15.03.2013

BHC-Coach Hinze erwartet den härtesten Brocken der Liga

Ein Blick auf die Tabelle könnte die Vermutung zulassen, es dürfte am Samstagabend um 18:15 Uhr in der Wuppertaler Unihalle ein leichtes Unterfangen für den BHC gegen den SC DHfK Leipzig werden – doch der Schein trügt.

Die Messestädter galten zu Saisonbeginn als selbsternannter Aufstiegsfavorit, konnten sich aber im ersten Saisondrittel maximal im Mittelfeld der Liga einordnen, bevor das Team von Uwe Jungandreas tief in den Tabellenkeller rutschte. „Leipzig ist in der Hinrunde deutlich hinter den Erwartungen geblieben, hat aber bereits in der Rückrunde gezeigt, dass sie nicht dort hingehören, wo sie derzeit stehen und werden da unten auch schnell wieder herauskommen“, ordnet BHC-Cheftrainer das Potential der Sachsen ein, um mit Blick auf das kommende Heimspiel vorab mahnend den Zeigefinger zu heben: „Mit den Verpflichtungen von Levshin, Gerlich, Seitle und Ogano in der Winterpause wurde personell noch einmal nachgelegt, sodass Leipzig in jedem Fall zu den Top-Mannschaften der Liga gehört – 5:1 Punkte aus den letzten Spielen sind ein Indiz, dass es dort aufwärts gehen wird.“ Dass die Bergischen Löwen den Gegner auf die leichte Schulter nehmen könnten, steht nicht zu befürchten, geht das Team von Sebastian Hinze in der entscheidenden Saisonphase doch jede Partie als „Endspiel“ an und ist sich bewusst, „dass wir am Wochenende den wohl härtesten Brocken an Arbeit vor uns haben, Leipzig höchste Qualität mitbringt“, so der BHC-Coach.

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Dabei muss Hinze neben Stanko Sabljic erneut ohne Maximilian Weiß auskommen, der aufgrund einer Schultereckgelenksverletzung zwei Wochen ausfällt. „Natürlich wiegt der Verlust schwer, aber mit Fabian Bohnert haben wir immer noch einen Kreisläufer zur Verfügung und so stellt sich die Situation komfortabler dar, als noch im Dezember, wo wir überhaupt keinen einsatzfähigen Kreisläufer zur Verfügung hatten“, blickt Hinze zuversichtlich auf den Kader für das Wochenende und ergänzt: „Wenn Fabian im Spiel eine Pause benötigt, bin ich mir sicher, dass das Team mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung die Lücke schließen wird.“ Sein Gegenüber Uwe Jungandreas muss bei der Reise ins Bergische Land ebenfalls auf seinen Kreisläufer verzichten – so zog sich Rico Göde beim Mittwochabendspiel in Bietigheim einen Muskelfaserriss in der rechten Wade zu. Zudem steht Torhüter Michael Galia nach seiner Not-OP am Blinddarm noch nicht wieder zur Verfügung, befindet sich im Reha-Training. Für ihn steht der russische Nationaltorhüter Igor Levshin zwischen den Pfosten, der während der WM-Pause nachverpflichtet wurde und zuletzt beim insolventen SV Post Schwerin unter Vertrag stand.

Die Handballfans im Bergischen erwartet am Samstagabend somit ein spannendes Handballspiel, in dem sich der BHC  mit hohem Einsatz, Leidenschaft und Kampfkraft durchsetzen möchten. „Wir freuen uns über Jeden der kommt und uns unterstützt. Wir werden in jedem Fall wieder alles dafür geben, um die Zuschauer zu begeistern“, wirbt Sebastian Hinze für seine Mannschaft. „Auch ohne eine ausverkaufte Halle können unsere Fans eine tolle Stimmung, Druck und Rückenwind von den Rängen erzeugen – das hat zuletzt das Heimspiel gegen Bad Schwartau gezeigt.“ Gegen weiteren Fanzuwachs über den noch laufenden Vorverkauf und an den Abendkassen würden sich Trainer, Spieler und Offizielle aber in keinem Fall wehren…

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