27.10.2013

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Döppersberg: Bei 105 Mio. Euro ist Schluss!

Für einen Bürgerentscheid gegen die Mehrkosten am Döppersberg Bei der Ratssitzung an 18. November 2013 wird der Rat der Stadt Wuppertal voraussichtlich die Erhöhung der Mittel für den Umbau des Döppersbergs um 35 Mio. auf über 140 Mio. Euro beschließen

döpps

Anfang 2010 hatte die Mehrheit des Rates noch beschlossen, die Mittel für Wuppertals größte Baustelle auf 105,62 Mio. Euro zu begrenzen – etwaige Kostensteigerungen seien innerhalb des Projekts abzufangen (Ratsbeschluss vom 17.05.2010). Schon damals wurde den Verantwortlichen eine unseriöse Finanzplanung vorgeworfen, die eine für langjährige Bauprojekte übliche Erhöhung der Kosten schlichtweg ignoriere.

Gegen eine Steigerung der Kosten formiert sich nun Widerstand. Wir, die Initiative »Döpps105 – Döppersberg: Die Kosten deckeln!«, fordern die Ratsparteien und die Verantwortlichen in der Stadtspitze auf, sich an die Beschlüsse von 2010 zu halten und Wuppertal nicht noch weiter in ein finanzielles Abenteuer zu stürzen, dessen Ende noch lange nicht abzusehen ist. Wir rechnen mit Mehrkosten von 200 Mio. Euro und mehr. Da wir jedoch mit einem Ratsbeschluss über die Erhöhung der Kosten um zunächst 35 Mio. Euro rechnen müssen, sind wir entschlossen, einen Bürgerentscheid zur Kostendeckelung herbeizuführen.

Die Initiative »Döpps105« will:

– die Begrenzung der Kosten durch einen bescheideneren Umbau, z.B. unter Nutzung des vorhandenen aber modernisierten Tunnels;

– den Verzicht auf die Tieferlegung der B7 und somit die Vermeidung einer mehrjährigen Vollsperrung;

– einen sicheren und modernen Busbahnhof, den direkten und barrierefreien Zugang zu Bussen, Bahnen und zur Südstadt sowie die Beseitigung der Angsträume rund um den Bahnhof;

– die Beteiligung der Bürger/-innen und der Bergischen Universität an der Entwicklung von Alternativen zur bisherigen Planung;

– Transparenz bei der Finanzierung der einzelnen Bauabschnitte und des Gesamtprojekts.

Jeder Cent, der zusätzlich in den Döppersberg gesteckt wird, muss an anderer Stelle im städtischen Haushalt eingespart werden. Dabei fehlen schon jetzt die Mittel für Kinder- und Jugendarbeit, Bildung, Freizeit, Infrastruktur sowie eine ökologische und bürgerInnenfreundliche Stadtentwicklung. Wuppertal braucht das Geld in der ganzen Stadt und nicht nur für ein Prestigeprojekt.

* Noch ist Zeit zum Umdenken. Erst ein gutes Drittel des bislang bewilligten Kostenrahmens wurde ausgeschrieben.

* Wir wollen, dass die Bürgerinnen und Bürger über das Wohl und die Zukunft ihrer Stadt entscheiden! Kein Ausverkauf der Stadt! Keine Verdrängung des Einzelhandels!

* Wir wollen die Kostendeckelung beim Döppersbergumbau und sind bereit, das durch einen Bürgerentscheid herbeizuführen!

* Unterstützen Sie die Initiative »Döpps105 – Döppersberg: Die Kosten deckeln!«

 


Informationen bald unter www.doepps105.org  und bei facebook unter Döpps 105

Kommen Sie zu unseren offenen Treffen und Aktionen !!!

3.November 2013 12.00 Uhr vor den City-Arkaden Infostand
5.November 2013 19:00 Uhr Alte Feuerwache Versammlung von Döpps 105

18.November 2013 alle ins Rathaus!

ab 16.00 Uhr Ratssitzung u.a. zum Döppersberg
19:00 Uhr Veranstaltung zur Einleitung des Volksbegehrens „Döppersberg-Kosten deckeln!“ Offizieller Auftakt unserer Unterschriftenkampagne…

 

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Kommentare

  1. Andreas Schneider sagt:

    Bitte, bitte, bitte, ich kann den Tunnel nicht mehr sehen… wie kann man ernsthaft sagen, man will den erhalten..

    1. Frank W sagt:

      @H. Schneider

      Wenn man an der Selbstzerstörung interessiert, wie diese „Experten“ von Döpps 105, dann geht das. Leider haben wir zu viele von dieser Spezies in unserer Stadt. Warum wandern diese nicht nach Düsseldorf aus und wirtschaften diese Stadt runter? Schade eigentlich.

  2. jochen vogler sagt:

    in vielen städten ist festzustellen, daß überdimensionierte projekte entstehen zulasten einer besonnenen und lebensfreundlichen stadtentwicklung, die sich an den vorhandenen möglichkeiten orientiert und die betroffenen bürger mit einbezieht.
    Die folge ist eine verödung der jeweiligen innenstadt. In elberfeld zeigt sich dies schon in der fußgängerzone und am sichtbaren niedergang der rathausgalerie.
    Billig- und telefonläden sammeln sich.
    Es gibt sicherlich noch andere und auch gute varianten zur umgestaltung des döppersbergs, wozu nicht über mehrere jahre in dem gebiet ein verkehrschaos auszuhalten ist.
    Der vorschlag zu einer alternativen konzeptentwicklung unter einbeziehung der bürger und der uni ist vernünftig.
    Unabsehbare finanzielle abenteur für dieses projekt sind unvernünftig.

  3. Børner sagt:

    Ich hoffe sehr dass es bald noch eine weitere Bürgerbewegung gibt welche den Umbau wie geplant durchführen lassen möchte, nötigenfalls eben auch mit den entstehenden Mehrkosten.
    Eine weitere Nutzung des Tunnels ist z.B. ein absolutes „No-Go“ was unmöglich ernst gemeint seien kann und von denken Menschen beim besten Willen nicht unterstützt werden sollte.
    Wenn alle Bürger über den Umbau mitentscheiden dürfen wäre es eine absolute Katastrophe, dann hängen wir noch im Jahr 2030 mit einer Großbaustelle mitten in der Stadt…

    1. Juppi sagt:

      Eine Stadt wird durch Überkapazitäten an Geschäften und einem millionenteuren Bahnhofsvorplatz nicht attraktiver. Arbeitsplätze werden gebraucht, das steigert die Attraktivität der Stadt.
      Die Bürger werden hoffentlich erkennen, dass man sich keinen Merceees leisten kann, wenn das Geld nur für einen Golf reicht.

      1. Børner sagt:

        Tja, leistet man sich aber den Mercedes, kommen vielleicht weitere Mercedes-Fahrer dazu anstatt die ganze Zeit nur unter Golf-Fahrern zu bleiben, um weiterhin in Ihrer Metapher zu sprechen… 😉

        Erst kürzlich besuchte uns eine Freundin aus Köln und der Treffpunkt war am Schwebebahnhof Döppersberg, sie war also gezwungen durch den Tunnel zu gehen, die Kommentare welche wir uns anhören durften sollten wohl jedem klar sein. Ich schäme mich für meine Stadt, kommt Besuch von außerhalb mit der Bahn, so hole ich sie fast immer in Barmen ab (schon seit Jahren), zum einen kann man dort besser parken und zum zweiten muss man niemanden diesen Schandfleck in Elberfeld zumuten.

        Ein Bürgerbegehren bedeutet Baustopp und Planungsänderung, würde bedeuten dass der derzeitige Zustand erst einmal für ein paar Jahre erhalten bleibt, das kann man unmöglich ernsthaft fordern…

  4. Mike Brüggemann sagt:

    Initiative von asozialen Lügnern würde besser passen. Keinen Cent hat Wuppertal gespart, oder könnte für andere Dinge verwendet werden. Asozial im wahrsten Sinne des Wortes nämlich nicht sozial. Der alte Hbf ist nicht behindertengerecht, der Bau eines Aufzuges zu Gleis 1 ist aus Platzgründen nur durch den Bau der Mall möglich. Dieser ist wiederum an die Genehmigung zur Kostensteigerung am 18.11 gebunden.

    Eine vollständige Barrierefreiheit kann nur durch die Tieferlegung von Bahnhofstr und B7 erreicht werden. Derzeit muss man vom Köbo-Haus zur Kreuzung Brausenwerth, de Bahnhofstr hinauf und zur Bahndirektion, dass nennt sich „Barrierefreiheit“. Ich hoffe von Ihnen landet nie mal jemand im Rollstuhl, dann würden sie solchen Dünnschiss nicht fordern.

    1. Unser Doppersberg sagt:

      Herr Brüggeman, warum so böse und unverschämt?

      1. Mike Brüggemann sagt:

        Wenn sie lesen würden, würden sie feststellen, dass meine Wortwahl durchaus begründet ist. Aber sich mit den Fakten auseinandersetzen ist ja generell ein Problem von Ihnen. Hätten sie sich auch nur ansatzweise mit dem Fakten beschäftigt, wüssten sie, dass sie Wuppertal nur in den Ruin führen werden. Vorausgesetzt sie bekommen einen juristisch korrekten Bürgerentscheid hin, was ich persönlich nicht glaube.

    2. Wuppertalerin sagt:

      Immer wieder peinlich, ja durchaus schon beleidigend, wie Sie argumentieren und artikulieren! Peinlich auch, dass Sie auf Ihrer Seite sachlich vorgebrachte Kritiken löschen! Demokratie und Meinungsfreiheit- da müssen Sie wohl noch mal die Schulbank drücken!

  5. mm sagt:

    Also wie ich mein Einfamilienhaus plante….und festgestellt hatte, daß die Traumküche fast soviel kosten sollte wie die Unterkellerung, da wurde runtergedampft und gespart, bis es wieder passte. Deswegen schmeckts jetzt auch nicht schlechter.

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