01.07.2013

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„Die Wuppertaler haben wieder Bock auf ihren WSV“

Der drittgrößte Wuppertaler Verein ist jetzt ganz offiziell pleite - und sieht darin die Chance auf eine "Stunde Null". Unternehmen, die den Neuanfang unterstützen wollen, müssen nicht befürchten, dass ihr Sponsoring zur Begleichung von Altschulden verwendet wird, versichert der Insolvenzverwalter.

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Der neu gewählte Vorstand des Wuppertaler Sport-Verein Borussia e.V. hatte am 4. Juni 2013 pflichtgemäß Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Amtsgericht Wuppertal hat am 30. Juni das Verfahren eröffnet. „Mit der Entscheidung des Amtsgerichts ist zunächst einmal der Vereinsbetrieb, insbesondere der Spielbetrieb der ersten Fußballmannschaft bis auf weiteres gesichert “, so Insolvenzverwalter Dr. Jörg Bornheimer.

Die Eröffnung des Verfahrens hätte keinen Tag später erfolgen dürfen, denn mit der Einhaltung des Stichtags 30. Juni ist nach den Regeln des Fußballbundes gewährleistet, dass keines der Spiele in der laufenden Saison 2013/2014 in der Oberliga annulliert werden wird.

Dr. Jörg BornheimerDr. Jörg Bornheimer: „Der WSV braucht die Unterstützung von Sponsoren und Spendern.“

Jörg Bornheimer dankte allen Beteiligten für deren konstruktiven Gespräche unter enormen Zeitdruck: „Der Wuppertaler SV wird weiterhin die Unterstützung von Sponsoren und Spendern benötigen. Entsprechende Gelder werden ausschließlich in den laufenden Vereinsbetrieb investiert. Nicht ein Cent von diesen Geldern darf hingegen zur Bedienung von Altverbindlichkeiten der Insolvenzgläubiger verwendet werden.“

Der Insolvenzverwalter kündigte an, dass im nächsten Schritt ein mittel- und langfristiges Sanierungskonzept ausgearbeitet und mit den Gläubigern verhandelt werden müsse. „Die Eröffnung des Verfahrens bietet auch die Chance, uns im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens gemeinsam mit unseren Gläubigergruppen auf ein Zukunftskonzept sowie deren Sanierungsbeiträge in einem Vergleich zu verständigen“, so Bornheimer weiter.

WSV-Führung sieht Insolvenz als „Stunde Null“

Die nächste Stufe im Masterplan der Initiative WSV 2.0 sei jetzt erreicht worden, teilte die Vereinsführung mit. Wovor sich andere Unternehmen fürchteten, werde beim WSV von fast allen Fans als Befreiungsschlag gefeiert. Die „Stunde Null“, der komplette personelle und finanzielle Neuanfang, sei erreicht.  Die Wuppertaler haben „wieder Bock auf ihren WSV“, so das Führungstrio Lothar Stücker, Alexander Eichner und Achim Weber.

Die fünf Wochen seit der Wahl der neuen Vereinsspitze „werden bei allen handelnden Personen in die persönlichen Geschichtsbücher eingehen“, so das Führungstrio weiter. „Innerhalb dieser extrem kurzen Zeit wurde eine komplett neue finanzielle Basis ohne Abhängigkeiten von einzelnen Sponsoren geschaffen.“ Außerdem sei eine neue Mannschaft aufgestellt, ein Trainerstab ausgewählt und die Voraussetzungen für ein System von Arbeitsgruppen geschaffen worden.

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Quellen: Görg Insolvenzverwalter, WSV
Foto: Görg Insolvenzverwalter

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