den Bittsteller wegen Strompreisen.

    (Von den Links distanziere ich mich, da ich den Wahrheitsgehalt nicht überprüfen kann)

    http://www.zeit.de/2012/28/DOS-ThyssenKrupp

    http://rettetdieschwebebahn.wtal.de/pr970521.htm

    http://www.wolfgang-mondorf.de/schwebebahn.html

    http://www.tagesschau.de/schienenkartell126.html

    Die Frage, ob das Schwebebahn-Gerüst oder die Fahrschiene Mängel haben könnten, welche zum Absturz der Stromschiene beigetragen haben, scheint ein Tabu zu sein…..

    Ist eigentlich mal geprüft worden, ob der Stahl der Schwebebahn von einem kartellrechtlich verurteilen Unternehmen bezogen wurde und überhöhte Preise gezahlt wurden ?

    Die Staatsanwaltschaft sollte sich nicht zum Büttel des Schienenkartells machen lassen, sondern die Fahrschienenkonstruktion ebenfalls ins Auge nehmen – eventuell das Eisenbahnbundesamt hinzuziehen

  3. barmbrun39 sagt:

    Als begeisterter Barmer seit Kindesbeinen, Schwebebahnfan und einer der letzten Absolventen der altehrwürdigen Maschinenbauschule an der Gartenstraße kann ich der Einschätzung der WSW nur mit großer Skepsis folgen. Nämlich, dass der Stromabnehmer des liegengebliebenen Schwebebahnzugs der Auslöser des Unfalls gewesen sein soll.
    1. Schon die ersten Aufnahmen zeigen doch, dass das Stromschienenstück gut 200 m v o r dem Schwebebahnzug vom Gerüst nach vorn heruntergefallen und dann auf der B7-Brücke liegengeblieben ist. Wie soll das der Stromabnehmer geschafft haben, dass 200 m vor dem Zug etwas gebrochen ist?
    2. Zu untersuchen wäre m.E. eher, ob der letzte Wagen, der die Stelle noch passiert hat, nicht der Auslöser gewesen sein kann. Und wenn das auszuschließen ist:
    3. ob nicht viel eher Dauerschwingungen (Vibrationen am Gerüst) zum Bruch der ominösen neuen Kunststoffverbindungen der Stromschiene mit den Gerüstteilen geführt haben. Hier kann man sowieso zu Bedenken geben, dass die Schwebebahn schließlich ca. 100 Jahre lang mit offensichtlich starren Stahlverbindungen gefahren ist, ohne dass etwas zu Bruch ging. Will der Entscheidungsträger womöglich davon ablenken, dass diese Teile eben nicht sorgfältig genug geprüft wurden?
    4. Wieso lässt man sich eigentlich mit der Reparatur so unendlich viel Zeit? Das Argument, dass man erst genau wissen will, was eigentlich passiert und die Ursache ist, ist ja mehr als vordergründig. Alte Stromschiene abbauen, neue mit Stahlschrauben befestigen und Betreib wieder aufnehmen!! Da im Wesentlichen ja nichts Lebensgefährliches passiert ist, ist das Risiko doch sehr begrenzt.
    5. Sozusagen als Bonmot möchte ich angesichts des Jubiläums von vor einigen Jahren bemerken, dass die damals in 2 Jahren = 24 Monaten die g a n z e Schwebebahn neu gebaut haben, wo sie jetzt wegen das komischen Unfalls schon einen geschlagenen Monat still steht und von Reparatur weit und breit noch nichts zu sehen ist.

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