15.03.2013

Erinnerungskultur Gedenken Gedenkstätten Mahnmal ns-zeit

Deutliches Bekenntnis zur Erinnerungskultur – Rot-Grün verstetigt die gerade auch für Wuppertal unverzichtbare Gedenkstättenarbeit

In diesem Jahr greift erstmalig die neugeschaffene Möglichkeit, auf dem Feld der Erinnerungsarbeit auch institutionell zu fördern.

„Eine lebendige Erinnerungskultur ist Kennzeichen eines Landes, das seiner selbst und seiner Geschichte bewusst ist. Mit unserer Entscheidung dokumentieren wir den politischen Willen, dieser Verantwortung auch finanziell weiterhin verstärkt gerecht zu werden“, erklärt Andreas Bialas, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, zu den aktuellen Haushaltsbeschlüssen der Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen. „Für Wuppertal mit der regional einzigartigen Begegnungsstätte Alte Synagoge sowie den Erinnerungsorten Kemna und Steinbecker Bahnhof, die zusammen beides zugleich dokumentieren, Selbstverständlichkeit jüdischen Lebens im Bergischen und schreckliche Selbstverständlichkeit von Verfolgung und Vernichtung während der NS-Herrschaft, bedeutet dies ein Ausrufungszeichen hinter den Willen, sich der eigenen gebrochenen Identität fortwährend zu stellen“, so die Wuppertal SPD-Parlamentarier.

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Bialas hatte sich im Vorfeld anlässlich der Befassung mit dem betreffenden Einzelplan des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport entschieden für eine Fortsetzung des eingeschlagenen Kurses eingesetzt.

Rot-Grün hat sich im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2013 darauf geeinigt, die Förderung von Projekten der Gedenkstättenarbeit und der Aufarbeitung der deutschen Geschichte sowie die Unterstützung erinnerungskultureller Einrichtungen von den im Lichte der Schuldenbremse erforderlichen strukturellen Kürzungen auszunehmen und auf ein stabiles Fundament zu stellen. Der Haushaltsansatz wird zweckgebunden um 90000 Euro zugunsten der Sicherung des jüdischen Museums Dorsten erhöht.

In diesem Jahr greift erstmalig die neugeschaffene Möglichkeit, auf dem Feld der Erinnerungsarbeit institutionell zu fördern.

BellBialasNeumann dazu: „Mit der Systemumstellung sowie dem entsprechenden Abschluss der laufenden Haushaltsberatungen setzen wir auch in diesem sensiblen Bereich unsere Politik der Langfristigkeit fort. Die Einrichtungen und Projekte, die der politischen Kultur und Bildung in unserem Land mit ihrer vorbildlichen Arbeit einen großartigen, unverzichtbaren Dienst erweisen, verdienen ein solches Signal der Verstetigung und Planungssicherheit. Für die politische Bildungsarbeit im Tal, die sich äußerst offensiv den aktuellen Gefährdungen des demokratischen Gemeinwesens stellt, ist ein solche Rückendeckung von unschätzbarem faktischen und symbolischen Wert.“

Mittels ihres klaren Bekenntnisses zur Erinnerungskultur geben nach Ansicht der Wuppertaler SPD-Abgeordneten die politisch Verantwortlichen die genau richtige Antwort auf rechtsextremistische Bestrebungen und rechtspopulistische Parolen, die mit Vorliebe und System im Trüben der Geschichtsklitterung und Geschichtsvergessenheit zu fischen belieben.

 

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