05.07.2013

SPD Wuppertal: „Wir wollen keine Kaiserdenkmäler am Elberfelder Rathaus und in unserer Stadt“

„Ich will sehr deutlich machen, dass wir die Anbringung von Kaiserdenkmälern an der Fassade des Elberfelder Rathauses ablehnen – wir empfinden das Vorgehen als restaurativ und halten es mit Blick auf die politischen Zeitabläufe für unangemessen. Die Darstellungen werden auch nicht zu einer kritischen Betrachtung der eigenen Geschichte anregen, sondern sind eher geeignet, zu einer geglätteten Darstellung der Geschichte der Stadt beizutragen.“

Mit dieser klaren Positionierung nimmt der Vorsitzende der Wuppertaler SPD, Dietmar Bell, Stellung zu der aktuellen Debatte über die Pläne des Gebäudemanagements, am Elberfelder Rathaus gestiftete Statuen anzubringen.

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Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Rat der Stadt Wuppertal Klaus Reese ergänzt: „Ich glaube, dass eine solche Entscheidung nicht durch das Gebäudemanagement alleine zu treffen ist. Vielmehr bedarf es eines ergebnisoffenen Diskurses, wie die Stadt sich mit einem ihrer zentralen Gebäude zukünftig auch unter Gesichtspunkten einer Erinnerungskultur präsentieren will. Dabei geht es nicht um das Recht, das das Gebäudemanagement hat, Pläne in die Tat umzusetzen. Aber für einen Eigenbetrieb der Stadt stellen sich solche Fragen sicherlich anders als für einen Privatunternehmer“.

Als weiteren problematischen Aspekt bezeichnen die beiden Sozialdemokraten das hinter der Realisierung liegende Verfahren: „Wir haben zudem den Eindruck, dass die Frage, wie der öffentliche Raum in unserer Stadt wahrgenommen werden soll, immer stärker von Entscheidungen von Sponsoren abhängig gemacht wird. Debatten über Sinn und Akzeptanz werden erst geführt, wenn die notwendigen Gelder für die Realisierung eingesammelt sind. Damit werden aber aus unserer Sicht im öffentlichen Diskurs zu findenden Entscheidungen vorgegriffen und damit quasi Fakten geschaffen. Wir halten dies für nicht akzeptabel,“ so Dietmar Bell und Klaus Reese abschließend.

Njuuz

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