08.03.2013

Sorge um hausärztliche Versorgung

Langerfelder Stadtverordneter schlägt Alarm

Niedergelassene Hausärzte gehören zu einer gelungenen Quartiersentwicklung ebenso wie Nahversorger, Apotheken oder Grundschulen. Deshalb erfüllt es mich mit Sorge, wenn ich höre, dass Patienten, die aufgrund der Schließung einer allgemeinmedizinischen Praxis in Langerfeld eine neue ortsnahe, hausärztliche Versorgung suchen, von den umliegenden Praxen nicht aufgenommen werden“, erklärt der Langerfelder Stadtverordnete Michael Wessel.

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Grund hierfür ist nicht zielführende Budgetverfahren der kassenärztlichen Vereinigung. Gerade ältere Bürgerinnen und Bürger, die zu einem großen Teil ortsgebunden sind, stellt dies vor große Probleme.

Darüber hinaus stehen weitere Langerfelder Allgemeinmediziner derzeit an der Altersgrenze, was bedeutet, dass in den kommenden Jahren weitere Hausärzte in den Ruhestand treten werden und ihre Praxen dann zum Verkauf stehen. Doch bereits heute zeigt sich, dass nur schwer ein Nachfolger für solche hausärztlichen Praxen gefunden wird und diese demnach am Ende zu Lasten der Patienten geschlossen werden. Das momentan praktizierte Verfahren der Kassenärztlichen Vereinigung trägt nicht dazu bei, dass solche Praxen langfristig erhalten bleiben und wirtschaftlich betrieben werden können.

„Meine Befürchtung ist, dass wir hier in Langerfeld schon bald Verhältnisse wie in vielen ländlichen Regionen Deutschlands bekommen, wo Patienten kilometerweit für eine hausärztliche Versorgung fahren müssen. Das darf in einer Großstadt wie Wuppertal nicht passieren. Deshalb wäre mein Vorschlag, ein „Langerfelder Gesundheitsgespräch“ mit den niedergelassenen Hausärzten und Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung und des Bürgervereins zu organisieren, um die kompetente medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im Quartier auch künftig zu gewährleisten“, regt der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion abschließend an.

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