04.12.2012

Finanzkrise Prävention Sicherheitswissenschaft Terror Vorsorge

Auf dem Weg in die Sicherheitsgesellschaft?

Insbesondere seit den terroristischen Anschlägen vor mehr als einem Jahrzehnt in New York ("9/11") ist ein grundlegender Wandel in der Gesamtkonzeption von gesellschaftlicher Sicherheit zu beobachten.

Beim 86. Sicherheitswissenschaftlichen Kolloquium der Bergischen Universität am 11. Dezember in Wuppertal wird diese Thematik näher beleuchtet.

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Dabei weicht die gesellschaftspolitisch fundierte Forderung nach Frieden im Sinne einer sozialen Sicherheit (Konzept einer Präventions­gesellschaft) zunehmend einer Suche nach instrumentell-administrativer Sicherheit (Konzept einer Sicherheitsgesellschaft). Modernisierungs-, Individualisierungs- und Desintegrationsprozesse sowie die Folgen der neoliberalen Wende in Staat und Gesellschaft führen zu neuen Risikowahrnehmungen und Sicherheitsbedürfnissen. Dabei reicht die Herausbildung von Sicherheits- und Präventions­mentalitäten bis in die Organisation des Alltags hinein.

Obwohl Sicherheit als erstrebenswertes öffentliches Gut gilt, der Staat hierfür Vorsorge zu tragen hat, hat die Art und Weise, sie zu erreichen, Vertrauen, soziale Kohäsion und andere Attribute einer „guten Gesellschaft“ erodieren lassen. Die weitreichenden Folgen dieses konzeptionell und politisch auf allen Ebenen spürbaren Wandels werden beim 86. Sicherheitswissenschaftlichen Kolloquium mit dem Soziologen Prof. Dr. Peter Imbusch von der Bergischen Universität diskutiert.

Die öffentliche Veranstaltung findet am 11. Dezember ab 18:00 Uhr im Institut ASER e.V. in Wuppertal (Corneliusstraße 31) statt. Die Teilnahme ist kostenfrei; aus Kapazitätsgründen wird um eine vorherige Anmeldung gebeten. Die Anmeldung bitte unter Nennung des Veranstaltungstermins, der/s Teilnehmernamen/s und ggf. des Unternehmens bei Prof. Ralf Pieper (Bergische Universität Wuppertal) unter der E-Mail-Adresse rpieper@uni-wuppertal.de.

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Kommentare

    1. Plagiat sagt:

      Da – wie es im Text ausgewiesen ist – es sich um eine öffentliche Veranstaltung handelt, sind alle an dieser Thematik Interessierte eingeladen.
      Wie ebenso ausgewiesen ist, wird aus Kapazitätsgründen um eine vorherige Anmeldung gebeten.

      1. mr mr sagt:

        Hallo Herr Plagiat,

        den Text habe ich durchaus gelesen und verstanden. Bei vollständiger Lektüre meines Kommentars (inkl. Link) hätten Sie erkennen können, dass bereits an der Bergischen Uni intensiv an der Umsetzung der Sicherheitsgesellschaft geforscht wird. Das Projekt INDECT passt somit sehr gut in Ihr Kolloquium, auch wenn INDECT durchaus kontrovers diskutiert wird. Eine gesonderte Einladung der Kollegen hätte somit sehr wohl Sinn gemacht. Aber wenn einem dieser interdisziplinäre Ansatz uninteressant oder zu problematisch erscheint …. schade.

        1. Plagiat sagt:

          Prinzipiell und natürlich auch in diesem Fall wird mit der Veranstaltungsreihe ein interdisziplinärer Ansatz verfolgt, was die Themen, Referierenden und Teilnehmer/innen seit 2004 selbstredend belegen.
          Ihr Kommentar wurde gelesen, die Links und das Projekt INDECT sind – soweit wie es öffentlich beschrieben ist – rel. bekannt. Insofern könnte man ja auch davon ausgehen, dass die Projektbeteiligten schon ganz automatisch diese Veranstaltung wahrnehmen; spätestens jetzt nach den Kommentaren 🙂 Also, statt einer gesonderter Einladung, die schnell auch mißverstanden werden kann, könnte man humorvoll auch die automatisierte Wahrnehmung, Bewertung und nachfolgende Teilnahme als temporären Gradmesser des aktuellen Projektstandes und Forschungserfolges ansehen.

          Wir freuen uns sehr sowohl über diesbezüglich Teilnehmende als auch über alle anderen Interessierten. Herzlich Willkommen.

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