09.07.2013

Ärztemangel im Osten Wuppertals

Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein plant an der Realität vorbei

Mit Unverständnis nahm der Sprecher der CDU-Fraktion im Ausschuss für Soziales, Familie und Gesundheit, Michael Wessel, die Absage der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KV) zum Langerfelder Gesundheitsgespräch zur Kenntnis. „Bei einem Gespräch mit  der KV in Düsseldorf stellte sich heraus, dass die Vereinigung nicht bereit ist, öffentlich Stellung zu beziehen und lieber in ihrem Elfenbeinturm verharrt. Dies ist nicht nachvollziehbar und zeugt von offensichtlich großer Arroganz gegenüber den Langerfeldern, die auf Antworten und vor allem eine Lösung warten. Es ist den Bürgerinnen und Bürgern nicht zu vermitteln, dass Wuppertal in der Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung als deutlich überversorgt gilt, während man vor Ort in Langerfeld von Ärzten abgewiesen wird, weil diese sich nicht in der Lage sehen, noch mehr Patienten aufzunehmen.“

„Das Langerfelder Gesundheitsgespräch wäre eine Plattform gewesen, bei der alle Seiten ihre Sichtweise hätten darlegen können. Wenn die KV dieses Angebot nicht wahrnehmen möchte, ist das ihre Sache. Es wird mich aber nicht davon abhalten, eine anderweitige Lösung zu finden. Das Thema liegt mir am Herzen, deshalb bleibe ich dran“, gibt sich Wessel kämpferisch. „Es ist absolut inakzeptabel, dass der Bundesausschuss der KV unsere Stadt für so überversorgt hält, dass Wuppertal in naher Zukunft für die Neuansiedlung von Hausärzten von außerhalb sogar „gesperrt“ werden wird“, wie der Langerfelder Stadtverordnete im Gespräch mit der KV erfahren hat. „Das ist doch völlig an der Langerfelder Realität vorbei geplant und wird in Zukunft nicht nur Langerfeld sondern das gesamte Stadtgebiet vor große Probleme stellen! Der Hausärztemangel ist Realität und offensichtlich verschließt die Kassenärztliche Vereinigung ihre Augen!“

Darüber hinaus behält sich Wessel eine kurzfristige Lösung des Ärztemangels in seinem Stadtbezirk vor: „Ich führe bereits weitere intensive Gespräche in Wuppertal, wie zeitnah die medizinische Versorgung in Langerfeld sichergestellt werden kann. Es besteht die Möglichkeit, den Hausärztemangel zu beheben, indem sich ein Arzt oder eine Ärztin bereit erklärt, eine Zweigpraxis in unserem Stadtbezirk zu eröffnen.“ Der Stadtverordnete zeigt sich optimistisch, dass noch in diesem Jahr die Etablierung einer neuen Praxis am Langerfelder Standort möglich sein wird.  „Bei der Suche nach Lösungen danke ich auch ausdrücklich dem Langerfelder Bürgerverein für die intensive Unterstützung, die man von der KV ja offensichtlich nicht zu erwarten hat“, so Wessel abschließend.

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