24.10.2013

Döppersberg dossierdoeppersberg Peter Jung

OB Jung sieht sich wegen Döppersbergumbau „haltlosen Anschuldigungen“ ausgesetzt

Im Internet kritisieren viele Wuppertaler den Oberbürgermeister anonym wegen der Kostenexplosion beim Döppersbergumbau. Der Stadtchef hält das für "nicht dienlich".

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Oberbürgermeister Peter Jung beklagt die Art und Weise, wie er wegen der Kostensteigerungen beim Döppersbergumbau (aktuell 140 statt der ursprünglich prognostizierten 105 Millionen Euro) in „einschlägigen Online-Foren“ attackiert wird. Dort werde unter Pseudonym „das scharfe, harte Wort“ gegen ihn ergriffen und es würden „haltlose Vorwürfe und Anschuldigungen formuliert“

Jeder habe natürlich das Recht, sich mit Jungs Handeln und mit seinen Aussagen kritisch auseinanderzusetzen, wie dies auch viele Wuppertaler im persönlichen Gespräch täten. Die Attacken aus dem Schutz der Anonymität heraus seien jedoch dem wichtigen Projekt Döppersbergumbau nicht dienlich, weil es ihnen an Sachlichkeit mangele. Jungs Appell: „Äußern Sie sich gerne kritisch zu diesem wichtigen Stadtthema (…), aber bitte machen Sie dies neben Ihren Forenaktivitäten offen, in dem Sie mir schreiben oder mich ansprechen.“ Nur so habe er die Möglichkeit seine eigene Sicht der Dinge darzustellen und auf Kritik zu reagieren.

Der Oberbürgermeister führt in seiner Internetrubrik auf der Homepage der Stadt Wuppertal detailliert aus, wann er Kenntnis über die Kostenentwicklung erlangt habe. Bereits im Durchführungsbeschluss vom Mai 2010 sei im übrigen auf Risiken bei der Projektumsetzung hingewiesen worden. Dabei sei auch „konkret die Erwartung eines steigenden Baupreisindexes dargelegt“ worden. Damals sei festgelegt worden, dass höhere Kosten so aufgefangen werden müssten, dass das Gesamptprojekt nicht gefährdet werde. Jung betont, dass er kein kein Bauexperte sei und sich mit seinen Aussagen und Handlungen stets auf der Grundlage des von Verwaltungsexperten und externen Spezialisten erstellten Durchführungsbeschlusses bewegt habe.

Die Spekulationen, denen zufolge der Döppersbergumbau am Ende sogar 300 Millionen Euro kosten könnte, entbehren nach Jungs Überzeugung jeglicher Grundlage.

>> Peter Jungs Rubrik „Auf ein Wort“

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Foto: njuuz

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Kommentare

  1. E.v. Barnekow sagt:

    Ich bin auch für vieles kein Experte, darum sollte man bei gewissen Aussagen Vorsicht walten lassen.

    Was die teilweise prognostizierten 300 Mio. angeht wäre ich auch in diesem Fall vorsichtig mit einer Verneinung.
    Bei einer nicht konkret zu beziffernden Bauzeit und anderen Unwägbarkeiten sollte man sich auch in diesem Fall ein Türchen offen lassen, wenn der Bau in dieser Art weiter geführt wird.

  2. Wuppertalerin sagt:

    Das ist m.E. alles in allem ein nicht gelungener Versuch zurückzurudern. Es tut mir leid, dass sagen zu müssen, Herr Oberbürgermeister. Einiges wirkt doch sehr geschönt.

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