17.12.2012

Aue am Ende mit hauchdünnem Vorsprung – BHC verliert 35:36

Keine Frage, es war ein spannendes Handballspiel in der Erzgebirgshalle, dass die Bergischen Löwen ohne Drei erst in der Schlussphase mit 36:35 (17:18) verloren.

Durch die Ausfälle von Maximilian Weiß und Stanko Sabljic standen BHC-Cheftrainer Sebastian Hinze vor der Partie im Erzgebirge nur noch zehn gesunde Feldspieler zur Verfügung – vor dem Anpfiff kam mit Kristian Nippes ein weiteres „Sorgenkind“ hinzu, der nach dem Aufwärmen aufgrund von Schulterproblemen passen musste und im Laufe des Spiels nur notfalls in der Defensive hätte eingesetzt werden können. Eine genaue Diagnose und die Dauer der verletzungsbedingten Pause des Rückraumrechten wird sich Anfang der Woche herausstellen.

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Und so ließ sich Hinze kurzerhand selbst auf den Spielbericht eintragen, um bei weiteren verletzungsbedingten Ausfällen oder Hinausstellungen dem personellen Aderlass etwas entgegensetzen zu können. Doch weder der Einsatz des BHC-Coaches noch des verletzten Kristian Nippes kam am Samstagabend zum Tragen.

Die ersten vier Treffer für die Bergischen Löwen erzielte Alexander Oelze allesamt gewohnt sicher vom Siebenmeterstrich, da die Hausherren die Offensivaktionen der Gäste nur regelwidrig unterbinden konnten. Die BHC-Deckungsvariante mit Viktor Szialgyi auf Halbrechts, Jiri Vitek und Michael Hegemann im Mittelblock und Emil Berggren auf Halblinks funktionierte in Halbzeit Eins von Minute zu Minute besser, sodass die Bergischen Löwen nach ausgeglichenen ersten zehn Minuten durch einen Kracher von Emil Berggren (5:6) die erste Führung erzielen konnten. Aue hielt bis zur zwanzigsten Minute das Spiel weiter offen, doch der BHC erzielte nach jedem Ausgleichstreffer postwendend wieder die Ein-Tore-Führung. Sieben Minuten vor der Halbzeitsirene begannen die Bergischen damit, ihre Führung auf zwischenzeitliche drei Treffer (13:16; 14:17; 15:18) auszubauen, die der EHV aber bis zur Pause wieder auf einen knappen 17:18-Rückstand verkürzen konnte.

Auch in Halbzeit Zwei blieb es eine spannende Partie, in der die Bergischen Löwen mit hohem Einsatz und Leidenschaft die personellen Ausfälle kompensieren konnten. So auch nach vierzig Spielminuten, als Mario Huhnstock in doppelter Unterzahl – Emil Berggren und Viktor Szilagy verbüßten eine Zeitstrafe – einen Strafwurf entschärfen konnte. Aue gelang zwar kurze Zeit später der Ausgleich zum 23:23 (41.), doch Jiri Vitek trug sich mit drei Toren in Folge zum 24:27 (45.) in das Spielprotokoll ein. Der EHV ließ sich nicht abschütteln und witterte spätestens nach dem 28:28 durch Marcel Schäfer (51.) und angestachelt von 1.400 Zuschauern wieder Morgenluft – am Ende mit Erfolg.

„Wir hatten gehofft über effektives Angriffsspiel die Partie entscheiden zu können und haben auch zweimal die Möglichkeit uns abzusetzen. Leider haben wir in der Schlussphase noch einige Disziplinlosigkeiten und es wurde ein offener Schlagabtausch. Dann gewinnt meistens die Heimmannschaft mit der Unterstützung des Publikums und wir müssen die Schuld bei uns selber suchen und bin mit unserer Leistung nicht zufrieden“, gab ein sichtlich angefressener Sebastian Hinze nach dem Spiel zu Protokoll.

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