06.09.2013

Bergische Universität Wuppertal Lebensqualität

Generationengespräch: „Gut versorgt in Wuppertal?“

Kann man in Wuppertal gut einkaufen? Wie optimal ist die Stadt mit Bus und Bahn vernetzt? Gibt es genug Ärzte, Handwerker und andere Servicedienstleister? Diese Fragen sind am Montag Thema einer Podiumsdiskussion an der Uni.

Bergische Universität Wuppertal

Gemeinsam wollen die Bergische Universität und die Stadt Wuppertal mit jüngeren und älteren Bürgerinnen und Bürgern über den gemeinsam bewohnten Stadtraum diskutieren, vielleicht auch ihnen die Lebens- und Erfahrungswelt der jeweils anderen näher zu bringen. Dazu gehören ihre möglicherweise unterschiedlichen Ansprüche an eine lebendige Stadt und an das jeweilige Konsumverhalten der Generationen.

Die Teilnehmende der Diskussion sind Studierende sowie Seniorenstudierende der Uni Wuppertal. Außerdem werden Fachleute zum Thema Einzelhandel und Nahversorgung vor Ort sein. Interessierte sind herzlich willkommen.

Termin: 9. September, 16 bis 18 Uhr; Ort: Bergische Universität Wuppertal, Campus Grifflenberg, Gaußstr. 20, Gebäude K, Ebene 11, Raum 17.

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Quelle: Bergische Universität Wuppertal

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Kommentare

  1. Köster, Ilse sagt:

    Gut versorgt in Wuppertal?

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    soeben erhalte ich über das „Kompetenznetz unsere Stadtwerke“ die Information über Ihre Veranstaltung in der Uni zu diesem Thema.
    Leider kann ich, da ich schwerbehindert bin und nur sehr selten für kurze Zeit das Haus verlassen kann, an dieser Veranstaltung nicht teilnehmen.
    Ich würde es sehr begrüßen, wenn Sie meinen Brief vorlesen würden.
    Das ist Realität in Wuppertal!

    Ich bin die Ansprechpartnerin der Initiative Erhalt des CE 62 von Am Eckbusch – Elberfeld Hauptbahnhof.

    Ich lebe seit 30 Jahren am Eckbusch, einem Randbezirk im Norden von Wuppertal mit mindestens 620 barrierefreien Wohnungen, in denen zum größten Teil ältere Menschen und Menschen leben, die nach dem Gesetz behindert sind. Wir haben keine Nahversorgung!
    D.h. zur Grundversorgung und allen Angelegenheiten müssen die Menschen in die Stadt nach Elberfeld. Bis März 2013 gab es die Buslinie CE 62, der garantierte, dass unsere Bewohner und Bewohnerinnen aus der Stadt einen Sitzplatz erhielten uns sicher ihr Wohnquartier erreichen konnten. Dieser Bus wurde nun eingestellt. Dies hat zur Folge, dass ab Karlsplatz die Menschen, die erheblich in ihrer Gesundheit und Mobilität eingeschränkt sind, nachdem für sie schon anstrengenden Besorgungen ab Mittag im Bus häufig keinen Sitzplatz mehr bekommen und den ganzen Weg stehen müssen. Da die Strecke sehr steil ist und die Straßen sehr schlecht sind bleibt es nicht aus, dass es beim Bremsen und Anfahren jeweils zu Erschütterung kommt, so dass die Menschen in Gefahr geraten zu stürzen, was auch bereits mehrfach schon geschehen ist. Bewohner berichten uns immer wieder darüber.Selbst junge und gesunde Menschen berichten, dass sie Mühe haben sich festzuhalten.
    Wir haben der WSW, ausgearbeitet durch einen Fachmann, zwei Vorschläge unterbreitet, die einen sicheren Transport der Bewohner in unser Wohnquartier gewährleisten und den gleichen Spareffekt bringen, wie der, den die Stadtwerke durch die Einsparung der Buslinie CE 62 erzielen will..
    Verschiedene Gespräche mit den Stadtwerken führten bei der Produktmanagerin zu dem Ausspruch: „Der ÖPNV ist kein Behindertentaxi“ und ein Mitarbeiter der WSW wollte uns erklären, dass in einem Bus 100 Personen stehen können (es sind ca 54 Stehplätze) und er erst dann voll sei, wenn Person draußen stehen bleiben.
    Hinweise auf das Teilhabegesetz von NRW von 2003, auf die UNBRK (UN Behindertenrechtskonvention), dem Nahverkehrsplan der Stadt Wuppertal vor 1997, in dem bereits ausreichend Sitzplätze für Menschen mit Behinderung gefordert werden, fanden keine Beachtung. Sie sichern Senioren und Menschen mit Behinderungen ein selbstständiges Leben und gleichberechtigte Teilhabe am sozialen Leben zu.

    Das bedeutet im Hinblick auf den ÖPNV, dass er für diese Gruppe intelligente und barrierefreie Mobilitätsangebote und -infrastrukturen, die auf die spezifischen Bedürfnisse älterer Menschen und Menschen mit Behinderung zugeschnitten, leistungsfähig und bezahlbar sind, angeboten werden müssen.
    Die Bezahlbarkeit haben wir nachgewiesen!!! Andere Städte haben ein gesondertes Programm für sichere Mobilität für Senioren (MOSIM).
    In Art. 5 der UNBRK heißt es: „angemessene Vorkehrungen müssen im einzelnen Bedarfsfall bereit-gestellt werden, um Betroffenen den Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe in allen Bereichen zu ermöglichen, bei uns gibt es um Grundversorgung, einem Grundbedürfnis.

    Wir haben uns im Verkehrsausschuss und im Hauptausschuss an die Politiker gewandt und unsere Situation dargestellt. Trotzdem wurde von der CDU und SPD 2012 der Beschluss gefasst, die Buslinie CE 62 einzustellen.
    Wir haben uns auch an verschiedene Stellen der Landesregierung gewandt. Von dort ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Allerdings gab der zuständige Beamte eine vorläufige Genehmigung zur Einstellung.
    Das ist gut versorgt in Wuppertal!!

    Ilse Köster
    Dipl. Psych. Dipl. Soz. Päd.
    Am Eckbusch 43/44
    42113 Wuppertal
    T.: 0202-72 3304
    Ansprechpartnerin: Initiative: Erhalt der Buslinie CE 62
    von Am Eckbusch

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